1. 24garten
  2. Gesund ernähren

Holunderbeeren: So ernten und verarbeiten Sie die dunklen Früchte

Erstellt:

Von: Franziska Irrgeher

Im Herbst geht die Erntezeit von Holunderbeeren in die letzte Runde. Die leckeren, dunklen Früchte müssen dann richtig zubereitet werden, denn roh sind sie giftig.

München – Der Herbst ist die Zeit der Ernte, danach kommt erst mal der Winter und mit ihm eine karge Zeit. Während sich beispielsweise Gemüse auch im Winter aus dem beheizten Gewächshaus ernten lässt, gibt es manche Früchte nur ein Mal im Jahr frisch. So auch die Holunderbeeren. Pflanzenfans sollten daher schnell sein und leckere Dinge daraus herstellen.

Holunderbeeren: So ernten und verarbeiten Sie die leckeren Früchte

Holunderbeeren tragen je nach Region auch den verwirrenden Namen Fliederbeeren. Noch vor den Beeren bietet der Holunder uns oder eher den Insekten seine Blüten an. Auch die lassen sich ernten und zu leckeren Holunderküchlein verarbeiten. Weitaus interessanter sind für die meisten aber die Beeren, denn die Verwendungsmöglichkeiten dafür sind vielfältig, und Holunderbeeren sind sehr gesund.

Zu sehen sind reife Holunderbeeren in einer Holzschale auf einem Tisch, dahinter eine Flasche Holunderbeersaft (Symbolbild).
Holunderbeeren ergeben auch einen tollen Saft (Symbolbild). © Westend61/Imago

Heißer Holunder ist noch heute ein toller Tee gegen Erkältung, die Pflanze wird schon lange als Heilpflanze genutzt. Neben den wertvollen Blüten haben auch die Beeren gesunde Inhaltsstoffe wie Kalium, Eisen, Folsäure, viel Vitamin C und Anthocyane. Die sollen vor allem entzündungshemmend wirken. Doch nicht nur gegen Erkältungen ist Holundersaft gut, er schmeckt auch lecker.

Holunderbeeren: Erntezeit und Methode

Holunder kann meist ab August oder Anfang September geerntet werden, die Erntezeit erstreckt sich bis in den September oder gar Oktober. Sie benötigen zum Ernten von Holunderbeeren Folgendes:

Ernten Sie dann aber nur komplett dunkle Beeren (Ausnahme Roter Holunder). Sind rote Exemplare dabei, werden diese entsorgt, da sie giftig sind. Anstatt die einzelnen Beeren abzupflücken, schneiden Sie die gesamte Dolde ab, wie Sie es auch bei der Blütenernte tun würden.

Wichtig: Wer nicht im eigenen Garten erntet, muss sich sicher sein, dass es Schwarzer Holunder ist. Ihm ähnlich sieht der Zwergholunder (Attich), dessen Beeren bleiben aber selbst nach dem Kochen giftig.

Vor der Zubereitung sollten die Beeren dann gewaschen und abgepflückt werden. Wer die Holunderbeeren nicht direkt nutzen kann, kann sie auch wunderbar roh einfrieren.

Holunderbeeren: Zubereitungsarten

Danach geht es mit der Ernte ab nach Hause, denn roh sind Holunderbeeren leicht giftig. Die Beeren sollten daher nie roh gegessen werden. Aus Holunderbeeren lassen sich dann aber viele leckere Dinge machen. Das Beste daran: Produkte aus Holunderbeeren sind aufgrund der Zubereitungsmethoden oft lange haltbar, sodass der Beerengenuss bis in den frühen Winter anhält.

Folgendes kann aus Holunderbeeren gemacht werden:

Zudem können Sie natürlich damit backen. Etwa Holunderkuchen mit Rahmguss oder Holundermuffins. Auch Holunderküchlein lassen sich mit Beeren zubereiten.

Bei all dem sollten Sie aber nicht vergessen: Auch Vögel mögen Holunderbeeren. Idealerweise bleiben also einige Beeren hängen.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant