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Kiwibeeren naschen: So gesund sind die Früchte wirklich

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Die Früchte der Kiwibeeren peppen so manchen Obstsalat auf und stammen von besonders winterharten Pflanzen. Bis zu minus 30 Grad Celsius ertragen sie im Freiland, ohne einzugehen.

Veitshöchheim – Die Kiwibeere ist in den vergangenen Jahren ein immer größerer Food-Trend geworden. Denn das Superfood schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch auf dem Balkon oder der Terrasse leicht in Kübeln anzupflanzen und sehr kälteunempfindlich. Auch Schädlinge machen der Pflanze meistens nichts aus.

Kiwibeeren naschen: So gesund sind die Früchte wirklich

Im Gegensatz zur normalen Kiwi verträgt die Kiwibeere wesentlich besser kalte Temperaturen. Das macht die Pflanze besonders für unsere Breitengeraden so interessant, denn sie überlebt draußen selbst bei bis zu minus 30 Grad Celsius. Die Kiwibeere läuft auch unter den Namen Mini-Kiwi, Traubenkiwi, Chinesische Stachelbeere, Scharfzähnige Strahlengriffel oder im Englischen als Kiwi-Berry.

Äußerlich unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Kiwi in der Größe, da die Kiwibeere eher die Größe von Stachelbeeren haben. Die Schale der Kiwibeere ist zudem, wie auch bei der herkömmlichen Kiwi, essbar* und das Innere der Frucht variiert farblich von grünlich bis rötlich. Ansonsten sieht sie innen jedoch einer Kiwi zum Verwechseln ähnlich, denn ihre Kerne sind ebenfalls charakteristisch um die Fruchtmitte gruppiert.

Die Kiwibeere gehört zu den Kletterpflanzen und hat ihren Ursprung laut der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Nord- und Ostasien. Die Pflanze hat lange, unbehaarte Triebe und kann eine Größe von bis zu sechs Metern erreichen. Ein Gerüst oder Spalier wie beim Vertical Gardening, an dem sie hochranken kann, ist sowohl im Garten als auch auf dem Balkon unabdingbar.

Kiwibeeren naschen: So pflanzen und pflegen Sie die Kletterpflanze

Nach dem letzten Frost im Mai pflanzen Gartenfreunde die Kiwibeeren ohne Sorgen ins Freie, denn dann verderben späte Fröste nicht mehr die Ernteerträge. Wer Wert auf einen hohen Ernteertrag legt, sollte die Kiwibeere an einem Spalier entlang wachsen lassen. Dabei darf zuerst nur der kräftigste Trieb weiter nach oben wachsen, die anderen entfernen Pflanzenfans. Im Laufe des Jahres binden Kiwiliebhaber die neu entstandenen seitlichen Triebe am Spalier fest und ziehen sich so mit der Zeit einen kräftigen Haupttrieb mit waagerechten Seitentrieben heran.

Der perfekte Standort für die Kiwibeere im Garten lässt viel Sonne auf ihre Blätter und Früchte scheinen, hält den Wurzelbereich aber im Schatten. Zudem sollte es ein recht windgeschützter Platz sein, um zu viel Reibung an den Früchten zu vermeiden. Bevor die Pflanze ins Beet kommen, lockern Gartenfreunde den Boden vorsichtig auf und arbeiten Kompost sowie anderen veganer Dünger ein. Eine zu tiefe Lockerung des Bodens ist nicht nötig, da die Kiwibeere zu den Flachwurzlern zählt. Zum Abschluss sollte Rindenmulch den Boden abdecken, um schnelles Austrocknen zu verhindern. Denn Kiwibeeren haben einen hohen Wasserverbrauch und so ersparen sich Gartenfreunde allzu häufiges Gießen. Einen Rückschnitt braucht die Kiwibeere lediglich im Frühjahr und im Herbst, um die Triebe etwas auszudünnen.

Kiwibeeren naschen: Das steckt in den Früchten

Das Obst der Kiwibeere ist überaus gesund und da die Pflanzen mittlerweile auch häufig in Deutschland angebaut werden, meistens auch ein regionales Angebot. Ab Oktober ist eine Ernte empfehlenswert, dann ist die Schale der Früchte weicher und sie schmecken süßlicher, da sie genügend Sonne tanken konnten. Sorten gibt es mittlerweile einige. Die beliebtesten Kiwibeeren-Sorten für den eigenen Anbau sind zum Beispiel:

  • Julia
  • Jassei
  • Issai
  • Cinderella

Diese vier Sorten tragen bereits ab dem zweiten Jahr leckere Früchte. Wichtig ist zu wissen, dass es immer einer männlichen und einer weiblichen Pflanze bedarf, um eine Ernte zu erhalten. Die wenigsten Sorten sind selbstbefruchtend.

Welche Sorte zu einem passt, hängt meistens vom vorhandenen Platz ab. Expertinnen und Experten raten zum Beispiel dazu „Jassai“ nur bei einem recht großen Garten anzupflanzen. Im Fachhandel finden Pflanzenfans Beratung, welche Sorte am besten auf ihren Balkon, ihre Terrasse oder in ihren Garten passt.

Die Früchte der Kiwibeere schmecken nicht nur süßlicher als ihre größeren Verwandten, sondern bringen auch noch andere Vorteile mit sich. Zum einen gehören die Früchte eindeutig zum Superfood, denn sie sind reich an Vitamin C und E. Zudem lassen sie sich zu den natürlichen Appetitzüglern zählen, denn sie sind reich an Ballaststoffen und machen länger satt. Heißhungerattacken gibt es also weniger. Blicken Gartenfreunde mit Hinsicht auf ihre Figur in Richtung Kiwibeeren, müssen sie sich keine Sorgen machen. Die Frucht hat noch weniger Kalorien als herkömmliche Kiwis. In 100 Gramm Frucht sind gerade mal 70 Kilokalorien enthalten. Nur Allergiker, die auf Obst empfindlich reagieren, sollten vom Verzehr der Kiwibeere absehen*. *merkur.de und 24vita.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © imago images / Westend61

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