Handbrot oder Bratwurst?

Weihnachtsmarkt-Klassiker: So machen Sie die leckeren herzhaften Gerichte selbst

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Weihnachtsmärkte fallen dieses Jahr leider aus, aber das ist kein Grund, traurig zu sein. Denn herzhafte Weihnachtsmarkt-Klassiker lassen sich einfach selbst machen.

München – Auch wenn Weihnachtsmärkte dieses Jahr leider keine Option sind, muss die Weihnachtsstimmung nicht auf der Strecke bleiben. Machen Sie doch Klassiker vom Weihnachtsmarkt einfach selbst und verbringen Sie mit der Familie oder einem Freund einen gemütlichen Tag vor der Feuerschale oder drinnen in der warmen Wohnung.

Weihnachtsmarkt-Klassiker: So machen Sie die herzhaften Gerichte einfach selbst

Weihnachtsmärkte bieten neben tollem Schmuck für den Weihnachtsbaum – den Sie ebenfalls einfach selbst machen können – vor allem eins: Essen. Und das können Sie sich einfach nach Hause holen, denn mit Weihnachtsmarkt-Essen im eigenen Heim wird Weihnachten trotz Corona schön*. Wenn Sie die süßen Weihnachtsmarkt-Klassiker schon vorbereitet haben, geht es nun an die herzhaften Varianten. Einige davon gehen schnell und eignen sich auch perfekt fürs Grillen im Winter.

Weihnachtsmarkt-Klassiker: (Vegane) Bratwurst in der Semmel

Bratwurst, ob Nürnberger oder Käsekrainer, ist eines der beliebtesten Weihnachtsmarkt-Gerichte. Die heiße Wurst wärmt und macht satt, dank Semmel bleiben die Finger sauber und mit der richtigen Soße wird es besonders lecker. Und vor allem: Bratwurst eignet sich gut zum Grillen und geht schnell.

Sie brauchen:

  • Wurst nach Wahl: Nürnberger, Rostbratwurst, Käsekrainer oder andere. Vegane Würste eignen sich natürlich ebenso.
  • Brot: Frische Semmeln, Baguette oder einfach Ware zum Aufbacken
  • Sauerkraut (nur bei Nürnbergern)
  • Senf, Ketchup oder eine Soße noch Wahl

Semmeln aufbacken, Wurst grillen und nach Belieben mit Soße und Beilagen auf die Semmel packen und schon haben Sie einen Weihnachtsmarkt-Klassiker selbst gemacht. Das Tolle an Bratwürsten: Man kann einige davon essen und vor allem gemeinsames Grillen macht Spaß.

Weihnachtsmarkt-Klassiker: Handbrot

In vielen Regionen gehört auch Handbrot einfach zum Weihnachtsmarkt-Besuch dazu. Das Dresdner Handbrot kommt schon mit Füllung in den Ofen, drin sind Käse und Schinken. Auch den Brotteig können Hobbyköche leicht selbst machen, der Arbeits- und Zeitaufwand hält sich in Grenzen.

Sie benötigen:

  • Mehl
  • Zucker
  • Hefe
  • Olivenöl
  • Salz
  • Schmand
  • Speck oder Schinken
  • Käse
  • Gewürze
  • Zitronensaft
  • Andere Zutaten nach Belieben: Sie können auch die gesamte Füllung durch eine vegetarische oder vegane Variante ersetzen

Aus den Grundzutaten machen Hobbybäcker zunächst einen Hefeteig. Ist der Teig fertig, teilen Sie ihn in einige Fladen auf, auf diese flachen Teigstücke kommt nun nach Belieben Füllung. Klassisch mit Schinken oder Speck und Käse oder aber mit Gemüse vegetarisch oder vegan. Schlagen Sie eine Seite des Fladens über die andere und achten Sie darauf, dass die Naht unten liegt und nicht auf geht. Nun darf der Handbrot in den Ofen, etwa 20 Minuten bei 175 Grad Celsius Umluft reichen aus. Währenddessen kann der Schmand als Beilage vorbereitet werden, in diesen kommen beispielsweise Schnittlauch und Lauchzwiebeln.

Weihnachtsmarkt-Klassiker: Rahmfladen

Ob Rahmfladen, Rahmfleckerl oder anders: Auch dieses Brot ist ein Klassiker auf dem Weihnachtsmarkt und wird gerne gegessen. Ähnlich wie beim Handbrot sind zahlreiche Varianten möglich, ob mit Speck belegt oder mit Kartoffeln und Käse. Hauptsache es wärmt und schmeckt.

Auch dabei bildet ein Hefeteig die Basis, je nach Mehlsorte schmeckt der anders. Vollkornmehl beispielsweise passt gut zu Sauerrahm. Im Gegensatz zum Handbrot wird der Rahmfladen nur mit den Zutaten belegt. Die Grundlage bildet meist Crème fraîche, darauf kommen dann alle weiteren Zutaten. Gute Kombinationen sind:

  • Speckwürfel und Lauch oder Frühlingszwiebeln
  • Champignons mit Frühlingszwiebeln und Schnittlauch
  • (Gekochte) Kartoffelscheiben mit Kräutern und Käse

Die Rahmfladen dürfen nun belegt in den Ofen, etwa 20 Minuten bei 180 Grad Celsius Umluft sollten ausreichen. Sie sehen aber am Bräunungsgrad, wann der Fladen fertig ist. So ein tolles Aroma wie auf dem Weihnachtsmarkt wird er wahrscheinlich nicht haben, aber dafür ist er selbst gemacht und jedes Familienmitglied kann ihn individuell belegen.

Weihnachtsmarkt-Klassiker: Das gibt es sonst noch und diese Desserts passen dazu

Das ist natürlich bei Weitem nicht alles. Gern gegessen werden je nach Region auch Schupfnudeln mit (selbst gemachtem) Sauerkraut, Reiberdatschi (Kartoffelpuffer/Reibekuchen) oder Currywurst. All das können Sie auch selbst herstellen, bis auf die Wurst braucht das aber etwas Zeit und Vorbereitung.

Ebenfalls nicht fehlen dürfen dann für das gemütliche Beisammensein Plätzchen wie Heidesand oder Mandelherzen, Christstollen und gebrannte Mandeln. All das können Backfans ebenfalls selbst machen, genauso leckeren Glühwein und auch weihnachtliche Desserts lassen sich gut vorbereiten. Genießen Sie doch den Abend unter Lichterketten im Garten mit Feuerschale und genügend Decken oder drinnen im weihnachtlich dekorierten Zimmer mit Adventskranz, Tee und Winterdüften. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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