Aufgepasst beim Einkauf

Nicht vegan: In diesen Lebensmitteln stecken tierische Substanzen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Vor dem Einkauf sollten sich frisch gebackene Veganer über Inhaltsstoffe informieren, die tierischen Ursprungs sind. Denn die verstecken sich oft hinter sogenannten E-Nummern.

Bonn – Die Falle liegt manchmal im Detail. Denn Menschen, die sich vegan ernähren möchten, sollten beim Einkauf immer auf die Inhaltsstoffe der Produkte schauen. Ist auf der Verpackung nicht klar ausgewiesen, dass das Lebensmittel vegan ist, ist der Blick auf Liste umso wichtiger. Doch teils sind die Inhaltsstoffe nicht vegan, nur Gartenfreunde wissen es nicht. Zeit, das zu ändern.

Nicht vegan: Hinter diesen Inhaltsstoffen verstecken sich tierische Produkte

Wer aus dem Januar einen Veganuary gemacht hat, hat sein Ziel fast erreicht. Die Umstellung auf eine vegane Ernährung ist eigentlich nicht schwer, denn auch viele nicht extra als vegan ausgewiesene Lebensmittel enthalten keine tierischen Inhaltsstoffe. Doch ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich immer. Denn wenn Veganer wissen, was hinter den teils komplizierten Inhaltsstoffen steckt, können sie die Liste ihrer Nahrungsmittel erweitern und unbesorgt einkaufen gehen.

Grundsätzlich gilt, dass bei einer veganen Ernährung folgende Lebensmittel tabu sind:

  • Fleisch
  • Fisch wie beispielsweise Lachs
  • Milchprodukte wie Joghurt, Vollmilch oder Quark
  • Eier
  • Honig

Um diese Lücken aufzufüllen, stehen besonders Gemüse und Obst, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sowie pflanzliche Öle und Fette im Vordergrund. Denn die im Fleisch und Fisch enthaltenen Proteine und Omega-3-Fettsäuren lassen sich mit pflanzlichen Proteinquellen gut ausgleichen.

Nicht vegan: Ein zweiter Blick auf die Zutatenliste lohnt sich

So weit ist das Prinzip einer veganen Ernährung also schlüssig und leicht umzusetzen. Auch Menschen mit einer Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit können sich vegan ernähren, indem sie besonders auf eine ausreichende Kalorienzufuhr am Tag achten*. Zumal viele vegane Lebensmittel mittlerweile ausdrücklich als vegan gekennzeichnet sind. Wer seine Lebensmittelliste etwas verlängern möchte, kann aber auch einfach selbst auf die Zutatenliste schauen.

Nur aufgepasst, bei diesen Inhaltsstoffen handelt es sich um tierische Produkte:

  • Laktin (E 996): Laktin ist ein Süßungsmittel, das vor allem in Süßwaren oder Kaugummis enthalten ist. Teils versteckt es sich aber auch in Soßen oder Senf.
  • Lysozym (E 1105): Lysozym ist ein Konservierungsmittel. Verbraucher finden es in gereiftem Käse. Lysozym wird aus Hühnereiklar gewonnen.
  • Lecithin (E 322): Lecithin ist ein Emulgator, der gerne in Margarine, Kuchen, Keksen, Instant-Kaffeepulver und -Milch, Blätterteig, Mayonnaise und Schokolade enthalten ist. Er wird aus Eiern gewonnen.
  • Schellack (E 904): Schellack dient als Überzugsmittel, um Lebensmittel einen glänzenden Look zu geben. Er ist auf Obst, Nüssen, Schokolade, Kaffeebohnen und bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln zu finden.
  • Karmin/Cochellin (E 120): Karmin ist ein Farbstoff, der sich in Obst- und Fruchtwein versteckt, aber auch in Früchtemüslis, Marmeladen, Süßwaren und Spirituosen stecken kann.
  • Bienenwachs (E 901): Bienenwachs fungiert oft als Überzugsmittel und findet sich zum Beispiel auf Nüssen, Obst, Süßwaren und Kaffeebohnen.
  •  L-Cystein (E 920): L-Cystein kommt bei der Mehlbehandlung ins Spiel, denn es macht das Mehl elastischer. Gewonnen wird es aus Tierborsten oder Haaren und Federn.

In manchen Fällen steht jedoch nicht der komplette Inhaltsstoff auf er Packung, sondern nur eine sogenannte E-Nummer. Die E-Nummer kennzeichnet, welche Lebensmittelzusatzstoffe in der Europa zugelassen sind. Früher stand das „E“ für Europa, heute jedoch bedeutet es laut dem Bundeszentrum für Ernährung EG/EU beziehungsweise für edible/essbar. *24vita. de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Roger Diaz via www.imago-images.de

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