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Quitten: So gesund sind die gelben Früchte und so werden sie verarbeitet

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Von: Franziska Irrgeher

Zu sehen ist ein Metallteller mit Quitten, Haselnüssen und Walnüssen darauf (Symbolbild).
Quitten sind roh meist nicht genießbar (Symbolbild). © Achim Sass/Imago

Quitten haben im Herbst Saison und sind dann regional oder aus dem Garten verfügbar. Die unscheinbaren gelben Früchte sind lecker, wenn die Verarbeitung stimmt.

Bonn – Quitten sehen auf den ersten Blick etwas unförmig aus, wie eine Mischung aus Apfel, Zitrone und Birne. Doch der erste Eindruck täuscht, denn die Quitte hat so einiges zu bieten, die inneren Werte zählen bei ihr definitiv. Wer roh hineinbeißt, wird von der Quitte zwar wenig begeistert sein, doch gekocht oder anderweitig verarbeitet ist sie ein wahrer Leckerbissen.

Quitten: So gesund sind die gelben Früchte aus dem Garten

Die Quitten-Saison ist im September und Oktober, teils noch bis in den November. Dann leuchten uns die gelben Früchte nicht nur vom Baum, sondern auch im Markt entgegen. Im Gegensatz zu Apfel oder Birne lohnt es sich, gleich mehrere Quitten zu kaufen, denn die Früchte werden gekocht, gebacken oder anderweitig erhitzt verarbeitet. Roh schmecken sie holzig, hart und nicht wirklich lecker, zudem enthalten die Kerne Blausäure.

Zubereitet eignen sich Quitten aber wunderbar für beispielsweise:

Beilagen und Getränke wie

Süßspeisen wie

Hauptspeisen wie

Und natürlich für leckere Quitten-Konfitüre. Doch warum sollte man die Frucht nun essen, wenn die Zubereitung doch aufwendig ist? Ganz einfach: Quitten sind nicht nur gekocht sehr lecker, sondern auch gesund.

Quitten: Diese Inhaltsstoffe machen sie gesund

Die seltsam aussehenden gelben Früchte punkten nicht unbedingt mit ihrer Optik, aber definitiv mit den Inhaltsstoffen. Die Quitte (Cydonia oblonga/vulgaris) gehört zu den Rosengewächsen, wie so viele unserer Gartenpflanzen. Sie wird auch Kydonischer Apfel oder beispielsweise Adonis-Apfel genannt. Quitten, die in Deutschland kultiviert werden, sind roh nicht genießbar, die Shirin-Quitte aber beispielsweise schon.

Übrigens ist die Quitte keineswegs eine Mischung von Apfel und Birne, berichtet Zentrum der Gesundheit, die Bezeichnungen seien nur von der Form abgeleitet. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ist die Apfelquitte aromatischer und härter als die Birnenquitte. Eine Mischung aus Apfel und Birne existiert allerdings tatsächlich, heißt aber Bapfel und hat mit der Quitte nichts zu tun. Quitten sind im Vergleich zu anderen Früchten im rohen Zustand hart, eher holzig und von leichtem Flaum bedeckt, außerdem schmecken sie nicht gut. Roh sollten Quitten grundsätzlich nicht verzehrt werden (bestimmte Sorgen ausgenommen). Davon sollten sich Gartenfans aber nicht abschrecken lassen, man muss die Früchte lediglich enthaaren und kochen.

Dann bieten Quitten folgende Vorteile für die Gesundheit:

Letztere haben bei richtiger Zubereitung eine positive Wirkung auf die Verdauung. Isst man Quittenkerne aber roh, enthalten sie Blausäure. Quittenkerne sollten daher immer vorher entfernt oder für spezielle Rezepte genutzt werden. Eine mögliche Nutzung ist sogenannter Quittenschleim, der gegen Husten und einen gereizten Hals helfen soll.

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Unbedingt sollte außerdem vor der Verarbeitung der Flaum auf der Quitte mit einem Tuch entfernt werden. Auch das Kerngehäuse ist zu entfernen. Nach richtiger Vorbereitung ist die Quitte dann aber wie oben genannt vielseitig einsetzbar. Das BZfE gibt an, dass durch den hohen Pektingehalt beim Einkochen sogar auf Gelierzucker verzichtet werden kann, jedoch müsse man die Quitten dafür lange kochen.

Die Quitte ist eine Frucht, die lange Zeit etwas in Vergessenheit geraten war, dabei wurde sie schon vor langer Zeit geschätzt und genutzt. Inzwischen wird sie zunehmend beliebter. Da in Deutschland aber aktuell nicht so viele Quitten angebaut werden, lohnt sich die Pflanze im Garten definitiv.

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