Nussiger Geschmack

Topinambur: Die Super-Knolle für den Herbst – so macht sie der Kartoffel mächtig Konkurrenz

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Topinambur gibt es schon in vielen Supermärkten und sie steht der Kartoffel als Vitaminbombe in nichts nach. Was in ihr steckt und wie Sie sie am besten zubereiten, erfahren Sie hier.

München – In den letzten Jahren erleben immer mehr altbewährte Früchte und Gemüsesorten eine wahre Renaissance und werden als Superfoods gehypt. Darunter auch heimisches Obst wie Heidelbeeren, aber auch Wurzeln und Knollen, die lange Zeit in Vergessenheit geraten waren.

Topinambur: Die Super-Knolle für den Herbst – so macht sie der Kartoffel mächtig Konkurrenz

So wie die Topinambur (Helianthus tuberosus), die mit ihrem nussig bis süßlichen Geschmack an Maroni erinnert und für Abwechslung in der Herbst-Küche sorgt. Die Super-Knolle stammt ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika, gelangte dann aber im 17. Jahrhundert nach Europa. Dort gehörte sie lange Zeit zu den Grundnahrungsmitteln, bis sie überraschenderweise von der Kartoffel verdrängt wurde.

Zu Unrecht – enthält die Staudenpflanze, die auch roh gegessen werden kann, viele gesunde Inhaltsstoffe. Darüber hinaus ist die Topinambur sehr robust und pflegeleicht, ist sehr anspruchslos, was die Bodenbeschaffenheit angeht sowie den Standort. Einmal angepflanzt, vermehrt sie sich schnell. Ihre unterirdischen Knollen, die in ihrer Form und Farbe denen des Ingwers ähneln, sind je nach Sorte essbar, darunter vor allem Topstar (weiß, birnenförmig), Gigant und Lola (rund, rötlich).

Topinamburknollen können von Herbst bis in den Frühling geerntet werden und sind aus heimischem Anbau von Oktober bis März auf Gemüsemärkten oder in (Bio-)Supermärkten erhältlich. Darüber hinaus ist Topinambur fettarm und hat gerade mal 30 Kalorien pro Gramm.

Topinambur: Das steckt in der Wunder-Knolle alles drin

Neben den Vitaminen A, B1, B2 und Niacin, beinhaltet die Pflanze auch große Mengen an Mineralstoffen wie Eisen, Kalium oder Kalzium sowie viele Ballaststoffe. Diese quellen im Magen-Darm-Trakt auf und machen länger satt. Zudem ist der Gehalt an Ballaststoffen im Vergleich zur Kartoffel um ein Vielfaches höher (Topinambur: 12,1 g/ 100 g, Erdapfel: 2,1 g/ 100g).

Darunter auch der unverdaulichen Ballaststoff Inulin. Dieser wirkt sich positiv und anregend auf die Verdauung aus. Doch Vorsicht: Essen Sie zu viel davon, kann es auch zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Durchfall kommen.

Wollen Sie die tolle Knolle auch in Ihrer Küche ausprobieren? Dann wagen Sie sich erst einmal an ein einfaches Rezept, wie Topinambur-Chips. Diese sind perfekt für den kleinen Hunger oder zum Snacken vor dem Fernseher.

Topinambur-Chips: Zutaten

Sie brauchen:

  • Topinambur (aus dem Garten)
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Paprikapulver und Gewürze Ihrer Wahl

Topinambur-Chips: Zubereitung

Zuerst ernten Sie frische Topinambur aus dem Garten oder kaufen Sie vorher ein. Dann waschen Sie die Knollen gründlich und entfernen Wurzelreste. Anschließend schneiden Sie sie mit der Gurkenhobel in Scheiben. Geben Sie letztere auf ein Blech mit Backpapier.

Achten Sie darauf, dass die Scheiben gut verteilt sind. Dann gießen Sie etwas Olivenöl über die Scheiben, sodass sie alle gut bedeckt sind. Nun sprenkeln Sie noch etwas Pfeffer und Meersalz sowie Paprikapulver und Gewürze Ihrer Wahl darüber. Ab damit in den Ofen und für mehrere Minuten backen, bis die Chips goldbraun sind.

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