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Kürbiskernöl: So viele Kürbisse braucht es für einen Liter Öl

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Von: Anna Katharina Küsters

Die Produktion von Kürbiskernöl ist aufwendig, aber lohnt sich. Denn das Ergebnis ist ein hochwertiges, leckeres Öl, das dem Körper guttut.

Bonn – Rapsöl oder Olivenöl sind die gängigsten Öle in der Küche, doch auch Kürbiskernöl sollte einen festen Platz im Regal bekommen. Denn das aus den Kernen im Inneren eines Kürbisses gewonnene Öl hilft dem Körper an vielen Stellen dabei, fit und gesund zu bleiben. Außerdem schmeckt es lecker nussig und verleiht sonst langweiligen Salaten einen leckeren und interessanten Geschmack.

Kürbiskernöl: Deswegen sollten Sie jeden Tag etwas davon essen

Um 100 Milliliter Kürbiskernöl zu produzieren, braucht es etwa drei Kilogramm Kürbiskerne aus etwa 35 Kürbissen. Wollen Gartenfreunde das Öl also selbst machen, müssen sie mit der entsprechenden Menge rechnen. Kürbiskernöl ist oftmals zwar im Herbst auf einer klassischen Kürbissuppe oder einer Kürbissuppe mit Orangensaft* als Verzierung zu finden, doch als standardmäßiges Öl findet es den Weg selten in die Küche. Das sollte sich ändern, denn das Öl enthält viele wichtige und gesunde Inhaltsstoffe. Wichtig ist, dass Gartenfreunde das Öl nicht erhitzen, sondern es ausschließlich kalt verwenden.

Grundsätzlich unterscheidet sich die Konsistenz von Kürbiskernöl je nachdem, ob das Ganze kalt oder heiß gepresst ist. Kaltgepresstes Kürbiskernöl ist gelblich, heiß gepresstes hingegen dunkelgrün bis bräunlich. Eine Besonderheit unter den Kürbisölen ist das sogenannte Steirische Kürbiskernöl. Grundlage für diesen besonderen Öltropfen ist der Steirische Ölkürbis, aus dessen Kürbiskernen ein besonders hochwertiges Öl gepresst wird. Besonders macht diesen Kürbis, dass er auf sehr lehmigem Boden wächst, der besondere Nährstoffe enthält, von denen der Kürbis zehren kann. Das macht das Aroma der Kerne außergewöhnlich und das Öl intensiver. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) holen Mitarbeitende der kleinen Produktionsstätten die Kerne meist selbst per Hand aus dem Kürbis. Diese Aktion nennt sich „ausheppeln“.

Zu sehen ist ein Holztisch, auf dem eine kleine Glaskaraffe steht, die mit Kürbiskernöl gefüllt ist. Daneben liegen einzelne Kürbiskerne (Symbolbild).
Kürbiskernöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren (Symbolbild). © zidi/Imago

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Kürbiskernöl: Das steckt drin

Kürbiskernöl gilt als besonders gesund, da es dem Körper eine Menge gesunder Inhaltsstoffe liefert. Unter anderem sind das:

Besonders die ungesättigten Fettsäuren sind für viele Menschen interessant. Denn Fett, so es denn das richtige ist, ist für den Körper unabdingbar und lebenswichtig. In jeder Zelle des Körpers ist Fett enthalten, sodass alle Funktionen des Körpers letztlich auf die Zufuhr von Öl angewiesen sind. Kürbiskernöl enthält besonders viel der sogenannten gesunden, guten Fette und sollte daher des Öfteren als Salatdressing eine Rolle spielen. Daneben führen die ungesättigten Fettsäuren zu erweiterten Gefäßen, sodass ein regelmäßiger Verzehr von Kürbiskernöl das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Schwäche zu erkranken, senkt. Das enthaltene Vitamin E schützt zudem den Körper vor freien Radikalen und wirkt antioxidativ. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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