Zu sehen ist eine Hand, in der mehrere Heidelbeeren liegen (Symbolbild).
+
Heidelbeeren haben einen relativ geringen Furchtzuckergehalt (Symbolbild).

Lösungen aus dem Garten

Fructoseintoleranz: Dieses Obst können Sie trotz Ihrer Unverträglichkeit essen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
    schließen

Bei einer Fructoseintoleranz vertragen Menschen keinen Fruchtzucker. Es gibt aber ein paar verträgliche Obstsorten, die Gartenfreunde selbst anbauen und ernten können.

Berlin – Viel und regelmäßig Obst zu essen, ist wichtig für das Immunsystem und allgemeine Wohlbefinden. Jedoch verträgt nicht jeder Mensch Fruchtzucker gleich gut. Einige leiden an Fructoseintoleranz, sodass sie auf Obst und Gemüse größtenteils verzichten müssen. Im Garten wächst aber auch Obst, das weniger Fruchtzucker enthält. In kleinen Portionen und nach vorsichtigem Testen können so auch Menschen mit Fructoseintoleranz den Genuss von Obst und Gemüse kommen.

Obst bei Fructoseintoleranz: Das können Sie trotz Ihrer Erkrankung essen

Leidet ein Mensch an Fructoseintoleranz, kann sein Körper Fruchtzucker nicht richtig verarbeiten. Diese Krankheit kann sowohl angeboren sein, als sich auch im Laufe der Jahre gebildet haben. Bei der angeborenen Variante sprechen Experten von hereditärer Fructoseintoleranz, bei der erworbenen von einer Fructose-Malabsorption.

Laut der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) gelangt der Körper bei der angeborenen Fructoseintoleranz in Bedrängnis, da der Fruchtzucker aufgrund eines Enzymmangels nicht gespalten wird. Diese eher seltene Krankheit löst bei den Betroffenen Unterzuckerung, Schwindel, Durchfall und Erbrechen aus. (Mineralstoffmangel: Diese Lebensmittel aus dem Garten helfen)

Häufiger ist die Fructose-Malabsorption. Der Darm kann dabei den Fruchtzucker nicht gut verarbeiten, da ein Transportprotein fehlt. Statt zu einer Verarbeitung im Darm kommt es zu einem Gärungsprozess. Aufgrund dessen entstehen Gase im Darm, die zu einem aufgeblähten Bauch, Durchfall und Bauchkrämpfen führen.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Arten der Krankheit ist wichtig. Denn bei einer angeborenen Fructoseintoleranz dürfen Betroffene ihr Leben lang keinen Fruchtzucker zu sich nehmen. Bei der Fructose-Malabsorption hingegen kann mit einer gezielten Diät der darunter leidende Mensch seinen Körper gezielt dazu bringen, kleine Mengen an Fruchtzucker dauerhaft wieder zu vertragen.

Obst bei Fructoseintoleranz: Das hält der Garten für Betroffene bereit

Wer bei sich selbst eine Fructoseintoleranz vermutet, sollte das immer mit seinem behandelnden Arzt oder Ärztin abklären. Mit einem Atemtest lässt sich die Intoleranz gut feststellen. Bei einer Fructose-Malabsorption ist es sogar teils schädlich, auf jeglichen Fruchtzucker zu verzichten, da sich der Körper so ganz entwöhnt und sich die Transportproteine weiter zurückbilden. Ist nach Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt eine Diät sinnvoll, hilft ein Überblick über Obst und Gemüse mit niedrigem Fruchtzuckergehalt. (Himbeeren zurückschneiden: So gehen Sie im Herbst vor)

Und das gibt es auch im Garten. Wichtig dabei ist, dass das Obst und Gemüse immer frisch auf den Tisch kommt und nicht in getrockneter Form. Bei getrocknetem Obst steigt nämlich der Fruchtzuckergehalt. Folgendes Essen aus dem Garten bietet sich auch laut 24vita.de* für Menschen mit einer Fructose-Malabsorption an:

Herbst-Himbeeren4,5 Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm
Rhabarber1 Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm
Kaktusfeige7 Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm
Heidelbeeren6 Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm
Brombeeren5 Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Es ist Sonntag und normalerweise gibt es Brötchen vom Dorfbäcker. Heute hatte ich darauf aber keine Lust, sondern wollte etwas von den tollen Kakis essen, die ich gestern ergattern konnte. Also gab es Cranberry-Porridge mit etwas Traubenzucker, Kaki und Heidelbeeren. Dazu ein bisschen vom selbst gemachten Granola. Bitte beachtet eure individuelle Toleranzschwelle 😘 #ernaehrungsberatung #foodcoach #ernaehrungsberater #ernaehrungsberaterin #foodblog #foodbloggerin #foodblogger #rezept #lowhistamine #histaminarm #histaminintoleranz #histamin #fructose #fructosemalabsorption #fructoseintoleranz #fructosearm #glutenfrei #glutenfreierezepte #weizenfrei #essen #histaminhexe #sojafrei #eifrei #hefefrei #laktosefrei #teamfoodfoodies

Ein Beitrag geteilt von Histaminhexe (@histamin_hexe) am

Herbst-Himbeeren sowie Heidelbeeren und Brombeeren lassen sich auch bis in den späten Oktober bei milden Temperaturen noch ernten. Rhabarber ist besonders winterhart und kann bei richtiger Pflege sogar das ganze Jahr über im Erntekorb landen. Und auch die Kaktusfeige kann je nach Art noch im Herbst frische Früchte tragen. So zeigt sich, dass auch im Herbst noch geeignetes Obst für Menschen mit einer Fructose-Malabsorption im Garten bereitsteht.

Im Sommer ist die Auswahl sogar noch etwas größer, da dann zum Beispiel noch Erdbeeren, Melonen und Zitronen hinzukommen. Wichtig ist jedoch, dass jeder Betroffene zuerst die Verträglichkeit selbst testet. Wie viel ein Mensch mit Fructose-Malabsorption zu sich nehmen kann, ist immer unterschiedlich. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Kommentare