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Salatlüge: So gesund sind die grünen Blätter wirklich

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Von: Laura Knops

Grüner Salat gilt nicht als besonders nahrhaft. So hält sich der Glaube hartnäckig, dass Salat zwar viel Wasser, dafür jedoch nur wenige Vitamine enthält.

Bonn – Salat ist zwar nicht ungesund, die grünen Blätter enthalten jedoch nur wenige Nährstoffe. So verbreitete sich bereits vor Jahren der Glaube, dass ein Salatblatt kaum nahrhafter als ein feuchtes Papiertaschentuch sei. Doch ist Salat wirklich nicht gesund? Alles, was Gartenfreunde über die „Salatlüge“ wissen sollten und welche Nährstoffe wirklich in den grünen Blättern zu finden sind.

Salatlüge: So gesund sind die grünen Blätter wirklich

Tatsächlich besteht Salat zu 95 Prozent aus Wasser. Verglichen mit anderen Gemüsesorten ist das ziemlich viel. So besitzen Salatblätter deutlich weniger Nährstoffe und Vitamine als Gemüse wie Tomaten oder Karotten.

Salat enthält jedoch im Vergleich zu anderen Gemüsesorten besonders viel Folsäure. Der Nährstoff ist vor allem für schwangere Frauen sehr gesund. Denn Folsäure verhindert unter anderem die Fehlbildung von Säuglingen. Die sekundären Pflanzenstoffe im Salat sollen zudem Krankheiten wie Bluthochdruck, Krebs und Diabetes vorbeugen.

Salatlüge: Zu diesen Sorten sollten Gartenfreunde greifen

Wer gerne Salat isst, der darf daher auch weiterhin beherzt zu den grünen Blättern greifen. So ergänzt Salat laut Ernährungsexperten eine abwechslungsreiche Ernährung. Doch Salat ist nicht gleich Salat. Denn der Nährstoffgehalt variiert abhängig von der gewählten Sorte. Als besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen gelten vor allem Salatsorten wie:

Wie gesund ein Salat ist, hängt auch vom Zeitpunkt der Ernte ab. Während im Frühling Sorten wie Batavia und grüne Salat Saison haben, gibt es Kopfsalat aus deutschem Freilandbau von Anfang Mai bis in den November hinein. Im Winter empfiehlt es sich dagegen, zu klassischen Wintersorten wie Feldsalat, Chicorèe oder Radicchio zu greifen.

Salatlüge: Das sollten Sie bei der Zubereitung beachten

Im Salat können allerdings auch Schadstoffe wie Nitrat stecken. Nitrat gelangt über den Boden in die Pflanzen, welche den Stoff benötigen, um zu wachsen. Für den Menschen ist Nitrat zunächst unbedenklich. Bilden verpackte Salate oder Gemüse Nitrat, kann dies jedoch krebserregend sein. Freiland- und Biosalate weisen einen eher geringen Nitrat-Gehalt auf. Mehr Nitrat steckt dagegen in der Regel in Sorten wie Kopfsalat, Feldsalat und Rucola.

Da es sich beim Salat um ein Naturprodukt handelt, können die grünen Blätter laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zudem mit Schwermetallen aus der Umwelt sowie Rückständen von Pflanzenschutzmitteln oder Pestiziden belastet sein. Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Quecksilber und Pestizide können jedoch mit kurzem und gründlichen Waschen beinahe vollständig entfernt werden*. Übrigens: Salat ist eine pflegeleichte Pflanze, die sich nicht nur im Gemüsebeet, sondern auch leicht auf dem Balkon anbauen lässt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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