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Hagebutten-Tee: So pusht das heiße Getränk im Herbst Ihr Immunsystem

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein Holztisch, auf dem eine Glasteekanne und eine Glasteetasse steht, die beide mit einer rötlichen Flüssigkeit gefüllt sind. Daneben liegt ein umgekippter Holzkorb, aus dem viele rote Hagebutten fallen (Symbolbild).
Hagebutten-Tee enthält viel Vitamin C (Symbolbild). © rawlik/Imago

Hagebutten-Tee liefert dem Körper eine Menge Vitamin C. Ihn selbst zu machen ist nicht schwer, denn Hagebutten sind allmählich reif.

Bonn – Hagebutten spielen beim Anpflanzen einer Rosenhecke am Anfang meist eine untergestellte Rolle. Doch kommt der Herbst und schwinden die Rosenblüten, übernehmen die roten, kleinen Beeren eine wichtige Funktion. Denn sie sind nicht nur eine gute Nahrungsquelle für Vögel und andere Wildtiere, sie liefern auch Gärtnerinnen und Gärtnern wichtige Vitamine und sind Grundlage für leckeren, selbst gemachten Tee.

Hagebutten-Tee: So bereiten Sie das gesunde Getränk aus den kleinen Früchten zu

Beeren aus dem eigenen Garten haben im Spätsommer und Herbst Hochsaison. Dann heißt es: raus in die Natur und den Sammelkorb nicht vergessen. Denn sicher ist: Frische Beeren aus dem Garten werden sicherlich nicht vom Hersteller zurückgerufen*. Doch neben Sanddornbeeren, Berberitze-Früchten oder Kornelkirschen fallen die kleinen, roten Hagebutten der Wild- und Heckenrosen manchmal gar nicht auf und Gartenfreunde vergessen sie. Ein Fehler, denn in den Hagebutten stecken wahre Wunderkräfte.

Hagebutten kommen laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zum Beispiel an der Kartoffelrose oder der Hundsrose (Rosa canina) vor. Die Pflanzen brauchen einen sonnigen Standort auf einem nährstoffreichen Boden und sind besonders häufig auch in öffentlichen Parkanlagen oder an Grünstreifen zu entdecken. Ähnlich wie Erdbeeren sind Hagebutten laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sogenannte Scheinfrüchte. Das bedeutet, dass die Hagebutte im Inneren kleine Nüsschen enthält, die wiederum mit kleinen Borsten bestückt sind. Die Borsten lösen Juckreiz aus, weswegen sie in den meisten Rezepten mit Hagebutten weichen müssen.

In der Regel sind die Früchte reif, wenn sie sich gut pflücken lassen und auf Druck hin leicht nachgeben. Wer etwas länger mit der Ernte wartet, hat zwar weniger pralle Früchte, darf aber einen süßeren Geschmack erwarten. Denn ähnlich wie bei der Schlehe, macht erst der erste Frost im Spätherbst Hagebutten auch roh genießbar. Laut dem BZfE steckt in den Früchten eine Menge Power, die sich auch Gartenfans zunutze machen können. So enthalten Hagebutten zum Beispiel:

Besonders das Vitamin C hilft im Winter dabei, Erkältungen abzuwehren und gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Neben diesem rohen, kleinen Snack lädt die Hagebutte aber auch dazu ein, Marmelade einzukochen, Mus herzustellen oder Tee zuzubereiten.

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Hagebutten-Tee: Anleitung für die Zubereitung

Gärtnerinnen und Gärtner, die ab September die leckeren Früchte an ihren Rosensträuchern entdecken, können sie sich also auf vielfältige Art und Weise zunutze machen. Zu den beliebtesten zählt sicherlich auch die Zubereitung von Hagebutten-Tee. Der lässt sich leicht selbst machen und konserviert den Herbst-Geschmack den ganzen Winter über.

Der erste Schritt zum eigenen Hagebutten-Tee besteht darin, die Früchte zu waschen und die Blütenansätze sowie Stiel zu entfernen. Dann geht es ans Trocknen. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) lassen sich kleinere Hagebutten gut am Stück trocknen, größere Früchte müssen Gärtnerinnen und Gärtner aufschneiden, entkernen und in zwei Hälften trocknen lassen. Ob die Kerne beziehungsweise Nüsschen in den Hagebutten bleiben, liegt letztlich im eigenen Ermessen. Sie in der Frucht zu behalten, lohnt sich beispielsweise aufgrund ihres natürlichen Vanille-Aromas.

Die Hagebutten kommen zum Trocknen auf ein atmungsaktives Material und verbringen dann einige Zeit an einem trockenen, warmen und dunklen Ort. In den Ofen müssen sie nicht, da sie dort zu viele ihrer wichtigen Vitamine verlieren. Sind die Früchte getrocknet, lassen sie sich wunderbar als Tee aufgießen. Das Ganze muss etwa zehn Minuten ziehen, dann ist der Tee fertig. Ebenfalls möglich ist ein Tee nur aus den inneren Kernen oder Nüsschen der Hagebutten. Das bedeutet allerdings auch mehr Feinarbeit, da die Kerne alle aus den Früchten geholt werden müssen. Leckere Ergänzungen sind beispielsweise Ingwerschalen, Minze oder Honig. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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