Leckerer Snack für zwischendurch

Pistazien: Das steckt hinter der Steinfrucht und so pflanzen Sie sie im Haus an

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Ist erst die erste Pistazie vernascht, ist Zurückhaltung kaum noch möglich. Die Steinfrucht in der kleinen Hülle schmeckt einfach zu gut. Und ist zudem sehr gesund.

München – Wer an den langen Abenden im Herbst und Winter einen gesunden Snack haben möchte, kann sich ruhigen Gewissens Pistazien kaufen. Denn die Steinfrucht des Pistazienbaums schmeckt gut und verwöhnt den Körper mit einer großen Menge gesunder Nährstoffe. Pistazien-Liebhaber können sich den Baum auch als Zimmerpflanze ins Wohnzimmer stellen.

Pistazien: Das steckt hinter der Steinfrucht und so pflanzen Sie sie im Haus an

Wächst der Pistazienbaum in freier Natur, kann er eine beachtliche Größe erreichen. Bis zu zwölf Metern wächst er in die Höhe und wird dabei mehrere Hundert Jahre alt. In dieser langen Lebenszeit tragen die weiblichen Bäume alle zwei Jahre Früchte. Lediglich ab und an setzt der Baum ein Jahr aus, um eine Pause einzulegen. Essbar sind dabei nur die Steinfrüchte der Echten Pistazie (Pistacia vera).

Da es wie bei der Stechpalme männliche und weibliche Exemplare gibt, brauchen Gartenfreunde im Garten immer jeweils einen Baum jeder Ausrichtung, da es sonst nicht zur Befruchtung kommt. Die Steinfrüchte sind im September reif. Für eine erfolgreiche Ernte im Freien ist ein kalter Winter entscheidend. Denn damit die Knospen aktiviert werden, benötigt der Baum tausend Stunden bei unter sieben Grad Celsius oder kälter. Ähnlich ergeht es Kaltkeimern, die die Kälte brauchen, um zu Keimen.

Ursprünglich kommt der Pistazienbaum aus dem Nahen Osten und ist seit langer Zeit wie Meerrettich eine bekannte Heilpflanze und beliebte Delikatesse. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Steinfrucht viele wertvolle Inhaltsstoffe enthält. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Verschiedene Vitamine, besonders viel Vitamin B6
  • Mineralstoffe wie Kalium
  • Proteine
  • Antioxidantien, besonders Lutein und Zeaxanthin

Bei Menschen, die an Mineralstoffmangel leiden, sind Pistazien somit eine gute Wahl. Daneben helfen Pistazien laut einer Studie, den Blutdruck und Cholesterinwert zu senken. Vor dem Verzehr sollten Gartenfreunde die Pistazien aber immer genau untersuchen, da sich bei falscher Lagerung manchmal Schimmelpilze an der Steinfrucht bilden können*.

Pistazien: So kultivieren Sie den Baum als Zimmerpflanze

Da zwei Pistazienbäume im Garten sehr platzeinnehmend sind und die Ernte recht aufwendig und nicht unbedingt von Erfolg gekrönt ist, können sich Gartenfreunde auch überlegen, ob sie sich den Baum nicht als Zimmerpflanze halten wollen. Dann ist er natürlich nicht als Fruchtspender zu sehen, sondern als Zierpflanze, verschönert aber zum Beispiel das Arbeitszimmer im Home Office.

Dafür lassen Pflanzenfans sich die Samen des Pistazienbaums mit Wasser vollsaugen. Danach stecken Sie sie in Erde in einer Anzuchtschale, wobei die Samen noch ein wenig aus der Erde herausschauen sollten. In den nächsten Wochen sollten Sie darauf achten, die Erde feucht zu halten und die Anzuchtschale an einen hellen und warmen Ort zu stellen. Ist die Pflanze etwas mehr herangewachsen, benötigt sie auch wesentlich weniger Wasser. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © American Pistachio Growers/dpa

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