Auf die dunkle Färbung warten

Schwarzer Knoblauch: Aus diesen Gründen müssen Sie die dunklen Zehen probieren

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Kenner freuen sich über schwarzen Knoblauch, denn er verursacht keinen schlechten Atem und zudem gesund. Gartenfreunde sollten die besondere Knolle testen.

Bonn – Wer viel und gerne kocht, dem ist Knoblauch mittlerweile sicherlich ans Herz gewachsen. Der intensive Geschmack bleibt nicht nur lange an Fingern haften, sondern auch lange im Atem. Doch den Geruch nehmen viele Küchenliebhaber gerne in Kauf, denn Gerichte mit Knoblauch schmecken meistens einfach besser. Neben dem weißen Knoblauch gibt es jedoch auch schwarzen Knoblauch. Dieser entsteht mithilfe eines speziellen Prozesses aus weißem Knoblauch und ist ebenfalls sehr gesund.

Schwarzer Knoblauch: So entsteht er und deshalb ist er so gesund

Zur Herstellung von schwarzem Knoblauch ist es nicht nötig, eine spezielle Sorte anzupflanzen. Denn schwarzer Knoblauch gewinnen Hersteller aus weißen Knoblauchzehen. In Thailand ist diese Methode beispielsweise weit verbreitet, in Europa aber noch längst nicht jedem bekannt. Ihre Farbe ändern die Knoblauchzehen aufgrund des Fermentierungsprozesses. Während der Fermentierung des Knoblauchs passiert Folgendes:

  • Hersteller ernten die Knoblauch-Knollen, säubern sie und lagern sie.
  • In einer großen Kammer bei etwa 70 Grad Celsius und unter Luftaufschluss lagern die Knoblauchzehen nun mehrere Wochen lang. Im Schnitt sind es drei Monate.
  • In dieser Zeit setzt die Fermentierung ein. Dabei verändern die Knoblauchzehen ihre Farbe, sie verlieren an Größe und auch an Festigkeit bis sie schließlich Gelee ähneln.
  • Auch ihr Geschmack verändert sich, denn die schwarzen Zehen sind nicht mehr scharf und schmeckt eher süßlich.
  • Das liegt laut der Bundeszentrale für Ernährung unter anderem daran, dass bei der Fermentierung der Allicingehalt, also die Schwefelverbindungen, in der Knolle abnimmt.

Nach dieser Zeit sind die Knoblauchzehen pechschwarz und verkaufsfertig.

Schwarzer Knoblauch: Das steckt in den schwarzen Zehen

Interessant für Knoblauch-Liebhaber dürfte sein, dass beim Verzehr der schwarzen Zehen die altbekannte Knoblauchfahne ausbleibt*. Damit zusammen hängt auch die gesunde Wirkung des schwarzen Knoblauchs. Denn während der Fermentierung weichen die Schwefelverbindungen und wandelt sich in antioxidative Verbindungen. Am Ende des Tages enthalten die schwarzen Zehen also mehr Antioxidantien als die weißen. So eignet er sich beispielsweise auch bei einer Sirt-Food-Diät oder als Zutat zu abendlichen Gerichten.

Daneben lässt sich schwarzer Knoblauch auch nebenher und in größeren Mengen essen. Das ist bei weißem Knoblauch nicht der Fall, da meistens nur eine einzelne Knoblauchzehe mit ins Gericht kommt. Als geriebenes Pulver verfeinert schwarzer Knoblauch beispielsweise Paste-Gerichte, aber auch Eintöpfe, Suppen, Brühen und Reis-Gerichte. Neben dem Superfood Yacon schmeckt schwarzer Knoblauch auch in Salaten gut. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © IMAGO / agefotostock

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