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Hanf als Lebensmittel: Deswegen ist der Verzehr meist unbedenklich

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Von: Anna Katharina Küsters

Lebensmittel, die Hanf enthalten, werden regelmäßig auf ihren THC-Gehalt kontrolliert. So tritt keine berauschende Wirkung beim Verzehr auf.

Düsseldorf – Wer Lebensmittel mit Hanf kauft und auf einen kleinen, glücklichen Rausch wartet, der muss leider lange warten. Denn das sogenannte Nutzhanf beziehungsweise Faserhanf hat einen zu geringen THC-Gehalt, als dass Menschen beim Verzehr eine berauschende Wirkung spüren. Dennoch bringen die Samen des Nutzhanfs einen spannenden Geschmack und oftmals beschworene, gesundheitliche Vorteile mit sich.

Hanf als Lebensmittel: Deswegen bekommen Sie von den Samen keinen Rausch

THC steht für Tetrahydrocannabinol und genau das ist der Grund, weswegen Hanf in der Regel beim Rauchen oder Essen auf den Geist wirkt und einen Rausch auslöst. Dieses THC ist aber in Nutzhanf EU-weit gesetzlich begrenzt, sodass die enthaltene Menge bei Menschen keinen bewusstseinsverändernden Zustand auslöst. Neben THC hat auch das Cannabidiol (CBD) Auswirkungen auf den Körper. Dessen Menge ist nicht gesetzlich festgelegt und schwankt von Produkt zu Produkt. Viele Hersteller schreiben CBD eine positive Wirkung auf die Gesundheit des Menschen zu, was wissenschaftlich bisher aber noch nicht bewiesen ist.

Gartenfreunde können also beruhigt sein, wenn sie Hanfprodukte im Supermarkt kaufen oder einen mit Hanf-Öl verstärkten Kaffee trinken. Denn bewusstseinsverändernde Zustände löst Nutzhanf nicht aus. Im Fokus stehen meistens zudem die Samen des Hanfs, die auch bei Drogenhanf kein THC enthalten. Besonders gesund an Hanfsamen ist laut dem Bundeszentrum für Ernährung beispielsweise:

Besonders der hohe Eiweißanteil macht Hanfsamen für Vegetarier und Veganer interessant. Denn Hanfsamen können so als Ersatz für tierische Eiweiße in die Ernährung eingebaut sein und zählen mit zu den wichtigen pflanzlichen Eiweißquellen.

Hanf als Lebensmittel: So verwerten Sie die Hanfsamen

In de Regel schmecken Hanfsamen leicht nussig und können beispielsweise in folgenden Gerichten einen Platz finden:

Das sind nur einige Möglichkeiten, Hanfsamen gesund und lecker in den eigenen Ernährungsplan einzubauen. Mittlerweile gibt es aber in Supermärkten oder Cafés weitere Angebote wie Hanf-Tee, Hanf-Limonade, Bier mit Hanf, Hanf-Senf oder Hanf-Öl. Manche der Produkte halten leider nicht immer, was sie versprechen. So vielen einige Hanf-Öle beim Test von Stiftung Warentest schlichtweg durch*. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass zum Beispiel in alkoholischen Getränken die Wirkung des minimal enthaltenen THCs verstärkt wirke und Kinder sowie Schwangere besser nicht auf hanfhaltige Lebensmittel zurückgreifen sollten. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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