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Food-Trends 2022: Diese Neuheiten dürfen Sie im kommenden Jahr nicht verpassen

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Von: Anna Katharina Küsters

Schauen Gartenfreunde auf das kommende kulinarische Jahr, dann steht Nachhaltigkeit und Wiederverwertung ganz oben auf der Liste der Food-Trends.

Frankfurt am Main – Ein Mal im Jahr veröffentlicht das sogenannte Zukunftsinstitut ihren jährlichen „Food Report“. Der „Food Report“ nimmt sich die Veränderungen in der Food-Branche vor, wie etwa das sich verändernde Konsumverhalten vieler Menschen, die neuen Nachhaltigkeitsansprüche an Gastronominnen und Gastronome oder die auch im Lebensmittelbereich immer weiter fortschreitende Digitalisierung. Drei Food-Trends zeichnen sich dabei für 2022 deutlich ab.

Food-Trends 2022: Das erwartet Sie im kommenden Jahr

Es ist nicht sonderlich verwunderlich, aber für das kommende Jahr spielen in der Lebensmittelbranche ebenso wie auf fast jedem anderen Gebiet Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine bedeutende Rolle. In den Jahren 2020 und 2021 bekamen viele Gastronomen und Gastronominnen die Corona-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Lockdowns mit voller Wucht zu spüren. Das zwang sie nicht nur, umzudenken und sich neue Verkaufsmöglichkeiten zu suchen, sondern änderte auch das Kaufverhalten vieler Menschen. Denn regionale und nachhaltig produzierte Lebensmittel gewannen und gewinnen immer noch an Beliebtheit. Kein Wunder also, dass auch das Food Jahr 2022 unter diesem Stern steht.

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Food-Trends 2022: 1. Zero waste

Es ist ein nicht enden wollender Kampf gegen Plastik, zu viel Müll, überflüssige Verpackungen und Lebensmittelverschwendung, der auch im Jahr 2022 auf uns zukommt. Zwei Aspekte sind für eine Zero-waste-Gesellschaft im Lebensmittelbereich daher besonders wichtig:

Food-Sharing ist ein längst bekanntes Projekt, mit dem sich noch essbare Essensreste gut aufteilen lassen, doch ein paar Ansätze werden im kommenden Jahr noch ausgebaut. So beispielsweise das Cradle-to-Cradle-System. Dahinter versteckt sich die Idee, Rohstoffe unbegrenzt weiterzuverwenden. Dadurch soll ein endloser Recycle-Kreis entstehen, bei dem kein Rohstoff mehr verschwendet wird. Das Cradle-to-Cradle-System setzt sich laut dem Food Report im kommenden Jahr noch deutlicher durch. Mit Teilen und Wiederverwertung tritt die Food-Branche folglich auch 2022 für das Ziel „Zero waste“ ein.

Zu sehen ist der Oberkörper einer Frau, die einer Person ihr gegenüber ein Laib Brot hinhält (Symbolbild).
Bevor Gartenfans Essen wegschmeißen, teilen sie es lieber mit Freunden (Symbolbild). © MiJo/Imago

Food-Trends 2022: 2. Real Omnivores

Die wahren und richtigen sogenannten Allesesser stopfen nicht alle Lebensmittel einfach in sich hinein. Real Omnivores achten bei ihrer Ernährung genau darauf, welche Lebensmittel nachhaltig und regional produziert worden sind und verzichten beispielsweise auf billiges Fleisch oder Fisch aus schlechter Zucht. Stattdessen versuchen sie, sich neuen Lebensmittel-Entwicklungen gegenüber zu öffnen und beispielsweise auch nachhaltigen Essens-Innovationen wie Grüne Wasserlinsen, Quallenchips oder Insekten zu testen. Fleisch und Fisch sind bei den Real Omnivores nicht verboten, die Tiere müssen jedoch aus nachhaltiger Zucht kommen und jedes Teil des Tieres muss eine Verwendung finden. Schon jetzt essen die Deutschen deutlich weniger Fleisch als noch vor ein paar Jahren*, auf einen bewussteren Fleischgenuss achten also schon viele.

Food-Trends 2022: Local Exotics

Der Wunsch nach nachhaltigen, regionalen Lebensmitteln ist während der Corona-Krise gewachsen. Viele Gartenfreunde sind dazu übergegangen, sich besonders bezüglich des Gemüses selbst zu versorgen und sich ein Gemüsebeet zuzulegen. Dort lässt sich auch wunderbar mit eher exotischen Pflanzen herumprobieren, denn viele der Pflanzen von weiter weg, wachsen auch hierzulande gut an. So lohnt es sich beispielsweise, die Haskap-Beere zu kultivieren, was gut in einem Gewächshaus funktioniert. Statt die exotischen Früchte einfliegen zu lassen, probieren auch immer mehr Hersteller, Früchte und Gemüse aus weiter Ferne direkt vor Ort regional zu kultivieren – bestenfalls natürlich ohne damit hohe Strom- und Wasserkosten zu erzeugen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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