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Kichererbsen: Daher kommt ihr Name

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Von: Anna Katharina Küsters

Die Kichererbse ist besonders im orientalischen Raum ein nicht wegzudenkendes Lebensmittel. Auch hierzulande ist sie sehr beliebt, denn sie liefert Proteine und Vitamine.

Bonn – Hülsenfrüchte liefern dem Körper nicht nur im Winter eine Menge wichtiger Nährstoffe, sondern eigenen sich auch wunderbar im Sommer als Zutat in der Küche. Besonders Kichererbsen stechen dabei aus dem Angebot im Supermarkt heraus. Die kleinen, gelblichen Erbsen müssen vor dem Kochen eine Nacht in Wasser aufweichen, dann lässt sich ihr volles Potenzial ausschöpfen.

Kichererbsen: So viel Protein liefert die Hülsenfrucht

Kichererbsen spielen besonders in Indien, Südeuropa, Afrika und vielen arabischen Ländern eine bedeutende Rolle als Grundnahrungsmittel. Ihren Ursprung haben sie wahrscheinlich in Vorderasien, wo Menschen sie bereits vor 8.000 Jahren kultivierten. Heutzutage bauen vor allem Länder wie Spanien, Türkei, Indien und Pakistan die leckeren Hülsenfrüchte an. Da die Kichererbse besonders gut Trockenperioden übersteht, ist sie recht anspruchslos und wächst in einigen warmen Gegenden bis heute noch als Wildform. Im Garten wachsen sie unter bestimmten Bedingungen auch.

Auch wenn ihr Name etwas anderes vermittel, wer die Kichererbse isst, fängt nicht plötzlich an zu kichern. Vielmehr kommt die Bezeichnung laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) vom lateinischen „Cicer“, was Erbse bedeutet. Streng genommen heißt die Kichererbse also Erbseerbse. Die Kichererbse hat einen leicht nussigen Geschmack und ist besonders von Gerichten und Dips wie Hummus, Falaffeln und Shawarma bekannt.

Kichererbsen: Das steckt in den kleinen Erbsen

Die Hülsenfrüchte sind hierzuladen besonders beliebt, da sie kein Fett enthalten, dafür aber viele Vitamine, Mineralstoffe, Eisen und eine besonders große Menge Protein. Wer viel pflanzliches Eiweiß zu sich nimmt, hat laut wissenschaftlicher Studien ein geringeres Sterberisiko als beim Verzehr von tierischem Eiweiß*. Das macht sie auch für Vegetarier interessant. Ganze 20 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm liefern Kichererbsen, was sie zu einer wertvollen pflanzlichen Proteinquelle macht. Eiweiß benötigt der Körper beispielsweise, um die Zellen gut zu versorgen.

Auch bei den Mineralstoffen sind Kichererbsen unschlagbar und treten mit Milch in Konkurrenz: Getrocknete Kichererbsen enthalten 124 Milligramm Kalzium pro 100 Gramm. Hinzu kommt noch, dass Kichererbsen besonders lange satt machen aufgrund der hohen Anzahl an Ballaststoffen. Wer also nicht viel Zeit zum Kochen hat und sich dennoch gesund ernähren will, sollte Kichererbsen öfter auf den Speiseplan schreiben.

Außerdem bringen Kichererbsen noch folgende Vorteile mit sich:

Kichererbsen haben also großes Potenzial und sollten oft zum Einsatz in der Küche kommen.

Kichererbsen: So bereiten Sie die Erbsen zu

Unterscheiden müssen Gärtnerinnen und Gärtner zwischen Kichererbsen aus der Dose, die bereits vorgekocht und sofort einsatzbereit sind. Und getrockneten Kichererbsen, die eine Nacht in Wasser ziehen müssen, damit sie in Speisen Platz finden können. In der Zeit saugen sie sich mit Wasser voll, werden weich und bekömmlich. Je nach Packungsanleitung müssen die Kichererbsen danach noch zwei Stunden in kochendes Wasser. Laut dem BZfE hilft das dabei, das Eiweiß Phasin zu zerstören, das zu Magen-Darm-Problemen führt und den Bitterstoff Sapin zu eliminieren. Wer also wenig Zeit hat, sollte besser zu Kichererbsen aus der Dose greifen.

Einige Ideen, wie Gartenfreunde Kichererbsen in der Küche verarbeiten können:

Geröstete Kichererbsen sind zudem ein perfekter gesunder Snack für zwischendurch*. Sie eignen sich auch als Salatbeilage oder als Shawarma-Zutat. *Merkur.de und 24vita.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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