Heilende Wirkung

Manuka-Honig: Mit diesen Tricks erkennen Sie eine Fälschung

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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In Neuseeland wird die Manuka-Pflanze seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt. Der aus ihr gewonnene Honig ist wertvoll. Teure Fälschungen bleiben da nicht aus.

Dresden Manuka-Honig kommt aus dem weit entfernen Neuseeland und erlangt auch hierzulande immer mehr Aufmerksamkeit. Den Ureinwohnern Neuseelands gilt die Pflanze schon lange als Heilpflanze. Da die Honigproduktion begrenzt ist, ist der Honig oftmals nicht preiswert. Auch die steigende Nachfrage treibt den Preis nach oben und verkleinert das Angebot. Daher müssen Gartenfreunde beim Kauf aufpassen, denn es sind auch viele Plagiate im Umlauf, die kein originaler Manuka-Honig sind.

Manuka-Honig: So vermeiden Sie es, eine Fälschung zu kaufen

Der Manuka-Honig ist seit einiger Zeit das neue Superfood aus Neuseeland. Viele schwören auf seine entzündungshemmende Wirkung, die beispielsweise bei Erkältungen, Magen-Darm-Problemen oder Zahnfleischentzündungen wirken soll. Zudem soll Manuka-Honig unser Hautbild bei äußerem Auftragen verbessern*. Wissenschaftlich nachweisen konnte die Universität Ottawa in Kanada beispielsweise eine heilende Wirkung bei Nasennebenhöhlenentzündungen. Bei allen anderen Krankheiten fehlen bisher wissenschaftliche Belege zur Wirkung. Zwar wirkt auch normaler Honig, der richtig gelagert ist, antientzündlich, doch ist der Anteil des Zuckerabbauprodukts Methylglyoxal (MGO) in Manuka-Honig deutlich höher als in regulärem Honig.

Manuka-Honig: Der Ursprung des Superfoods

Der Manukabaum beziehungsweise die Südseemyrte (Leptospermum scoparium) hat ihren Ursprung in Neuseeland und Australien, in unseren Breitengraden lässt sie sich nur als Zimmerpflanze halten. Im Sommer darf die Pflanze dann auch auf dem Balkon oder der Terrasse als Kübelpflanze stehen. Die Pflanze wächst strauchartig und beschenkt Gartenfreunde von März bis Juni mit zahlreichen weißen und rosafarbenen Blüten, über die sich draußen auch Bienen und Insekten freuen.

Die Blüte des Manuka-Strauches besticht mit ihrer Schönheit (Symbolbild).

Besonders die Bienen sind für die Produktion des Manuka-Honigs entscheidend. Denn diese produzieren laut der Universität Dresden jährlich 1.700 Tonnen Manuka-Honig. Um die ganze Welt damit zu beliefern, ist das recht wenig. Daher entstehen jährlich laut Schätzungen der Universität Dresden etwa 10.000 Tonnen Fälschungen, die zwar den Namen Manuka-Honig tragen, jedoch mit anderem Honig gestreckte Produkte sind.

Manuka-Honig: So erkennen Sie eine Fälschung

Manuka-Honig ist also durchaus wertvoll und rar. Daher pfuschen einige Hersteller und mischen zu ein wenig Manuka-Honig eine große Menge Kanuka-Honig. Kanuka ist ebenfalls eine Pflanze aus Neuseeland, nur enthält der aus ihr gewonnene Honig nicht die viel gepriesene entzündungshemmende Wirkung. Fälschungen zu erkennen, ist für Verbraucher fast unmöglich. Die Universität Dresden rät, folgende Dinge beim Manuka-Honig-Kauf zu beachten:

  • Auf große Hersteller setzen: Kleine Hersteller und Vertreiber haben bei Fälschungen nicht ihren großen Namen zu verlieren. Große Hersteller sind auch eher im Branchenverband UMFHA, sodass eine wissenschaftliche Analyse des Honigs sicher ist.
  • Siegel beachten: Manuka-Honig mit dem Qualitätssiegel UMF des Branchenverbandes UMFHA hat eine nachgewiesene antibakterielle Wirkung. Zwar bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es sich um Manuka-Honig handelt, denn auch in Neuseeland wird noch um die genaue Definition des Honigs gestritten. Es macht aber deutlich, dass er kontrolliert ist und mehrere für Manuka-Honig typische Inhaltsstoffe beinhaltet.
  • Gehalt an Methylglyoxal kontrollieren: Da der hohe Methylglyoxal-Gehalt im Manuka-Honig entscheidend für seine Wirkung ist, können Gartenfreunde auch unter den Inhaltsstoffen den Gehalt kontrollieren. Wichtig zu wissen ist, dass Hersteller Methylglyoxal teils auch nachträglich hinzufügen.

Es zeigt sich, dass Verbraucher also nur schwerlich wissen können, ob sie gerade wirklich gesundheitsfördernden Manuka-Honig in Händen halten oder eine gestreckte Version. Reinen Manuka-Honig gibt es jedoch sowieso nicht, denn Bienen lassen sich logischerweise bisher noch nicht vorschreiben, an welchen Pflanzen sie zu naschen haben. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © IMAGO / Westend61

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