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Olivenöl im „Öko-Test“: Die meisten sind mit Mineralöl belastet

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Von: Ines Alms

„Öko-Test“ hat Olivenöl untersucht: Nur eins schneidet sehr gut ab, die anderen Olivenöle enthalten Mineralölbestandteile und sind nicht empfehlenswert.

Frankfurt/Main – Olivenöl könnte so einfach glücklich machen: Mit Salat oder mediterranem Gemüse oder einfach pur mit Weißbrot und etwas Pfeffer ist es Genuss pur. In der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 5/2022) ist der Star der kalten Küche allerdings tief gefallen: Von 19 getesteten Olivenölen der höchsten Güteklasse „nativ extra“ enthalten 18 Öle Mineralölbestandteile, nur ein einziges Produkt hat mit „sehr gut“ abgeschnitten.

Olivenöl bekommt von „Öko-Test“ schlechte Noten: Fast alle Öle sind mit Mineralöl belastet

Gutes Olivenöl ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Mittelmeer-Küche.
Ein gutes Olivenöl ist ein unverzichtbarer Bestandteil der mediterranen Küche. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Gut ein Drittel der Olivenöle enthalten in teils sehr hohen Mengen aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), die krebserregend sein können. Fast alle der Öle sind außerdem mit gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) verunreinigt, die sich im Körper ansammeln. Ob diese für den Menschen schädlich sind, ist bisher unklar. Mineralöle können über Schmieröle in das Olivenöl gelangen, zum Beispiel über Erntemaschinen oder Förderbänder.

Da bekommt das selbst gemachte Pesto einen bitteren Beigeschmack. Ob es sich um ein Bio-Produkt oder um ein konventionelles Olivenöl handelt, spielt im Wesentlichen keine Rolle, die Ergebnisse des Tests sind ernüchternd:

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Das Kriterium „Nativ extra“ wird von drei Produkten nicht erfüllt

Und noch ein Wermutstropfen in Sachen Qualität: Normalerweise steht die Bezeichnung „nativ extra“ für die höchste Güteklasse von Olivenöl. Drei der getesteten Öle sind zwar als solche ausgezeichnet, erfüllen aber die Kriterien nicht und sind sensorisch unerfreulich.

Ob für Antipasti mit Gemüse oder ein feines Salatdressing – ein gutes Olivenöl sollte leicht nach reifer Tomate, Banane oder Artischocke schmecken, auch ein grasiges Aroma ist gut. Für ein hochwertiges Olivenöl muss man in der Regel beim Kauf mit über zehn Euro pro Liter rechnen.

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