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Kaffee-Ersatz: Das sind gute regionale und koffeinfreie Alternativen

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Von: Franziska Irrgeher

Kaffee zählt zu den beliebtesten Getränken am Morgen, doch er muss importiert werden. Wussten Sie schon, dass es regionale Alternativen gibt, die genauso gut schmecken?

München – Koffein für einen guten Start in den Tag ist bei den Deutschen beliebt, doch nicht jeder verträgt Kaffee oder möchte aus anderen Gründen lieber auf regionalen Kaffee-Ersatz zurückgreifen. Spontan fällt vielen dabei nur Tee ein, doch es gibt viele Pflanzen, die tolle Kaffee-Alternativen sind.

Kaffee-Ersatz: Das sind regionale Alternativen

Vorab stellen sich viele, die Kaffee vertragen wahrscheinlich die Frage: Weshalb sollte ich darauf verzichten? Oder ihn durch etwas ersetzen, das vielleicht gar nicht schmeckt?

Zunächst liegen viele der Anbaugebiete für Kaffee weit entfernt, er muss also erstmal importiert werden. Das führt zu CO2-Emissionen. Zudem kann Kaffee ohne Bio-Zertifikat Pestizide enthalten, die dann mitgetrunken werden. Die Arbeitsbedingungen der Kaffee-Bauern sind nicht immer die besten und viel Wasser wird für den Anbau zudem verbraucht. Verbraucher sollten also entweder auf Fair-Trade-Kaffee setzen oder die morgentliche Tasse des Heißgetränkt ab und zu durch eine regionale Alternative ersetzen. (Superfood: Schlecht für die Umwelt? Diese regionalen Alternativen können Sie anbauen)

Folgende Alternativen gibt es beispielsweise, auf die wir näher eingehen möchten:

Kaffee-Ersatz ist übrigens kein Grund, auf Milch zu verzichten, die passt auch zu unseren Alternativen gut. (Mandelmilch: So stellen Sie den Drink ganz einfach selbst her)

Wer auf der Suche nach Wachmachern als Kaffee-Ersatz ist, findet diese zum Beispiel bei merkur.de*.

Kaffee-Ersatz: Lupinenkaffee

Die Lupine zählte schon vor hunderten von Jahren zu oft genutzten Pflanzen, zwischenzeitlich geriet sie aber etwas in Vergessenheit. Umso mehr Produkte gibt es nun aber wieder auf Lupinenbasis, unter anderem Kaffee. Konkret geht es dabei um die Süßlupine, die im Gegensatz zum bekannten Vertreter aus dem Garten nicht giftig ist. Allerdings kann die Lupine Allergien auslösen, wie 24vita.de berichtet*.

Lupinenkaffe hat die typische Farbe von Kaffee und schmeckt ähnlich, enthält aber kein Koffein. Er besteht aus getrockneten und danach gerösteten Lupinensamen. Zwei entscheidende Vorteile hat dieser Kaffee-Ersatz: Er ist säurearm und glutenfrei. Da normaler Kaffee bei empfindlichen Menschen Sodbrennen verursachen kann, ist Lupinenkaffee eine Alternative. Die Lupinen werden regional angebaut, selbst machen müssen Fans den Kaffee aber nicht. Es gibt ihn fertig in Bioläden oder Reformhäusern zu kaufen.

Kaffee-Ersatz: Kaffee aus Kastanien

Kastanien können Gartenfreunde nicht essen, sondern maximal als Waschmittel verwenden, oder? Stimmt nicht. Bei diesem Kaffee geht es auch nicht um die Rosskastanie, sondern um Esskastanien. Diese haben im Herbst Saison und aus ihnen können Pflanzenfans sogar selbst Kaffee machen. (Waschmittel aus Kastanien: So verwenden Sie die Nussfrüchte zum Waschen)

Das geht folgendermaßen:

Durch die Esskastanien schmeckt dieser Kaffee etwas süß und nussig.

Kaffee-Ersatz: Zichorienkaffee

Wie der Name schon sagt, besteht dieser Kaffee aus Wegwarte, genaugenommen ihren Wurzeln. Früher war er oft nur Beimischung zu normalem Kaffee, wird aber mittlerweile auch gerne als Kaffee-Ersatz getrunken. Wie bei allen anderen Alternativen zu Kaffee ist auch dabei kein Koffein enthalten.

Zichorien-Kaffee ähnelt normalem Kaffee im Geschmack und wird aus gerösteten Wurzeln hergestellt und dann zerkleinert. Theoretisch könnten Gartenbesitzer das auch selbst versuchen. Achtung bei der Dosierung: Halten Sie sich an Herstellerangaben, bei Überdosierung wird der Geschmack verschlechtert. Glutenfrei ist der Kaffee übrigens auch, sofern er keine Zusatzstoffe enthält. (Hausmittel für Magen und Darm: Diese typischen Winter-Gewürze helfen Ihnen)

Kaffee-Ersatz: Malz- und Getreidekaffee

Diese Alternativen kennen sicher viele. Beim Malzkaffee handelt es sich um gemälzte Gerste. Bei Getreidekaffee ist kein Malzzucker enthalten und er kann zum Beispiel aus Dinkel, Gerste oder Roggen bestehen. In Getreidekaffee sind mehr Bitterstoffe enthalten, probieren Sie ihn lieber vor dem Kauf einmal. Neben der verdauungsfördernden Wirkung kann Getreidekaffee leider auch Acrylamid enthalten und sollte daher in Maßen genossen werden, gleiches gilt für Malzkaffee. (Hausmittel für Magen und Darm: Diese typischen Winter-Gewürze helfen Ihnen)

Kaffee-Ersatz: Kaffee aus Löwenzahnwurzeln

Löwenzahn zählt gerne zum Unkraut und viele Gärtner versuchen, ihn im Rasen zu bekämpfen. Dabei eignet er sich gut für Kaffee und die Reste können Gartenfans gleich zu Salat verarbeiten. Ein guter Erntezeitpunkt ist der Herbst, wenn die Nährstoffe in der Wurzel sind. Dabei ist die Vorgehensweise ähnlich wie bei den Kastanien: Trocknen lassen, klein schneiden und dann rösten, anschließend werden die Stückchen noch zerkleinert und schon ist das Kaffeepulver fertig. (Unkraut entfernen im Beet: So werden Sie Giersch, Löwenzahn & Co. langfristig los)

Löwenzahn-Kaffee kann bei Verdauungsbeschwerden helfen, sollte aber zuerst vorsichtig dosiert werden. Steigern können Kaffeefans die Menge immer noch.

Kaffee-Ersatz: Herbstliche Sorten aus Eichel oder Hagebutte

Besonders herbstlich muten Eichel- und Hagebutten-Kaffee an. Die Eicheln werden für den Kaffee erhitzt, zum Beispiel in der Pfanne, denn dann geht das Schälen leichter. Der Kern kommt dann mehrere Stunden in Wasser, das regelmäßig gewechselt wird. Danach sollten die Kerne abtrocknen werden und wie die Kastanien bei 120 Grad in den Ofen. Der weiter Prozess ist genau wie bei den Esskastanien: zerkleinern und trinken.

Etwas spezieller ist Hagebuttenkaffee. Hierfür sammeln Kaffeefans Hagebutten, halbieren und entkernen sie. Die Kerne werden nun gewaschen und müssen dann erstmal trocknen und werden dann geröstet. Abschließend mahlen oder zerstoßen Pflanzenfreunde die Kerne und schon kann der Kaffee aufgegossen werden. (Hagebutten: So ernten und verwenden Sie die Vitaminbomben) *24vita.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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