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Safran: Deshalb sind die Stempelfäden das teuerste Gewürz der Welt

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Von: Joana Lück

Aus der orientalischen und fernöstlichen Küche ist Safran nicht wegzudenken. Wir erklären, warum das Gewürz so teuer ist und wofür es gebraucht wird.

München – Kostbare Zutaten in der Küche gibt es viele: Blauflossenthunfisch, Kaviar, Hummer oder besonders lange gereifte Steaks. Doch auch pflanzliche Produkte können schnell das Portemonnaie strapazieren, insbesondere, wenn es sich dabei um Safran handelt. Wir erklären, was die orangefarbenen Fäden zu so einer wertvollen Delikatesse macht.

Safran: Deshalb sind die Stempelfäden das teuerste Gewürz der Welt

Anstatt im Gewürzregal sollte man Safran vielleicht besser im Safe lagern: Denn mit einem Kilopreis von bis zu 30.000 Euro macht er fast Edelmetallen Konkurrenz. Wenn man sich veranschaulicht, wie Safran entsteht, ist der hohe Preis nicht mehr verwunderlich. Um ein Kilo getrockneten Safran zu gewinnen, benötigt man 150.000 Krokusblüten. Das entspricht einer Fläche von 2.000 Quadratmetern. Zum Glück benötigt man für die Zubereitung der meisten Speisen einige wenige der rot-orangen Fäden. Das steckt in Safran:

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Bereits 40 bis 90 nach Christus empfiehlt der griechische Arzt Dioscurides, Safran bei Frauenleiden und Nieren- und Blasenproblemen einzusetzen. Zudem sagen die Griechen Safran seither eine aphrodisierende Wirkung nach. In Deutschland wurde Safran erst später angewendet: Jakob Dietrich setzte Safran im 16. Jahrhundert bei Lebererkrankungen und Nierenleiden ein. Noch heute verwenden Homöopathen Safran bei Menstruations-, Blasen- und Nierenproblemen sowie Krampfzuständen. Safran als Superfood zu bezeichnen, hätte durchaus seine Berechtigung. Schwangere sollten aber besser auf das Gewürz verzichten, da es in höherer Dosierung vorzeitige Wehen auslösen kann.

Nahaufnahme von Safranfäden auf einem braunen Untegrund. (Symbolbild)
Je mehr natürliche Farb-, Bitter- und Duftstoffe enthalten sind, desto wertvoller ist Safran. (Symbolbild) © joanna wnuk/Imago

Safran: Dafür braucht man die Fäden

Vor allem Paella und Pilaw sind erst authentische Gerichte, wenn Safran mit von der Partie ist. Aber auch im traditionellen Mailänder Risotto ist Safran die Hauptzutat. Ein paar wenige Fäden pro Gericht reichen jedoch völlig aus, um den erdigen, moschusartigen und leicht scharfen Geschmack zu verleihen. Nebenbei verfärbt sich das Essen auch noch goldgelb. Aber auch Saucen, Fisch, Desserts, süßes Brot und Gebäck lassen sich mit Safran wunderbar verfeinern.

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