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Quitten-Likör: So leicht stellen Sie den süßen Alkohol selbst her

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein grauer Steintisch, auf dem eine Karaffe und ein Glas stehen, die mit gelbem Quitten-Likör gefüllt sind. Daneben liegen reife Quitten sowie Korken (Symbolbild).
Quitten-Likör muss vier Wochen lang im Dunkeln ruhen (Symbolbild). © Mykola/Imago

Quitten-Likör wärmt und bringt den Herbst und Winter geschmacklich ins Glas. Wer genug Quitten hat, der kann ihn leicht selbst herstellen.

Bonn – Die Quitten-Ernte kann im Herbst groß ausfallen, wenn Gartenfans den Baum gut gepflegt haben. Gärtnerinnen und Gärtner, die zu viele der gelben Früchte haben, müssen jedoch nicht immer Marmelade daraus machen. Ein guter Quitten-Likör hat beispielsweise sicherlich den ein oder anderen Herbst- und Winterabend versüßt. Obstliebhaber können ihn leicht selbst machen.

Quitten-Likör: So stellten Sie den schmackhaften Alkohol her

Quitten gehören zur Familie der Rosengewächse. Wer einen Quittenbaum im Garten wachsen hat, der kann ab Ende September beobachten, dass sich die Früchte allmählich gelb färben, ihr charakteristisches Aussehen bekommen und herrlich süßlich duften. Zwar gibt es die Früchte im normalen Supermarkt selten zu kaufen, ein Anbau im eigenen Garten lohnt sich jedoch allemal. Das Obst liefert eine gute Portion an wichtigen Nährstoffen und lässt sich leicht zu leckeren Speisen wie Quitten-Glühwein-Konfitüre, Tajine mit Lamm und Quitten, Hähnchenfilet mit Quitten, Quittenkonfekt mit Walnüssen, Quittenschaum mit Walnüssen, Quittenkuchen mit Rahmguss oder Quitten-Chutney verarbeiten. Auch Quitten-Geleee ist schnell gemacht*.

Wer schon viel mit Quitten gekocht, gebacken und geliert hat, der stellt aus der restlichen Ernte am besten einen leckeren Quitten-Likör her. Der hält sich lange und lässt Gartenfreunde auch im Winter noch an den herrlichen Herbst denken. Denn roh lassen sich die Früchte nicht gut essen, die Schale ist sehr hart und das Fruchtfleisch schmeckt sehr herb.

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Quitten-Likör: Anleitung

Die Vorbereitung beim Herstellen von Quitten-Likör ist sehr wichtig. Als Erstes müssen Köchinnen und Köche die Schale jeder einzelnen Quitte mit einem Küchenpapier abreiben. Dabei wischen sie laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) den Pelz ab, der sonst den Geschmack verändert und sehr bitter schmeckt. Ein Vorteil bei Quitten ist, dass für den Quitten-Likör die harte Schale dran bleiben darf, schälen ist also nicht notwendig. Die Quitten nach dem Abreiben teilen und das Gehäuse und den Stiel herausnehmen.

Neben 500 Gramm Quitten brauchen Sie für die Zubereitung von Quitten-Likör:

Sind die Quitten wie oben beschrieben vorbereitet, schneiden Gärtnerinnen und Gärtner die Quitten in dünne Streifen und stellen ein Glas bereit. In das Glas geben sie nun den Zucker und die abgeriebene Zitronenschale und legen die Quitten-Streifen darüber. Nun gießen Likörfans den Wodka darüber und verschließen das Glas. Das Ganze kommt dann für einen Monat an einen dunklen, kühlen Ort.

Nach einem Monat nehmen Gartenfreunde ein sauberes Baumwolltuch zur Hand und sieben den entstandenen Likör in ein größeres Gefäß. Nun kann er in kleine, handliche Flaschen umgefüllt werden und entweder selbst verkostet oder an Freunde verschenkt werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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