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Erkältungs-Sirup aus Meerrettich: Dieses Hausmittel löst festsitzenden Schleim

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Von: Anna Katharina Küsters

Bei kalten Temperaturen und wenig Sonnenlicht bleiben Erkältungen nicht aus. Mit einem Erkältungs-Sirup aus Meerrettich bekommen Sie störende Symptome gut in den Griff.

München – Die Nase läuft, der Hals kratzt und die Nebenhöhlen sind angeschwollen. Wenn es draußen kalt und dunkel ist, heißt das meist auch, dass die nächste Erkältung nicht weit ist. Doch wenn es dann dazu kommt, müssen Gartenfreunde nicht lange leiden. Denn Erkältungs-Sirup aus Meerrettich lindert die Symptome und ist leicht selbst herzustellen.

Erkältungs-Sirup aus Meerrettich: So bereiten Sie die wohltuende Mixtur zu

Ab Ende Oktober bis zum Ende des Winters hat Meerrettich Hauptsaison. Gartenfreunde, die die Bepflanzung ihres Nutzgartens gut geplant haben, haben jetzt eine Menge zu ernten. Dabei hebeln Gärtnerinnen und Gärtner die Pflanze mit einer Grabgabel am besten ganz aus dem Boden, inklusive der großen grünen Meerrettich-Blätter. Denn die Blätter können wunderbar als Dünger im Garten zum Einsatz kommen oder als Grundlage für eine Jauche oder Kompost-Tee dienen. (Eiswürfel-Dünger: So bereiten Sie den besonderen Dünger aus Kompost-Tee zu)

Meerrettich ist schon seit jeher als Heilpflanze bekannt. So spricht auch Hildegard von Bingen (81, † 1179) von seiner heilenden Wirkung und seiner Würze und Schärfe. Da ist es nicht verwunderlich, dass Meerrettich auch noch heute ein guter Helfer gegen Erkältungssymptome ist. Die im Meerrettich enthaltenen Senföle brennen stark in den Augen, wirken aber laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) antibakteriell und keimhemmend. Als Erkältungs-Sirup zubereitet ist Meerrettich also unschlagbar. (Immunsystem pushen: Gemüse und Kräuter, die Ihre Abwehrkräfte unterstützen)

Erkältungs-Sirup aus Meerrettich: Anleitung Schritt für Schritt

Wer den Meerrettich bereits geerntet hat, kann sich nun folgendes Werkzeug zur Zubereitung des Sirups zurecht legen:

Frisch geerntet, entfernen Pflanzenfans den Meerrettich von seinen Blättern und der anhaftenden Erde. Ist der Meerrettich weitestgehend erdfrei, können Gartenfreunde ihn gründlich waschen. Danach nehmen sie ein kleines scharfes Messer zur Hand oder einen Sparschäler und beginnen, den Meerrettich zu schälen. (Weizenkeime: So macht die Vitalstoffbombe jetzt Quinoa, Chiasamen & Co. Konkurrenz)

Danach ist der Zeitpunkt für die Taucherbrille gekommen. Da aus dem Meerrettich, sobald er angeschnitten ist, scharfe und brennende Senföle austreten, schützt die Taucherbrillle die Augen. Mit der Brille auf der Nase greifen Gartenfreunde nun zu Schüssel und Reibe und raspeln den Meerrettich in kleine Stücke in die Schüssel. (Meerrettich im Garten selbst anbauen: Wer Geduld hat, wird am Ende mit reicher Ernte belohnt)

Den geraspelten Meerrettich geben Gemüsefans dann in ein Schraubglas. Nun ist der Honig an der Reihe. Bedecken Sie die Meerrettich-Raspeln mit Honig, bis das Gemüse nicht mehr herausschaut. Schrauben Sie das Glas zu und lassen es an einem dunklen Ort ziehen. Nach etwa vier Wochen ist der Sirup fertig. (Hausmittel gegen Halsschmerzen: Diese sind die besten aus dem Garten)

Kratzt der Hals oder läuft die Nase, können Betroffene nach Bedarf den Sirup auf einen Teelöffel geben und verspeisen. Etwa ein Teelöffel drei Mal am Tag ist ein guter Richtwert für eine schnelle Genesung.

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