Nicht nur beim Essen

Fastenzeit im Lockdown: Diese Diäten und Ziele sind realistisch

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Am Mittwoch, den 17. Februar 2021, beginnt die Fastenzeit und damit für viele auch der Verzicht. Ob beim Abnehmen in Form von Diäten oder durch Nachhaltigkeit – es gibt einige Möglichkeiten.

München – Die Fastenzeit dauert dieses Jahr vom 17. Februar bis zum 3. April, also genau 40 Tage. In der Kirche dient diese Zeit neben Fasten und Beten auch der Buße. Viele Menschen nutzen die Fastenzeit, um auf bestimmte Dinge zu verzichten, sei es Alkohol, Süßigkeiten, Zucker oder Rauchen. Der vorgegebene Zeitraum motiviert zusätzlich.

Fastenzeit im Lockdown: Diese Ziele und Diäten sind realistisch

Ähnlich wie beim Veganuary ist man in der Fastenzeit nicht allein mit seinem Vorhaben. Zahlreiche Menschen überlegen, worauf sie verzichten wollen, und das muss ganz und gar nicht beim Essen aufhören. Denn Verzicht geht auch in Form von Nachhaltigkeit.

Aber ist Verzicht oder gar eine Diät im Lockdown, der uns alle ohnehin psychisch belastet, überhaupt sinnvoll? Ja, jedoch nur, wenn keine grundlegenden Probleme wie Depression oder Krankheit im Weg stehen. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, eine 1-Tages-Diät ein Mal pro Woche kann auch reichen und ist leichter umzusetzen. Grundsätzlich sollte die Fastenzeit unser Leben aber auch bereichern und unsere Sinne schärfen. Verzicht macht uns auch dankbarer für das Essen und stellt Probleme wie Lebensmittel, die täglich im Müll landen, in den Vordergrund.

Und auch im Haushalt kann „gefastet“ werden. Nachhaltigkeit fängt bei selbst gemachten Reinigungsmitteln und der richtigen Aufbewahrung in der Küche an und geht hin bis zum nachhaltigen Gärtnern. Schwer ist das alles nicht, man muss nur wissen, wie es geht. Wer aber tatsächlich fasten möchte, hat bei der Ernährung zahlreiche Möglichkeiten.

Fastenzeit im Lockdown: Diäten zum Abnehmen

Traditionell beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch mit einem Herings-Gericht, etwa Heringssalat oder Saurer Hering. Danach geht es mit dem Fasten los. In einer radikalen Diät muss das nicht enden, denn beim Abnehmen ist wichtig, genug Nährstoffe aufzunehmen und nicht dauerhaft zu hungern. Unter Diät verstehen wir daher auch einfach nur eine auf die Person und Umstände abgestimmte Ernährungsweise, keine Radikalkur.

Diese Diäten und Kuren bieten sich beispielsweise an:

  • Saftkur: Eine der einfachsten Diäten überhaupt. Eine Saftkur dauert meist drei Tage bis eine Woche und es gibt im Handel fertige Sets, bestehend aus perfekt zusammengesetzten Getränken und teils Brühe. Über den Tag verteilt wird neben Wasser und Tee nur das getrunken, was im Set (oder der Anleitung) enthalten ist. Feste Nahrung fällt weg. Vorteile sind (kurzzeitiger) Gewichtsverlust, oft bessere Haut und allgemein größeres Wohlbefinden. Mit einer Detox-Saftkur kann der Körper Giftstoffe ausschwemmen und Vitamine und Nährstoffe werden zugleich weiterhin zugeführt. Nach der Saftkur sollte aber eine Ernährungsumstellung erfolgen, wenn langfristiger Gewichtsverlust geplant ist, sonst war der ganze Aufwand umsonst.
  • Intervallfasten: Dabei wird für einen bestimmten Zeitraum auf Nahrung verzichtet, gängige Modelle sind beispielsweise acht Stunden essen und 16 Stunden fasten oder noch längere Phasen des Fastens. Intervallfasten sollte aber auch immer bewusste Ernährung beinhalten, denn drei Burger innerhalb der Essens-Zeit bringen keine Erfolge. Tipps fürs Intervallfasten trotz Unverträglichkeiten gibt 24vita.de*.
  • Vegane Ernährung: Kein Fasten im eigentlichen Sinne, jedoch verzichten Sie dabei bewusst auf alle tierischen Produkte. Wenn die vegane Ernährung richtig umgesetzt wird, kommt es nicht zu Nährstoffmangel, lediglich Vitamin B 12 ist schwer aus der Nahrung zu beziehen und kann supplementiert werden. Vegane Ernährung bedeutet auf längere Sicht keinen Verzicht, denn es gibt für beinahe alles inzwischen leckere Ersatzprodukte. Tiere und Umwelt werden dadurch aber geschont.
  • Zuckerfreie Ernährung: Das ist eine Form des Verzichts, von der wir definitiv profitieren können. Der Verzicht auf Zucker klingt utopisch? Dann lassen Sie doch mal den Zucker im Kaffee weg, Sie werden sich schnell daran gewöhnen. Ein erster Schritt kann es sein, bewusst den Lebensmitteln und Getränken keinen Zucker mehr zuzusetzen bei der Zubereitung. Bei zu viel Zuckerkonsum drohen Diabetes, Übergewicht sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden. Wie fr.de berichtet, konsumieren Deutsche im Schnitt 35 Kilogramm Zucker pro Jahr*, das ist deutlich zu viel.
  • Detox-Kur: Auch dabei soll der Körper entgiftet werden. Eine Detox-Kur kann eine Woche lang, aber auch nur einen Tag durchgeführt werden. Wir erklären, welche Lebensmittel dafür geeignet sind und welche Inhaltsstoffe typische Detox-Tees haben.

Wem das zu aufwendig ist, der kann auch kleinere Veränderungen vornehmen, etwa einige Tricks beim Abendessen oder Frühstück oder jede Woche einen veganen Tag einlegen. Wichtig ist dennoch eine ausgewogene Ernährung, mit frischem Obst und Gemüse. Für bestimmte Erkrankungen können Diäten ebenfalls hilfreich sein, etwa die FODMAP-Diät gegen Reizdarm. Zudem gibt es noch weitere Möglichkeiten wie Celan-Eating, Sirtfood-Diät oder Low Carb.

Es geht aber auch anders. So schlägt 24vita.de als Alternativen auch Digital Detox und mehr Umstellungen im Leben vor*. *24vita.de und fr.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Westend61

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