Klimaschutz im Alltag

Klimafreundliche Ernährung: Mit diesen Lebensmitteln schützen Sie das Klima

  • Stephanie Drewing
    vonStephanie Drewing
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Unsere Nahrung beeinflusst zu großen Teilen den Klimawandel, doch mit einer klimafreundlichen Ernährung können Sie bereits beim Einkauf das Klima schützen!

München – 15 Prozent macht die Ernährung eines jeden Bürgers in Deutschland bei den CO2-Emissionen aus und trägt somit zum Klimawandel bei. Mit ein paar einfachen Tipps verringern Verbraucher ihren persönlichen CO2-Fußabdruck, zum Beispiel indem sie vor allem regional und saisonal ihre Lebensmittel erwerben und nicht in den Müll werfen.

Der CO2-Fußabdruck gibt an, wie hoch die direkten und indirekten Kohlenstoffdioxid-Emissionen einer Aktivität oder eines Produkts sind. Im CO2-Fußabdruck eines Lebensmittels ist also das CO2 addiert, das mit diesem Lebensmittel im Zusammenhang steht. Das bedeutet, dass der CO2-Fußabdruck aufgrund von intensiver Landwirtschaft, langer Transportwege, Lagerung mit Kühlung oder Heizung sowie energieintensiver Weiterverarbeitung größer wird.

Klimafreundliche Ernährung: Diese Lebensmittel haben eine gute CO2-Bilanz

Natürlich sind nicht nur die Lebensmittel selbst wichtig, sondern auch, wie sie verpackt sind. Je höher der Anteil der Verpackung ist, der recycelt werden kann und nicht aus Plastik besteht, umso besser. Dies gilt aber natürlich auch für weitere Bereiche im Leben. So können Sie zum Beispiel auch Bienenwachstücher statt Alu- oder Plastikfolie verwenden*, um Lebensmittel abzudecken, wie es bei merkur.de empfohlen wird.

Klimafreundliche Ernährung: Regionale statt weit gereiste Lebensmittel

Eine große Menge CO2 kann eingespart werden, indem Verbraucher zu Lebensmitteln aus der Region greifen. So haben die Produkte keine weiten Transportwege und die Betriebe aus der eigenen Nachbarschaft werden unterstützt. Wenn es aber doch mal eine Frucht wie eine Mango aus fernen Ländern sein soll, dann achten Sie auf das Fairtrade-Siegel. Mit den Einnahmen werden Kleinbauern und eine nachhaltige Landwirtschaft in Entwicklungsländern unterstützt. Auch „Slow Food“ ist ein Food-Trend, der sich auf diese Regeln zurückbesinnt.

Klimafreundliche Ernährung: Saisonale Freilandprodukte statt Treibhausware

Kaufen Sie Lebensmittel nur dann, wenn diese auch Saison haben: Erdbeeren im Winter stammen aus wärmeren Ländern oder aus beheizten Gewächshäusern. Die langen Strecken beim Transport oder auch die energieaufwendige Beheizung der Gewächshäuser sorgen für größere Treibhausgasemission. Aber Achtung: Natürlich sollte auch das Auto stehen bleiben, wenn der regionale Bio-Bauer besucht wird. Alternativ können auch Wochenmärkte in der Stadt mit dem Fahrrad besucht werden. Es muss auch nicht immer das exotische Superfood sein, da es auch regionale Alternativen für die meisten Hypes gibt: wie etwa Leinsamen statt Chiasamen.

Eine kleine Einkaufshilfe: Im Saisonkalender können Sie nachsehen, welches Obst und Gemüse jeden Monat Saison hat.

Klimafreundliche Ernährung: wenig Fleisch, aber dafür bessere Qualität

Gerade die Tierhaltung ist ein großer Treiber des Klimawandels. Es wird in Deutschland viel Fleisch gegessen – aktuell liegt der Verbrauch bei 60 Kilogramm pro Kopf/Jahr, die Empfehlung wäre aber etwas weniger als die Hälfte. Eine vegane oder auch schon vegetarische Ernährung wäre natürlich die optimale Lösung, aber es würde für den Anfang genügen, wenn jeder nur 300 bis 600 Gramm Fleisch in der Woche essen würde, wie es die Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Damit würden die Treibhausgasemission bereits um neun Prozent der sinken. Auch tierische Produkte wie Milch oder Käse haben noch einen großen CO2-Fußabdruck.

Wenn Sie aber insgesamt weniger tierische Produkte essen, dann können Sie auch mehr auf deren Herkunft achten. Fleisch und Produkte von Betrieben aus der Region sind zwar öfters etwas teurer, aber dafür sind die Treibhausgasemissionen bereits viel geringer als Produkte aus Massentierhaltung, die aus dem Ausland importiert werden.

Klimafreundliche Ernährung: Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Lebensmittel landen in Deutschland erstaunlich oft im Müll. Im Durchschnitt wirft jeder in der Bevölkerung etwa 75 Kilogramm weg, dabei könnte ein großer Anteil davon vermieden werden.

Achten Sie auf folgende Tipps, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden:

  • Prüfen Sie Ihre Vorräte und kaufen Sie nur ein, was fehlt.
  • Gerade frische und leicht verderbliche Lebensmittel wie Brot, Obst oder Gemüse nur in der Menge einkaufen, wie sie auch benötigt werden.
  • Verwerten Sie Gemüse mit Druckstellen schnell, bevor dieses zu schimmeln beginnt.
  • Reifes Obst können Sie auch zu Kompott oder im Kuchen verarbeiten.
  • Nehmen Sie sich in regelmäßigen Abständen vor, Ihren Kühlschrank, Ihr Tiefkühlfach oder Ihre Vorratskammer zu reinigen und Lebensmittel aufzubrauchen, bevor das Haltbarkeitsdatum überschritten wird.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: Bevor Sie die Lebensmittel entsorgen, prüfen Sie mit allen Sinnen (Geruch, Aussehen, Geschmack), ob das Produkt wirklich schon verdorben ist. Viele Produkte können Sie auch noch darüber hinaus gefahrlos verzehren.
  • Achten Sie auf die korrekte Lagerung von Lebensmitteln. Brot kann so nach einigen Tage immer noch frisch schmecken.

Wenn Sie ein paar dieser Tipps in Ihren Alltag integrieren, können Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck bereits verkleinern. Probieren Sie es in kleinen Schritten aus! *merkur.de ist Teil des Ippen Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © imago images / MASKOT

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