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Yuzu-Frucht: Deswegen macht der Pflanze Frost nichts aus

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein Yuzu-Baum, der behangen ist mit reifen Yuzu-Früchten in knallgelber Farbe (Symbolbild).
Die Yuzu-Frucht enthält viel Vitamin C (Symbolbild). © IMAGO / agefotostock

Im Reich der Zitruspflanzen gilt die Yuzu-Pflanze als Wunderwaffe, denn sie ist kälteunempfindlich. Ihre Früchte erinnern an eine Mischung aus Zitrone und Mandarine.

München – Beim ersten Blick fällt ein Unterschied zur Zitrone kaum auf. Vielleicht denken Gartenfreunde noch, sie haben ein recht verschrumpeltes Zitronen-Exemplar vor sich. Ansonsten ähneln sich die Yuzu-Frucht und die Zitrone jedoch äußerlich sehr. Dennoch gibt es ein paar entscheidende Unterschiede. Besonders das Innenleben der Frucht macht sie für den Gebrauch in der Küche interessant.

Yuzu-Frucht: Das steckt in dem chinesischen Superfood

Der Yuzu-Baum hat bereits eine lange Geschichte. In China kultivieren ihn die Menschen bereits seit über 2.000 Jahren und gewinnen aus ihm seine leckeren Früchte sowie gutes Holz. Die Pflanzenart gehört zur Gattung der Zitruspflanzen und zur Familie der Rautengewächse. Sein botanischer Name Citrus × junos erklärt den Ursprung der Pflanze, denn Expertinnen und Experten vermuten, dass der Yuzu-Baum ein Hybride aus der Ichang-Zitrone und der Mandarine ist. Die Pflanze ist nicht nur als Zierpflanze beliebt, sondern auch aufgrund ihrer besonderen Früchte.

Der Yuzu-Baum lässt sich als Baum, aber auch eine Nummer kleiner als Strauch anpflanzen. Eine Höhe von drei Metern ist jedoch das Maximum für die Yuzu. Die immergrüne Zitruspflanze wehrt sich gegen Feinde mit langen, spitzen Dornen, die auch die Pflege des Baums für Gartenfreunde etwas erschwert. Jedoch hat die immergrüne Pflanze ihren Verwandten wie Zitronenbaum und Mandarinenbaum etwas Entscheidendes voraus: Sie ist winterhart. Das bedeutet, dass sie kein extra hergerichtetes Winterquartier benötigt, sondern auch ohne Probleme im Gewächshaus oder an der Hauswand auf dem Balkon überwintern kann. Ein Vlies und eine mit Reisig abgedeckte Baumscheibe schützt vor Frostschäden.

Yuzu-Frucht: Das kann das leckere Obst

In der Zeit von Oktober bis Dezember sind die Früchte reif. Die am Ende der Erntesaison knallgelben Früchte haben einen für sie charakteristischen Nabel am Boden der Yuzu. Die Frucht hat im reifen Zustand eine Größe zwischen Mandarine und Zitrone, ähnlich groß wie ein Tennisball und hat eine schrumpelige Schale. Geschmacklich ist die Frucht eine Mischung aus vielen Zitrusfrüchten, es ist also ein bunter Mix aus bitter, sauer und süßlich. Je Frucht finden Gartenfreunde etwa 40 Samen vor. Besonders in asiatischen Ländern ist die Yuzu-Frucht aufgrund ihrer Inhaltsstoffe sehr beliebt. Sie liefert beispielsweise:

Hierzulande ist die Frucht frisch noch schwer zu bekommen, jedoch wächst der Anbau in Spanien, sodass in den kommenden Jahren mehr Yuzu-Früchte im Supermarkt auffindbar sein sollten. Wer stattdessen eine Zitrone kauft und aus ihr besonders viel Saft gewinnen will, sollte sie vor dem Auspressen 20 Sekunden erwärmen*. In Japan nutzen Menschen die Frucht beispielsweise, um ihre Gerichte mit den Yuzu-Aromen zu verfeinern, um daraus Tee zuzubereiten oder sogar um daraus eine Bade-Essenz zu kreieren.

Yuzu-Frucht: So gelingt der Anbau im eigenen Garten

Da die Früchte besonders frisch gut schmecken und die Nachfrage im Supermarkt nicht gedeckt ist, können Gartenfreunde die Pflanze auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen. Der Standort ist dabei jedoch entscheidend, denn die Pflanze ist zwar winterhart, wächst aber nur in Weinbauregionen richtig heran, wenn sie im Freien wachsen soll. Wächst die Pflanze in einem Kübel, sind Gärtnerinnen und Gärtner flexibler und können die Pflanze zur Not vor Frost schützen. Dabei sollte der Yuzu-Baum immer einen Sonnenplatz bekommen.

Staunässe verträgt die Pflanze überhaupt nicht, weswegen im Kübel eine Drainageschicht aus Blähton vorhanden sein sollte. Das Substrat sollte nährstoffreich sein und sein pH-Wert leicht ins Saure gehen. Gartenfreunde können das Substrat falls nötig auch mit Sand auflockern. Wichtig ist, dass Pflanzenfans im Sommer regelmäßig und ausgiebig gießen und die Pflanze mit Zitruspflanzen-Dünger versorgen. Bei Wassermangel zeigt der Yuzu-Baum Gartenfreunden sofort an, dass es ihm nicht gut geht. Denn dann biegen sich seine Blätter nach oben. Düngen ist nur in der Wachstumsphase nötig, in der Ruhephase im Winter braucht die Pflanze dahingehend keine Unterstützung. Ein leichter Rückschnitt ist bei einer jungen Pflanze zwischen Mai und September sinnvoll. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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