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Jackfruit: Das ist die Pflanze hinter dem schmackhaften Fleischersatz

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Von: Franziska Irrgeher

Jackfruit ist inzwischen vielen ein Begriff. Denn die Frucht wird bei uns gerne als Fleischersatz genutzt. So sieht die Pflanze aus und dort kommt sie her.

München – Jackfruits gibt es inzwischen in fast jedem Supermarkt, sei es in der Dose, mariniert oder in anderer Form verarbeitet. Die Früchte können riesig werden und dienen bei uns inzwischen als Fleischersatz.

Jackfruit: Das ist die Pflanze hinter dem Fleischersatz

Die Jackfruit beziehungsweise ihr Baum (Artocarpus heterophyllus) gehört zu den Maulbeergewächsen. Er kommt in den Tropen vor, und die Früchte des Baumes können bis zu 50 Kilogramm Gewicht erreichen. Reife Früchte sind gelb-braun und von Noppen überzogen. Da es sich um ein Maulbeergewächs handelt, zu denen beispielsweise auch der Ficus gehört, sondert die Frucht beim Anschnitt milchigen Saft ab. Wer eine Latexallergie hat*, sollte beim Anfassen der Frucht und beim Verzehr vorsichtig sein, denn es kann zu einer sogenannten Kreuzallergie kommen.

Jackfruit: So wird das Fruchtfleisch verwendet

Bei uns ist vor allem das Fruchtfleisch beliebt, das in den Ursprungsländern gerne als Snack gegessen oder süß verzehrt wird. Hierzulande dient es meist als Fleischersatz. Während reife Früchte geschmacklich eher an Papaya oder Mango erinnern, sind junge Früchte geschmacksneutraler und damit perfekt mit Gewürzen kombinierbar. Ein großer Vorteil von Jackfruit als Fleischersatz: Sie enthält kaum Fett, dafür aber viele Ballaststoffe und Nährstoffe. Das macht sie auch zum perfekten Kandidaten für eine Low-Carb-Diät und den Veganuary.

Tatsächlich handelt es sich bei den unreifen Früchten eigentlich um junge Jackfruits, die die Bauern aus Platzgründen herausschneiden. Dieses Ausgeizen fördert dann das Wachstum der anderen Früchte. Das Nebenprodukt wird dann meist eingelegt in Salzlake und verkauft.

Statt auf den lokalen Markt kommen die jungen Früchte aber zunehmend zu uns. Da es sich um harte junge Früchte handelt, müssen die erstmal in Marinade gegart und dann weiterverarbeitet werden. So erhalten sie eine faserige Konsistenz, die mit der von Fleisch vergleichbar ist. Ohne das Erhitzen würde die Frucht hart bleiben, bedenken Sie das beim Kauf unreifer Früchte aus Asialäden.

Jackfruit: Die Ökobilanz

Vorweg sei erwähnt: Mit saisonal verfügbaren Produkten, die in Ihrer Region angebaut werden, fahren Sie immer besser als mit Importware. Im Winter ist die Liste an saisonalen Produkten groß, nur wenn es tatsächlich um Fleischersatz geht, muss auf andere Produkte zurückgegriffen werden.

Die tropische Frucht hat einen weiten Weg bis zu uns hinter sich, dafür werden fossile Energien verbraucht und wie bei allen importierten Waren, wäre selbst im Garten anbauen natürlich besser. Bei der Jackfruit wird das schwierig. Wenn Sie sie also ab und zu kaufen, ist das kein Problem. Als dauerhaften Fleischersatz in großen Mengen sollte sie aber aufgrund des langen Transportweges ähnlich wie Avocado nicht oft genutzt werden. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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