Leicht aufs Brot gestrichen

Margarine und Mischfette: Butter ist nicht immer die richtige Wahl

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Margarine und Mischfette vertragen heiße Temperaturen wesentlich besser als Butter. Deswegen sind sie ein guter Fettersatz zum Kochen und Backen.

Bonn – Ob letztlich Butter oder Margarine in den Kuchen oder aufs Brot kommt, ist oftmals eine knifflige Entscheidung. Denn beide Fette bringen Vor- und Nachteile mit sich. Margarine und andere Mischfette unterscheiden sich aber grundlegend von der ihnen sehr ähnlich aussehenden Butter, denn sie sind in der Regel kein tierisches Produkt.

Margarine und Mischfette: Das müssen Sie über die Backzutaten wissen

Im Kühlregal im Supermarkt haben Gartenfreunde die Wahl zwischen Butter, Margarine und anderen Mischfetten. Butter und Margarine unterscheiden sich vor allem in der Herstellung und ihren Inhaltsstoffen. Laut Definition kann Margarine zwar sowohl pflanzliche als auch tierische Fette enthalten, in der Regel ist die feste Wasser-in-Öl-Emulsion jedoch eine gute vegetarische Alternative zur Butter und darf laut Gesetz maximal drei Prozent Milchfett enthalten. Wichtig ist also zu wissen, dass auch ausdrücklich als pflanzliche deklarierte Margarine einen minimalen Anteil an tierischen Erzeugnissen enthalten kann*. Bei Mischfetten müssen Vegetarier und Veganer noch stärker aufpassen. Mischfette dürfen nämlich zehn bis 80 Prozent Milchfette enthalten.

Die Herstellung von Margarine läuft in mehreren Schritten ab. Grundlage ist ein Gemisch aus Fett und Wasser, auch Emulsion genannt, das Hersteller bei rund 90 Grad pasteurisieren und dann in mehreren Schritten abkühlen und kristallisieren lassen. Danach heißt es rühren und kneten, denn erst durch diesen Prozess versteift die Margarine.

Um jedoch die Margarine zu erhalten, die Gartenfreunde sich morgens aufs Brötchen streichen, bedarf es noch einiger Zusätze wie zum Beispiel:

Um genau zu wissen, welche Zusatzstoffe die jeweilige Margarine enthält, müssen Gärtnerinnen und Gärtner auf die Zutatenliste der jeweiligen Verpackung schauen.

Margarine und Mischfette: Folgende Margarine-Arten gibt es

Im Reich der Margarine gibt es laut Bundeszentrum für Ernährung jedoch nicht nur die eine Margarine. Je nach Zusammensetzung lassen sich folgende Margarine-Arte unterscheiden:

  • Vollfett-Margarine: Fettgehalt von mindestens 80 und weniger als 90 Prozent
  • Dreiviertelfett-Margarine: Fettgehalt von 60 bis 62 Prozent
  • Halbfett-Margarine: Fettgehalt von 39 bis 41 Prozent
  • Streichfett X von 100: Erzeugnis, dessen Fettgehalt außerhalb der gesetzlich vorgegebenen Werte für Margarine-Arten liegt. X ist durch jeweiligen Fettanteil zu ersetzen.
  • Phytosterinhaltige Margarine: senkt den Cholesterinspiegel, nicht für Schwangere und Kinder geeignet

Die Wirkung von phytosterinhaltige Margarine gilt bisher als umstritten und wissenschaftlich noch nicht eindeutig erwiesen.

Margarine und Mischfette: So entstehen Mischfette

Mischfette produzieren Hersteller etwas anders als Margarine. In den meisten Fällen bestehen Mischfette aus einer Butter-Öl-Zusammenstellung. So erhalten sie den Geschmack von Butter, sind aber genauso streichfähig wie Margarine. Bei Mischfett gibt es die gleichen Unterteilungen wie bei Margarine. So gibt es Mischfett, Dreiviertel-Mischfett, Halb-Mischfett und Milchstreichfett mit einem Fettgehalt außerhalb dieser Kategorien.

Margarine und Mischfette: In diesen Fällen brauchen Sie die Butter-Alternativen

Die Frage, welches Fett nun wann zum Einsatz kommen muss, stellen sich wahrscheinlich viele Gartenfreunde. Grundsätzlich lassen sich Margarine und Mischfette in folgenden Küchen-Szenarien einsetzen:

  • Braten: Vollfett- und Dreiviertelfett-Margarinen eignen sich gut zum Anbraten von verschiedenen Lebensmitteln, da sie recht hitzeresistent sind.
  • Backen: Dasselbe gilt für das Backen von Kuchen und anderen Gebäcken.
  • Streichfett auf Brot: Dabei hat Margarine den klaren Vorteil, dass sie sich leichter verstreichen lässt als Butter.

Halbfett-Margarine sollten Gartenfreunde jedoch für keinen dieser Zwecke nutzen, da der Wasseranteil so hoch ist und beim Anbraten in der Pfanne beispielsweise stark spritzt. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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