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Giftstoffe in Zucchini: Deswegen kann der Verzehr im schlimmsten Fall tödlich sein

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Von: Anna Katharina Küsters

Giftige Zucchini kommen vor allem im eigenen Gemüsebeet vor. Das hat verschiedene Ursachen, lässt sich mit dem richtigen Saatgut aber gut in den Griff kriegen.

Bonn – Es gibt kaum etwas Schöneres, als vor dem eigenen Gemüsebeet zu stehen und die reiche Ernte abzupflücken, um sie dann in der Küche zu verarbeiten. Der Stolz, die Pflanzen so gut umsorgt zu haben, dass ihre Früchte es zur vollen Reife gebracht haben, ist dann groß. Doch in der Küche wartet manchmal eine böse Überraschung, zum Beispiel bei Zucchini. Die sind aus eigener Aufzucht nämlich teils hochgiftig und ungenießbar. Der hohe Anteil an Giftstoffen in den Zucchini kann mehrere Ursachen haben.

Giftstoffe in Zucchini: Ab diesem Zeitpunkt dürfen Sie das Gemüse nicht mehr essen

In der Regel sind Zucchini gute Pflanzen fürs Gemüsebeet – vor allem für Anfänger in Sachen Pflanzen. Sobald sie einen sonnigen bis halbschattigen Platz bekommen haben und ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind, kann kaum noch etwas schiefgehen. Wachsen gleich mehrere Zucchini nebeneinander, ist die Bestäubungsrate direkt deutlich höher und die Pflanze blüht besser. Denn Zucchini sind zwar einhäusig, haben also männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze, doch die Chance auf eine reiche Ernte erhöht sich mit mehreren Zucchinipflanzen in einem Beet.

Wenn es gut läuft, lässt sich das Gemüse so bis zum ersten Frost immer wieder von Neuem ernten. Die zu den Kürbisgewächsen zählende Pflanze breitet sich während des Sommers breitflächig aus, weswegen die Samen im Frühsommer mit ausreichend Platz zwischen einander ins Beet sollten. Zwei Meter Abstand bis zur nächsten Pflanze sollten Gartenfreunde der Zucchini schenken.

Stimmt also alles in der Aufzucht der Pflanzen, verwundert es Gärtnerinnen und Gärtner doch, wenn die Zucchini dennoch bitter und ungenießbar schmeckt. Ein untrügliches Zeichen, dass die Zucchini zu viele Giftstoffe entwickelt hat und auf den Kompost oder in den Restmüll gehört. Dieser Giftstoff heißt Cucurbitacin. Essen Menschen Cucurbitacin, wird ihnen schlecht, sie bekommen Kreislaufprobleme und im allerschlimmsten Fall sterben sie.

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Zu sehen ist ein Holztisch, auf dem eine halb aufgeschnittene Zucchini liegt (Symbolbild).
Selbst kultivierte Zucchini können giftig sein (Symbolbild). © CSP_lindavostrovska/Imago

Giftstoffe in Zucchini: So vermeiden Sie die Bildung von Cucurbitacin

Kaufen Gartenfans Zucchini im Supermarkt, müssen sie sich keine Sorgen machen. Aus den dort verkauften Sorten sind die Cucurbitacine laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) größtenteils herausgezüchtet. Die Zucchini lassen sich also ohne Bedenken essen oder einfrieren. Problematischer wird es bei eigens kultivierten Zucchini. Dass eine Zucchini mit Giftstoffen belastet ist, sehen Gartenfans ihr leider von außen nicht an. Deswegen gilt: immer ein kleines Stück roh probieren vor dem Kochen! Ist der Cucurbitacin-Anteil zu groß, schmeckt die Zucchini bitter und ungenießbar.

Ursache für den hohen Giftanteil in der Zucchini gibt es laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) mehrere, wie etwa:

Es lässt sich also verhindern, dass später alle kultivierten Zucchini auf dem Kompost landen müssen. Wichtig zu wissen ist, dass die Giftstoffe in Zucchini auch beim Kochen nicht verschwinden. Das Gemüse zu erhitzen macht es also nicht ungiftig. Zudem lohnt es sich, die noch nicht abgefallenen Blüten am Ende der Erntezeit abzuzwicken. So verhindern Gartenfreunde die Bildung von Grauschimmel*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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