Braunes Gold

Kakao: So schützt Sie das braune Pulver vor Krankheiten

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Richtiger Kakao bekämpft Entzündungen im Körper und macht wacher. Doch die meisten Trinkpulver enthalten dafür zu wenig reines Kakaopulver und zu viel Zucker.

Erlangen – Die Maya sind wie kaum ein anderes Volk auf der Erde mit der Herstellung von Kakao verbunden. Sie waren es, denen es gelang, aus dem Extrakt der Kakao-Bohne ein wohlschmeckendes, schokoladiges Getränk herzustellen und dank ihnen gelangte es bald auch nach Europa. Bis heute trinken wir das braune Gold gerne. Und das ist auch gut so, denn es beherbergt wertvolle Inhaltsstoffe.

Kakao: Das müssen Sie über das braune Pulver wissen

Die Namen braunes oder schwarzes Gold trägt die Kakao-Pflanze nicht umsonst, denn schon bei den Azteken war sie so wertvoll, dass häufiger auch mit Kakao statt Gold gehandelt wurde. Auch heutzutage sind Kakaobohnen ein wertvolles Gut, denn die Gewinnung des braunen Pulvers ist aufwendig.

Ein Kakaobaum wächst laut der Bundeszentrale für Ernährung in tropischen Gebieten Nahe des Äquators, ähnlich wie die Ölpalme. Ein Baum bringt einen groben Ernteertrag von 20 bis 50 Kakaobohnen. Diese ernten die Arbeiter und Arbeiterinnen alle händisch. Sie öffnen die Bohnen und lösen das Fruchtfleisch sowie die Samen heraus. Beim Fermentieren, das mehrere Tage dauert, lagern sich in Fleisch und Samen dann freigesetzte Substanzen ab, die beim späteren Rösten den typischen Schokoladengeschmack verursachen. Bevor es zur Röstung kommt, müssen die Bohnen jedoch erst im Sonnenlicht trocknen. Danach haben sie einen sehr geringen Feuchtigkeitsgehalt und sind bereit für die Röstung. Haben sie diese absolviert, entfernen Maschinen gezielt die Schale der Samen. Daraufhin zerkleinern sie die Samen und mahlen das Roh-Kakaopulver.

Beim Mahlen der Samen schmilzt das enthaltene Fett, welche auch den Namen Kakaobutter trägt, wodurch die Kakaomasse entsteht. Diese Kakaomasse ist der Grundstein für jede Tafel Schokolade, die wir ab und an verputzen. Entölt der Hersteller sie hydraulisch, erhält er einen Presskuchen, den er später zu klassischem Kakaopulver verarbeiten kann.

Kakao: Diese Kakaosorten gibt es

Wichtig für Verbraucher ist es, zu wissen, dass das normale Kakaopulver, das wir in Milch auflösen, offiziell gar nicht mehr zu den Kakaoerzeugnissen zählt. Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zählt das Getränkepulver aufgrund seines hohen Zuckeranteils von 80 Prozent zu den Zuckerwaren. Unterscheiden lassen sich laut der deutschen Verordnung über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse vier Kakaosorten:

  • Ungezuckerte Sorten: Dazu zählt zum einen schwach entölter Kakao mit einem Anteil von mindestens 20 Prozent Kakaobutter und zum anderen fettarmes Kakaopulver, das weniger als 20 Prozent Kakaobutteranteil hat.
  • Gezuckerte Sorten: Dabei unterscheiden Expertinnen und Experten zwischen Schokoladenpulver, das aus mindestens 32 Prozent Kakaopulver und verschiedenen Zuckerarten besteht, und Trinkschokoladenpulver, welches mindestens 25 Prozent Kakaopulver gemischt mit Zuckerarten enthält.

Wer also mit Kakaopulver backen oder kochen möchte, sollte auf den Anteil des enthaltenen Kakaopulvers achten. Nur wenn genug reines Kakaopulver enthalten ist, zählt es auch tatsächlich als Kakaoerzeugnis. Positiver Nebeneffekt ist, dass wir dann auch mehr von den guten Eigenschaften des Kakaos profitieren.

Kakao: Deshalb ist er so gesund

Kakao treibt uns an, denn er hat eine vitalisierende Wirkung auf den Körper. Es regt unser Denkvermögen an, denn Gartenfreunde, die regelmäßig Kakao trinken, haben ein besser durchblutetes Gehirn. Daneben unterstützt er unser Immunsystem, denn die in ihm enthaltenen Pflanzenfarbstoffe wirken entzündungshemmend. Auf der Suche nach schützenden Lebensmitteln vor dem Coronavirus untersuchten Forscherinnen und Forscher sogar die Wirkung von Kakaopulver auf die Viren*. Auch für Diabetiker kann Kakaopulver interessant sein, denn es stabilisiert den Blutzucker. Daneben ist in Kakaopulver eine Menge Magnesium enthalten, das uns bei der Entspannung hilft. Auch die Anzahl der Ballaststoffe ist nicht gering.

Vor dem Kauf sollten Gartenfreunde jedoch die CO2-Bilanz des Kakaos bedenken. Denn Kakaos ist zwar ganzjährig zu erhalten, kommt aber von weit weg und gehört nicht zu den regionalen Nahrungsmitteln in Deutschland. Beim Kauf hilft es also, auf wegweisende Lebensmittel-Siegel zu achten und auch Alternativen wie das Fruchtmark der Johannisbrotbaumschoten, auch Carbo genannt, in Betracht zu ziehen. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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