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Zuckerersatz: Das sind die gesündesten 5 Alternativen

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Von: Stephanie Drewing

Wer gesünder leben möchte, greift zum Süßen auf Zuckerersatz wie Honig, Stevia, Xylit oder anderen Alternativen zum raffinierten Kristallzucker.

München – Im Schnitt verbraucht jeder Deutsche etwa 34 Kilogramm Zucker im Jahr, dabei empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur bis zu 18 Kilogramm Zucker im Jahr. Pro Tag wären das 50 Gramm. Oder 15 Zuckerwürfel. Diese Grenze ist im Alltag schnell erreicht.

Zuckerersatz: Das sind die gesündesten 5 Alternativen

Denn auch wer beim Backen und Kochen auf zusätzliche Süße verzichtet, nimmt über Getränke oder Fertiggerichte viel Zucker aus versteckten Zuckerbomben* auf. Eine zuckerfreie Ernährung ist nicht immer einfach, da Zucker meist nicht in den Inhaltsstoffen aufgeführt wird. Auf diesen Auflistungen stehen dann Begriffe wie Saccharose, Glukose oder Fruktose. Das sind aber Namen für verschiedene Zucker-Sorten.

Zucker-Alternativen sind:

Zuckerersatz: Xylit und Birkenzucker

Xylit wurde früher aus der Rinde von Birken hergestellt. Heute werden für die Herstellung meist Stroh, Getreidekleie oder leere Maiskolben („Maisspindel“) genutzt. Xylit hat 40 Prozent weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker, schmeckt und süßt aber ähnlich wie das Original. Xylit beugt sogar Karies vor und wird deswegen häufig auch für Zahnpasta verwendet.

Leider verträgt sich der Süßstoff nicht mit frischer Hefe und kann deshalb nicht als Zuckerersatz in Hefegebäck genutzt werden. In größeren Mengen wirkt es abführend.

Zuckerersatz: Sorbit

Sorbit ist ein weißes Pulver und wird unter Einsatz von Enzymen aus Glukose (Traubenzucker) gewonnen. Sorbit hat nur 60 Prozent des Kaloriengehalts von herkömmlichen Zucker, süßt aber nur etwa halb so intensiv. In Diabetiker-Lebensmitteln wird dieser Süßstoff häufig verwendet, da es vom menschlichen Körper auch ohne Insulin abgebaut werden kann.

Ähnlich wie Xylit wirkt auch Sorbit abführend, wenn man es in größeren Mengen isst.

Zuckerersatz: Stevia

Stevia ist ein weißes Pulver und wird aus den Blättern der Stevia rebaudiana Pflanze in einem aufwendigen Verfahren gewonnen. Daher ist die Öko-Bilanz für diesen Zuckerersatz relativ schlecht. Stevia süßt sehr intensiv und ist daher schwierig zu dosieren, da es etwa 300 Mal so süß ist wie herkömmlicher Zucker. Es gibt den Lebensmitteln einen leicht bitteren Nachgeschmack. Positiv ist, dass Stevia keine Kalorien hat und auch keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel nimmt. Allerdings kann Stevia nicht zum Backen verwendet werden.

Zuckerersatz: Erythrit

Erythrit wird durch Fermentation von Glukose oder Saccharose aus heimischen Mais oder Pilzen gewonnen. Der Süßstoff hat kaum Kalorien und beeinflusst auch den Blutzuckerspiegel nicht, weshalb Erythrit sich in der Ernährung für Diabetiker und bei Fructoseintoleranz anbietet. Erythrit hat nur 70 Prozent der Süßkraft von Haushaltszucker, was jedoch durch höhere Dosierung ausgeglichen werden kann. Positiv ist, dass Erythrit sich zum Backen eignet und auch mit einem Bio-Siegel erhältlich ist.

Zuckerersatz: Honig

Honig hat ähnlich viele Kalorien wie Zucker, aber enthält zusätzlich noch Antioxidantien und Nährstoffe – zum Beispiel Vitamin B und C, Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium. Noch dazu wirkt Honig antibakteriell und entzündungshemmend. Honig ist ein Naturprodukt und eignet sich zum Süßen von Backwaren, Desserts und auch im Tee. Zum Kochen eignet sich Honig aber nicht, da beim Erhitzen wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen.

Neben diesen vorgestellten Zuckerersätzen kann auch Agavendicksaft, Reissirup, Ahornsirup oder auch Trockenfrüchte wie Dattel eine passende Alternative zum Süßen sein. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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