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Kidneybohnen einweichen und Vergiftung vermeiden: So klappt es

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Von: Joana Lück

Getrocknete Bohnen in Weiß, Rot und Braun. (Symbolbild)
Kidneybohnen enthalten das Pflanzengift Phasin. (Symbolbild) © Stock&people/Imago

Im Chili con Carne, als vegetarischer Burger oder einfach als Beilage: Kidneybohnen sind reich an Eiweiß und sehr gesund. Doch roh sollte man sie auf keinen Fall essen.

Frankfurt/Main – Kidneybohnen sind gesund, denn sie enthalten viel Eiweiß, Ballaststoffe, außerdem liefern sie wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Somit profitieren vor allem Vegetarier von der wertvollen Hülsenfrucht. Doch wer Kidneybohnen roh kauft, sollte sie vor dem Verzehr unbedingt lang genug kochen, um eine Vergiftung zu vermeiden. Wir erklären, wie das geht.

Kidneybohnen einweichen und Vergiftung vermeiden: So geht’s

Laut Öko Test sollten ungekochte Kidneybohnen nicht gegessen werden, da sie eine hohe Konzentration des Pflanzengifts Phasin enthalten. Bereits fünf rohe Bohnen können heftige Übelkeit, Brechreiz oder Durchfall auslösen, so Öko Test. Phasin ist ein Eiweiß, das in Pflanzen vorkommt und als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde dient. Die Bezeichnung als „natürliche Pestizide“ ist also treffend. Das müssen Sie bei der Zubereitung von Kidneybohnen beachten:

Beim Kochen wird das Phasin zersetzt und ist somit nicht mehr giftig. Auch beim Einweichen löst sich der Mehrfachzucker. Aber selbst wenn man die Hülsenfrüchte einweicht und kocht, so können trotzdem Blähungen auftreten. Würzt man die Bohnen scharf und kaut sie sehr gut, kann Bauchgrummeln aber umgangen werden.

Kidneybohnen einweichen und Vergiftung vermeiden: Andere Hülsenfrüchte

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Wem die Zubereitung der Kidneybohnen zu aufwändig ist, der kann selbstverständlich zu Dosenbohnen greifen. Diese sind schon gegart und sofort verzehrfertig. Neben Kidneybohnen stecken Phasine auch noch in Grünen Bohnen, Kichererbsen, Edamame oder Linsen. Rohe Erbsen hingegen enthalten wie Zuckerschoten kein Phasin und könnten theoretisch roh verzehrt werden.

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