Kohlenhydrate und Proteine

Trennkost: Mit diesem Ernährungs-Trick sollen Sie über Nacht fünf Kilo leichter werden

  • Jasmin Pospiech
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Schlank im Schlaf? Das wünschen sich viele Abnehmwillige. Doch mit diesem Ernährungskonzept kommen Sie Ihrem Traum näher – und es sollen endlich die Pfunde purzeln.

  • Trennkost gilt als erfolgsversprechende Methode zum Abnehmen
  • Das Konzept geht auf den US-Mediziner Dr. Howard Hay zurück
  • Dabei dürfen Proteine und Kohlenhydrate nicht gemeinsam gegessen werden

Bonn – Das Konzept der Trennkost beruht darauf, dass Proteine und Kohlenhydrate nicht zusammen in einer Mahlzeit gegessen werden dürfen. Die Theorie dahinter: Der Verdauungstrakt kann nicht beides gleichzeitig verdauen und die Doppelbelastung führt schließlich zu Beschwerden.

Trennkost: So funktioniert die Ernährungsform im Alltag

Werden die Nährstoffe dagegen getrennt aufgenommen, können sie optimal verdaut werden und das Wohlbefinden steigern. Diesen Grundsatz verfolgt auch die Trennkost-Diät, die jedoch das Ziel der Gewichtsabnahme in das Konzept integriert. So soll es quasi gelingen, „schlank im Schlaf“ zu werden.

Die Trennkost lässt sich der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) mit Sitz in Bonn zufolge mittels einer relativ einfachen Definition erklären: Eiweiß und Kohlenhydrate sind zu trennen. Nahrungsmittel, die beides enthalten, werden gemieden.

Lebensmittel, die weder das eine noch das andere übermäßig enthalten, heißen neutrale Lebensmittel und werden entweder mit Proteinen oder mit Kohlenhydraten kombiniert. Außerdem muss die Nahrung gut gekaut werden, damit der Magen weniger Mühe beim Verdauen hat und sich das Sättigungsgefühl früher einstellt. Im Alltag helfen spezielle Diät-Rezepte, die dem Trennkost-Gedanken entsprechen. Einsteiger sollten auf diese zurückgreifen, um ein Gespür für die Ernährungsform zu erhalten.

Wer unter Übergewicht leidet und abnehmen möchte, sollte außerdem darauf achten, nicht zu viel Zucker zu sich zu nehmen. Eine bewusste Ernährung kann durch Trennkost noch optimiert werden, aber auch hier gilt, dass nicht zu viele Kalorien gegessen werden dürfen, sonst kann auch mit konsequenter Trennkost kein Abnehmen erfolgen. Laut Dr. Howard Hay (74, † 20. April 1940) ist es optimal, morgens und abends Kohlenhydrate zu essen und mittags Eiweiß zu genießen.

Trennkost: So verschaffen Sie sich einen Überblick

Einen Überblick über die Lebensmittel zu bekommen, die gegessen werden dürfen beziehungsweise gemieden werden sollten, ist insbesondere für Diät-Einsteiger nicht einfach. Hilfreich ist hier eine Tabelle. Diese zeigt übersichtlich an, welche Lebensmittel in welche Gruppe gehören.

So können auch Einsteiger leicht ein Gericht zusammenstellen, das den Grundsätzen der Trennkost entspricht. Die Tabelle eignet sich außerdem, um Rezepte gemäß des Prinzips der Trennkost anzupassen. Das hilft dabei, um für Abwechslung auf dem Speiseplan zu sorgen.

Trennkost: Diese Lebensmittel dürfen gegessen werden

Bei Trennkost gibt es einige Lebensmittel, die nicht empfohlen sind. Diese sind:

  • Weißmehl
  • weißer Zucker
  • polierter Reis
  • Fertigprodukte
  • Hülsenfrüchte

Besonders empfohlen und erlaubt sind dagegen:

  • Vollkorn
  • Honig
  • Nüsse
  • Kräuter
  • Gemüse
  • Fleisch
  • Fisch
  • Milch

Wer abnehmen möchte, sollte zudem abends auf viele Ballaststoffe setzen und leere Kalorien vermeiden. Das verhindert, dass der Blutzuckerspiegel stark ansteigt und regt stattdessen den Stoffwechsel und die Fettverbrennung an.

Trennkost: Wie gesund ist die Ernährungsform wirklich?

Ob Trennkost sinnvoll ist oder nicht, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Der Nutzen, der sich durch das Trennen von Eiweiß und Kohlenhydraten ergeben soll, ist bislang reine Theorie. Es ist jedoch sinnvoll, dass die Rezepte auf natürliche Inhaltsstoffe setzen und dass auf Industriezucker in der Regel verzichtet wird. Das macht die Trennkost gesund.

Es gibt aber auch Bedenken, die sich gegen das Konzept richten. Beispielsweise besteht das Risiko, dass die Ernährung zu einseitig wird. Insbesondere werden bei einer Trennkost oft zu viele Getreideprodukte gegessen. Folglich gilt es, darauf zu achten, die Ernährung möglichst abwechslungsreich zu gestalten.

Grundsätzlich liefert Trennkost aber viel Energie und ist auch für Allergiker geeignet. Zudem profitiert auch der Säure-Basen-Haushalt von dem Konzept. Wer also auf eine ausgewogene Ernährung achtet, der kann von der Trennkost-Diät durchaus profitieren. Die Ernährungsform ist aber weder ein Wundermittel zum Abnehmen noch unkompliziert in der Anwendung, sagen Experten.

Rubriklistenbild: © Kai Remmers/dpa

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