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Neue Kennzeichnung von Milchprodukten: Das bedeuten die Farben

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Von: Franziska Irrgeher

Seit Januar 2022 wird nach und nach eine einheitliche Kennzeichnung für Milchprodukte eingeführt. Wir erklären Haltungsformen und dazugehörige Farben.

Düsseldorf – Milch von eigenen Kühen haben sicherlich nur die wenigsten, sogar Selbstversorger halten eher Hühner als Kühe und normalerweise würde von so einer Kuh auch nur wenig Milch übrig bleiben, denn der Großteil ginge an das Kalb. Wer daher Kuhmilch nutzen möchte, greift entweder auf frische Milch vom Bauernhof zurück oder kauft sie im Supermarkt. Für letztere gibt es nun eine neue Kennzeichnung, die etwas mehr Aufschluss über die Haltungsformen gibt. So sieht das Ganze aus.

Neue Kennzeichnung von Milchprodukten: Das bedeuten die Farben

Sicherlich ist Ihnen schon mal der sogenannte Nutri-Score auf Lebensmitteln aufgefallen, das sind die Buchstaben A bis E mit dazugehörigen Farben. Sie sagen grob aus, welche Nährwerte ein Produkt hat und sollen das Kaufen erleichtern. Seit Januar 2022 gibt es nun eine Neuerung, die Kuhmilch betrifft und Käufer über die Haltungsform näher aufklärt, für Fleisch gibt es das schon seit dem Jahr 2019. Laut der Verbraucherzentrale wollen teilnehmende Händler zunehmend Milchprodukte und Milch kennzeichnen.

Zu sehen ist ein Glas, in das Milch eingeschenkt wird vor einer schwarz-weißen Kuh (Symbolbild).
Bei Milchprodukten findet sich künftig meist die Haltungsform auf der Verpackung (Symbolbild). © Shotshop/Imago

Wie diverse Quellen berichten, wollen große Lebensmittelhändler dieses Jahr nach und nach die Haltungsformen kennzeichnen, begonnen wird oft bei Eigenmarken. Es kann also durchaus sein, dass Sie nicht überall diese Labels entdecken. Das Ganze ist keine Pflicht, aber durchaus ein guter Schritt der Verkäufer hin zu mehr Transparenz. Gekennzeichnet werden fortan wie auch bei Fleisch die vier Haltungsformen, denen jeweils auch Farben zugewiesen sind. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Eierkennzeichnung nach Schulnotensystem erfolgt, die der Haltungsform dagegen umgekehrt.

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Das bedeuten die Haltungsformen und Farben:

Wer sich über all das im Detail informieren will, findet alle Informationen auf der Website Haltungsform.

Wie so oft entscheidet auf lange Sicht der Käufer. Idealerweise sehen Sie sich die Tiere mal vor Ort an und wer keine Haltungsform findet, die er unterstützen will, kann zudem auf eine riesige Auswahl an pflanzlichen Milch-Alternativen zurückgreifen. Auch der Veganuary bietet das ganze Jahr über immer wieder Informationen zum Tierwohl.

In jedem Fall ist der Schritt hin zur Kennzeichnung ein guter, der noch mehr Transparenz bringen dürfte.

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