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Lebensmittelfarbe selbst machen: Natürlich färben mit Pflanzen

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Von: Franziska Irrgeher

Lebensmittelfarbe wird spätestens beim Plätzchenbacken relevant. Aber anstatt Farbe zu kaufen, lässt sich diese auch sehr einfach selbst machen.

München – Lebensmittelfarbe ist nichts, was die meisten Menschen regelmäßig kaufen, doch in der vorweihnachtlichen Küche kommt sie öfter zum Einsatz. Meist zum Verzieren leckerer Plätzchen oder für anderes Gebäck, teils auch zum Färben von Teig. Doch es gibt auch weitaus einfachere natürliche Alternativen: selbstgemachte Lebensmittelfarbe.

Lebensmittelfarbe selbst machen: Natürlich färben ganz ohne Zusatzstoffe

Mit natürlichen Dingen wie Pflanzen zu färben, ist absolut keine neue Idee. So gibt es beispielsweise Färberpflanzen, mit denen Stoff bunt wird, sogar die Haare können mit einigen Pflanzen aufgehellt oder dunkler gefärbt werden. Bei Lebensmittelfarbe denken die meisten aber nicht mehr daran. Doch neben natürlicher Farbe für Ostereier gibt es auch viele Optionen für Glasur, Teig und mehr.

Warum sich das anbietet? Gekaufte Lebensmittelfarbe ist zwar sehr effektiv, doch viele Menschen können mit den E-Nummern nichts anfangen. So ist beispielsweise manchmal Karmin enthalten, ein Farbstoff, der aus Schildläusen gewonnen wird und damit für eine vegane Ernährung ungeeignet ist. Eine Übersicht der E-Nummern finden Sie hier. Immer mehr Menschen setzen daher auf Handarbeit, auch wenn es etwas länger dauert und vielleicht anfangs gewöhnungsbedürftig schmeckt.

Zu sehen ist ein junges Mädchen, das Lebensmittelfarbe auf Weihnachtsplätzchen aufträgt (Symbolbild).
Selbstgemachte Lebensmittelfarbe kann je nach Zubereitung intensiv sein (Symbolbild). © Miriam Hancock/Imago

Lebensmittelfarbe selbst machen: Die Anleitung

Vorab sollten Sie sich überlegen, dass im Gegensatz zu gekaufter Farbe selbstgemacht einen gewissen Eigengeschmack mitbringt. Der sollte zum Gebäck oder Gericht passen und bestenfalls auf Allergien abgestimmt sein.

Im Folgenden die Farben für selbstgemachte Lebensmittelfarbe im Überblick:

Die meisten Bestandteile sind gut als Pulver kauf- und nutzbar, Säfte müssen Sie zuerst herstellen, entweder per Entsafter oder in Handarbeit.

Grundsätzlich lassen sich die meisten Farbstoffe einfach einrühren und färben dann natürlich etwas weniger intensiv als gewohnt. Für blaue Farbe benötigen Sie zudem Natron, das am Ende hinzugegeben wird. Es macht aus den eigentlich roten Tönen blau. Das funktioniert auch für Lila, in dem Fall Beeren plus Natron nutzen. Der Klassiker ist und bleibt natürlich Kakaopulver und auch Matcha wird schon lange für ein dezentes Grün genutzt.

Um Farbe aufzubewahren, sollten Sie zuerst einen Lebensmittelsaft einkochen und dann mit Puderzucker vermischen, er nimmt die Farbe auf. Trocknen lassen und zu Pulver verarbeiten. Das Pulver kann anschließend bei Bedarf für einige Wochen genutzt werden. Püree oder dickflüssige Säfte eignen sich frisch als Glasur oder zum Einfrieren.

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