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Plastikverpackung: Deswegen ist das Einschweißen in manchen Fällen nötig

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind eine eingeschweißte Gurke, eingeschweißte Paprika, Salat und Brokkoli (Symbolbild).
Besonders Gurken sind oft noch in Plastikfolie eingeschweißt (Symbolbild). © J. Pfeiffer/Imago

Plastikverpackungen erscheinen besonders bei frischem Gemüse oft überflüssig. Doch Gurken und Brokkoli brauchen diese Hülle.

Köln – Gärtnerinnen und Gärtner, die regional einkaufen und öfters auch mal in der Bio-Abteilung im Supermarkt stöbern, haben es sicherlich schon gemerkt. Fast immer sind Gurken und Salatköpfe in Plastikfolie eingeschweißt, teils sogar, obwohl es Bio-Produkte sind. Doch wer genauer hinschaut, versteht: Das Ganze hat seine Gründe und die sind sogar nachvollziehbar.

Plastikverpackung: Deswegen sind viele Gurken und Salate immer noch eingeschweißt

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung erfordert oftmals etwas Geschick in der Küche, aber auch ein Verständnis davon, welche Nährstoffe der Körper braucht. Dass besonders Gemüse dabei eine große Rolle spielen sollte, ist den meisten klar. Deswegen gehören Salat und Gurke nicht selten zu den Top-Lebensmitteln einer gesunden Küche. Doch Menschen, die versuchen, neben gesund auch noch regional und nachhaltig einzukaufen, stoßen dabei schnell an ihre Grenzen. Denn selbst so manches Bio-Gemüse ist noch in eine extra Plastikfolie eingepackt.

Besonders auffallend ist das zum Beispiel bei Bio-Salat, -Gurken oder -Brokkoli. Doch die Plastikverpackung ist in diesen Fällen sogar größtenteils sinnvoll. Laut Quarks&Co. gibt es beispielsweise bei Bio-Gurken folgende Gründe für das Einschweißen des Gemüses:

Das sei im Folgenden näher erklärt. Denn tatsächlich haben Gartenfreunde länger von den Gurken, dem Brokkoli und dem Salat, wenn er eine schützende Plastikfolie trägt. Auch wenn Kinder sich darüber sicherlich manchmal nicht freuen, wenn Brokkoli ist selten ihr Lieblingsgericht*.

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Plastikverpackung: Haltbarkeit und Label

Die Haltbarkeit von manchen Gemüsesorten ist extrem beschränkt. Theoretisch muss das Gemüse innerhalb weniger Tage, teils sogar Stunden auf den Teller und in den Magen, wenn Verbraucher es noch frisch essen wollen. Besonders Brokkoli und Gurken bestehen zu einem großen Teil aus Wasser, das sie sehr schnell verlieren. Die Plastikfolie um das Gemüse herum sorgt dafür, dass sie dieses Wasser länger in sich behalten und somit länger haltbar und frisch sind. Würden Produzenten nicht so handeln, wäre der Betrag an Gemüse, das täglich auf dem Müll landen würde, enorm hoch. Die Plastikverpackung ist in dem Fall also die umweltfreundlichere Variante.

Die andere Sache ist das Label. Laut einer EU-Verordnung müssen Bio-Gurken klar von herkömmlichen Gurken zu unterscheiden sein anhand eines Labels. Dieses Label lässt sich bisher leichter auf Plastikverpackungen drucken als beispielsweise auf kleine Kleber. Auf lange Sicht kann die extra Plastikverpackung nur für das Label jedoch keine Lösung sein, weswegen schon jetzt Laser ausprobiert werden, die das Label auf die Gurkenschale lasern. Da viele Menschen die Gurkenschale jedoch mitessen, müssen die Verfahren so ausgereift sein, dass kein gesundheitlicher Schaden entsteht, wenn jemand die gelaserte Stelle der Schale isst. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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