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Rotkohl: So schützt Sie das Gemüse vor Krankheiten

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Von: Anna Katharina Küsters

Rotkohl, auch Blaukraut genannt, ist ein faszinierendes Gemüse. Seine Inhaltsstoffe halten Gartenfans jung und fit. Außerdem schmeckt er deutlich milder als andere Kohlsorten.

Bonn – Rotkohl verbinden viele Gartenfreunde vor allem mit einem deftigen Weihnachtsessen. Doch das Gemüse muss nicht immer zusammen mit Braten und Klößen auf dem Teller landen, sondern eignet sich auch für einen gesunden Rohkost-Snack zwischendurch, als Salatbeilage oder im Smoothie hervorragend. Grund genug, sich die roten Blätter mal genauer anzuschauen. Denn in ihnen stecken eine Menge gesunder Inhaltsstoffe.

Rotkohl: So gesund ist der Zellschützer für den Körper

Rotkohl ist je nach Region auch unter den Namen Blaukraut, Rotkraut oder Rotchabis bekannt. Die Namenvariation kommt nicht zuletzt auch durch die verschiedenen Zubereitungsarten. Denn je nach Verarbeitung erscheint Rotkohl eher rötlich oder eher bläulich. Verantwortlich für die Farbe der Blätter ist der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyan. Je nachdem mit welcher Zutat er in einen Topf kommt, verändert sich die Farbe. Geben Gärtnerinnen und Gärtner beispielsweise Apfelstücke mit in den Rotkohl hinzu, führt die Säure der Äpfel zu einer tiefroten Farbe des Rotkohl-Gerichts. Ohne die Zugabe bleibt die Speise bläulich. Kein Wunder also, dass Küchenfans dem Wintergemüse unterschiedliche Namen gegeben haben.

Rotkohl: Einkauf und Lagerung

Im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt strahlen einem die großen, runden Rotkohlköpfe ab September entgegen. Von der Größe und dem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm pro Kohlkopf sollten sich Gartenfreunde jedoch nicht abschrecken lassen, denn das Wintergemüse ist schneller zubereitet, als viele denken. Beim Einkauf muss der Rotkohl noch kräftige und matt glänzende Blätter haben, dann ist er frisch. Zu Hause hält er sich dann im Kühlschrank etwa zwei Wochen.

Haben Gartenfans einen trockenen, kühlen und dunklen Keller, lässt sich der Rotkohl auch dort lagern. Das funktioniert am besten, indem Gärtnerinnen und Gärtner ihn aufhängen. Davor sollten sie ihn jedoch säubern und auf faule Stellen oder Schädlinge untersuchen. Wichtig ist, beim Putzen des Rotkohls kein Wasser zu verwenden, da Feuchtigkeit die Zersetzung beschleunigt. Im Keller aufgehängt, bleibt Rotkohl im besten Fall sogar bis zu einem halben Jahr lang frisch.

Wer seinen Rotkohl selbst anbaut, der muss bei der Ernte darauf achten, welche Rotkohl-Sorte er kultiviert hat. Frühe Sorten sind bereits im Juni reif, die späteren ab September und meist bis in den November hinein. Bei der Ernte ist es wichtig, zuerst die äußeren Blätter zu entfernen und den Kohl so tief wie möglich am Boden abzuschneiden. Setzen Gartenfans das Messer zu hoch an, fällt der Kohl auseinander.

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Rotkohl: Deswegen lohnt sich der Anbau

Der Anbau von Rotkohl im eigenen Garten lohnt sich allemal. Denn Köchinnen und Köche, die den normalen Geschmack von Kohl nicht sonderlich mögen, finden im Rotkohl eine leckere Alternative. Er schmeckt eher lieblich, leicht süßlich und mild.

Zu sehen ist ein Brettchen, auf dem ein halber Rotkohl liegt. Daneben liegen kleine Rotkohlstreifen. Im Hintergrund liegt ein ganzer Rotkohlkopf (Symbolbild).
Ein Rotkohlkopf kann bis zu zwei Kilogramm wiegen (Symbolbild): © Imago

Besonders gesunde Inhaltsstoffe im Rotkohl sind laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zum Beispiel:

Außerdem verstecken sich im Rotkohl viele der sogenannten Radikalfänger. Zu ihnen zählen beispielsweise Flavonoide und Phenole. Sie schützen die Zellen im Körper vor schlechten Umwelteinflüssen und zögern nachweislich das Altern heraus. Rotkohl enthält außerdem kaum Kalorien und wenig Fett und hilft so auch beim Abnehmen*.

All die guten Inhaltsstoffe kommen jedoch nur im Körper an, wenn der Rotkohl nicht völlig verkocht ist. Denn je länger er kocht, desto mehr gesunde Stoffe entweichen. Es lohnt sich also, Rotkohl ab und an auch roh zu essen. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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