Gesunde Energielieferanten

Kürbiskerne: Wie Sie die Kerne richtig ernten und lagern

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Kürbisse haben zurzeit Saison. Aber nicht nur das Fruchtfleisch ist wertvoll, auch die Kürbiskerne sollten Beachtung finden. Mit der richtigen Lagerung sind sie lange haltbar.

Bonn – Ein Herbst ohne grüne, orange und gelbe Kürbisse ist kaum denkbar. Die Pflanzen sehen als Zierkürbisse nicht nur schön aus, Speisekürbisse schmecken zudem auch gut. Bei der Pflanzung und Zubereitung hat dabei jeder Kürbis seine eigenen Vorlieben. Auch wenn es um die Kürbiskerne geht. Die sind neben dem Fruchtfleisch der wichtigste Bestandteil des Gemüses.

Kürbiskerne: Wie Sie die Samen richtig ernten und lagern

Prinzipiell können Gärtnerinnen und Gärtner aus jedem Speisekürbis Kerne gewinnen und essen. Bei manchen Sorten gelingt das aber einfacher als bei anderen. Der erste Schritt bei der Gewinnung von Kürbiskernen ist die Halbierung des Kürbisses.

Das Bundeszentrum für Ernährung rät bei besonders großen Exemplaren wie den Muskatkürbissen oder dem großen Hubbard, das Gemüse aus etwa einem Meter Höhe fallen zu lassen. Das erleichtere die Spaltung des Kürbisses. Beim Butternut-Kürbis hingegen ist ein Aufenthalt im Ofen besser: Er kann für 40 Minuten bei 150 Grad backen, dann ist er weich und kann problemlos geöffnet werden. (Kürbisse: Diese Sorten schmecken besonders gut und diese sind giftig)

Wer den Kürbis geteilt hat, kann sich nun mit einem Löffel daran machen, die Kerne aus der Mitte herauszukratzen. Danach lösen Gartenfreunde die Kerne vorsichtig von Fruchtfleischresten. Die sauberen Kerne müssen nun auf einem sauberen Tuch voneinander gelöst trocknen. Wer es sehr eilig hat, kann den Prozess beschleunigen, indem er die Kerne mit einem normalen Haartrockner föhnt. Gerade die Kerne des Steirischen Ölkürbisses eignen sich hervorragend zur Weiterverarbeitung.

Kürbiskerne: Gesunder Snack mit vielen Facetten

Kürbiskerne bringen viele Vorteile mit sich. Aus mehreren Gründen sind sie laut dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) der perfekte Snack für zwischendurch:

  • Schnelle Energielieferanten: In Kürbiskernen sind ungesättigte Fettsäuren wie zum Beispiel Ölsäure enthalten. Diese sind besonders fürs Gehirn, Herz und andere Gefäße gesund.
  • Protein-Ersatz bei fleischloser Ernährung: In Kürbiskernen stecken viele Proteine, sodass sie auch für Vegetarier eine interessante Portein-Quelle sind.
  • Vitaminbomben: Kürbisse enthalten besonders viele B-Vitamine und E-Vitamine, die die Zellen schützen.
  • Gut gegen für den Cholesterinspiegel: Phytosterole in den Kernen senken den Cholesterinspiegel.
  • Machen glücklich: Auch Tryptophan ist in Kürbiskernen zu finden. Wer Tryptophan zu sich nimmt, hilft dem Körper dabei, das Glückshormon Serotonin herzustellen.

Es lässt sich also festhalten, dass nicht nur das Fruchtfleisch der Kürbisse ein wertvolles Lebensmittel ist. In den Kernen steckt genauso viel Power. Als Verzierung der Kürbiscremesuppe, des Chutneys oder des Kürbisgulasch verfeinern Sie zudem die Gerichte auch äußerlich. (Diese Lebensmittel aus dem Garten machen glücklich: So nehmen Sie viel Tryptophan zu sich)

Kürbiskerne: So lagern Sie die Kerne am besten

Gartenfreunde müssen die Kürbiskerne nicht sofort verzehren. Wer die Kerne lagern möchte, kann das problemlos. Dafür sollten Gärtnerinnen und Gärtner die Kerne erst vom Fleisch lösen und sie dann unter fließendes kaltes Wasser halten. Danach müssen sie für etwa eine Woche an einem kühlen und dunklen Ort auf einem sauberen Küchenpapier trocknen.

Sie sollten dabei gelöst voneinander liegen. Danach können die Kerne in einem Briefumschlag aufbewahrt werden. Für eine längere Lagerung ist der Kühlschrank ideal. Gartenfans legen den Briefumschlag in eine kleine Plastikbox mit Löchern und verstauen diese Box möglichst weit hinten im Kühlschrank, sodass möglichst wenig Licht an die Verpackung dringt. So schaffen es die Kerne ein Jahr frisch zu bleiben, um dann im nächsten Jahr einen Platz im Beet zu finden.

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