Zu sehen ist eine Hand, auf der verschieden große Inkagurken liegen. Die Früchte sind grün und leicht gebogen.
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Im Innern der Früchte der Inkagurke befinden sich große, schwarze Samen (Symbolbild).

Senkt Blutfettwerte nachweislich

Inkagurken anpflanzen: Deswegen können Sie die Stacheln auf der Schale essen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Es sieht nicht so aus, doch die Schale der Inkagurke ist genauso essbar wie ihr Inhalt. Die Kletterpflanze lässt sich gut als Sichtschutz im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen.

München – Die Inkagurke trägt einige Namen. So ist sie auch bekannt unter der Bezeichnung Hörnchenkürbis, Olivengurke oder Korilla. Das aus Peru stammende Gemüse bauten Inkas schon vor Jahrhunderten an und immer häufiger finden es Gartenfreunde auch in Deutschland im Supermarkt. Mit etwas Geschick lassen sich die kleinen Gurken auch im eigenen Gemüsebeet anpflanzen.

Inkagurken anpflanzen: Das müssen Sie über das Superfood wissen

Inkagurken (Cyclanthera pedata) sind keine neue Züchtung, denn bereits vor Hunderten von Jahren wussten Menschen, das Gemüse für sich zu nutzen. Sie stammt aus der Familie der Kürbisgewächse. Aufgrund ihrer Herkunft ist sie Kälte gewöhnt und gedeiht auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch ohne Probleme.

Die Kletterpflanze ist einjährig und verschönert mit einer passenden Kletterhilfe im Sommer schnell das Gemüsebeet. Da die Pflanze schnell in die Höhe schießt und dabei sogar stolze fünf Meter erreichen kann, lässt sie sich als Turbopflanze gut als Sichtschutz auf dem Balkon oder Bepflanzung um einen gemütlichen Sitzplatz im Garten pflanzen.

Von der Pflanze lassen sich folgende Teile verwerten:

  • Blätter: Die Blätter der Inkagurke ähneln denen der Hanfpflanze, haben aber keine berauschende Wirkung. Sie lassen sich roh und gekocht essen.
  • Früchte: Die Früchte lassen sich ähnlich wie herkömmliche Gurken ebenfalls roh oder gekocht essen. Sind die Früchte schon etwas älter, ist es empfehlenswert, sie zu kochen. Gerne entkernen Köchinnen und Köche die Frucht auch und füllen sie mit anderen Zutaten wie etwa Fetakäse. Sie schmecken auch hervorragend als Grillgut. Die stachelige Schale lässt sich beim Garen erweichen, sodass sie genau wie bei herkömmlichen Gurken mit auf dem Teller landen kann*.
  • Samen: Die schwarzen Samen in der Frucht sind auch essbar, kommen aber eher im medizinischen Bereich zum Einsatz. Samen von jungen Pflanzen lassen sich aber auch gut snacken.

Es zeigt sich also, dass die Inkagurke in der Küche vielseitig verwendbar ist. Doch schon bei den Inkas kam sie nicht nur als Lebensmittel auf den Tisch, sondern auch als Heilpflanze zum Einsatz. So soll die Inkagurke bei regelmäßigem Verzehr beispielsweise die Blutfettwerte senken, was positive Auswirkungen auf den Herz-Kreislauf hat.

Inkagurken anpflanzen: Schritt für Schritt zum Gurkenglück

Wer das Superfood aus Peru nun selbst anpflanzen möchte, sollte mit einer Vorzucht Anfang April beginnen. Die Pflanze keimt und wächst sehr schnell, sodass sie auch in der eher kurzen Vorzucht-Zeit bis zu den Eisheiligen auszugsbereit ist. Der Standort im Garten oder auf dem Balkon sollte sonnig und windgeschützt sein und Gartenfreunde müssen für einen nährstoffreichen, feuchten Boden sorgen. Dabei hilft es, wenn direkt zu Beginn Kompost seinen Weg in die Erde findet.

Inkagurken lassen sich auch gut in Kübeln kultivieren und eignen sich somit auch als Balkonpflanzen oder Terrassenpflanzen. Wichtig ist jedoch, dass Gärtnerinnen und Gärtner der Pflanze in jedem Fall eine hohe Rankhilfe mit in den Topf oder das Beet setzen. Am besten hat diese eine Höhe von etwa drei bis vier Metern, damit sich die Inkagurke den Sommer über auch kräftig entwickeln kann.

Inkagurken eignen sich deshalb so gut als Kübelbepflanzung, da sie es beispielsweise nicht gut vertragen, in Mischkulturen zu wachsen. Auch die Fruchtfolge beachten Gärtnerinnen und Gärtner besser, denn dort, wo die Inkagurke ihren Platz einnimmt, sollte vorher kein Kohl gestanden haben. Die Gurken haben dann Ende August Saison. Vor Schädlingen müssen sich Gartenfreunde in der Regel nicht fürchten, denn die Inkagurke ist robust gegenüber ungewollten Gästen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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