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Fünf Dinge, die Sie über Kapern wissen sollten

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Von: Ines Alms

Was genau sind eigentlich Kapern? Und sind sie gesund? Es gibt auf jeden Fall gute Argumente und wichtige Tipps für ihren Einsatz in der Küche.

Königsberger Klopse und das Kalbfleischgericht Vitello tonnato sind ohne Kapern undenkbar. Der Geschmack der kleinen salzigen Kugeln erinnert an grüne Oliven und ist für viele erstmal gewöhnungsbedürftig. Doch wer einmal Gefallen an ihnen gefunden hat, mag sie in der Küche nicht mehr missen, ob für Saucen oder wie saure Gürkchen als würziges Topping. Hier kommen ein paar Tipps zu ihrer Verwendung und den Unterschieden von Kapern und Kapernäpfeln.

Kapern: Fünf Dinge, die Sie über die salzigen Knospen wissen sollten

Frische Kapernknospen und Zweige vom Kapernstrauch
Kapern sind die unreifen Blütenknospen des Kapernstrauchs. © Panthermedia/Imago

Kapern sind die unreifen, grünen Blütenknospen des oft dornigen Kapernstrauchs (Capparis spinosa), der wild im Mittelmeerraum, in Teilen Asiens und Australiens wächst. Nach dem Pflücken werden die zunächst bitteren Knospen in Salz oder in Salzlake eingelegt, oft mit Wasser, Salz und einer Säurequelle wie Essig. Diese Fermentation macht sie länger – bis zu 18 Monate – haltbar und fördert ihren charakteristischen, kräftigen Geschmack.

Wenn man die Kapernblüte etwas länger am Strauch zur Frucht wachsen und reifen lässt, wird sie zur Kapernbeere bzw. zum Kapernapfel, weiß das Magazin Better Homes & Gardens. Diese erkennt man im Handel an ihrer Olivengröße und ihrem langen Stiel. Im Inneren findet man winzige, weiche Kerne, wie bei der Kiwi.

Die Kaperngröße macht den Unterschied

Hier kommen fünf weitere wissenswerte Dinge über Kapern:

  1. Je kleiner die Kapern oder Kapernäpfel sind, desto feiner und aromatischer ist ihr Geschmack. Kapern guter Qualität haben fest verschlossene Knospen und eine und bläulichgrüne bis olive Färbung.
  2. Nach dem Öffnen sollten Kapern in Lake stets mit Flüssigkeit bedeckt sein, ohne dass man Essig oder Öl nachgießt.
  3. In Salz eingelegte Kapern sollte man vor der Verwendung mit Wasser abspülen.
  4. Geben Sie die Kapern immer erst am Ende der Garzeit hinzu, beispielsweise beim Kapern-Klassiker Pasta Puttanesca. Sonst verlieren sie ihr Aroma, rät Udo Pollmer im Deutschlandfunk Kultur.
  5. Forscher der Universität Palermo haben herausgefunden, dass Kapern mit ihren antioxidativen Eigenschaften Krebs und Herzkrankheiten vorbeugen sollen. Insbesondere bei einer Ernährung, die reich an rotem Fleisch und Fett ist, berichtet die Pharmazeutische Zeitung.

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Lässt man die Kapern am Strauch voll auswachsen und sich entfalten, zeigen sich sehr attraktive weiß-violette Blüten, die an Passionsblumen erinnern. Die Pflanze lässt sich an einem sonnigen Platz auf der Terrasse oder am Balkon auch in Deutschland anbauen.

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