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Zivilisationskrankheiten: Mit der richtigen Ernährung gesund und fit werden und bleiben

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Von: Franziska Irrgeher

Die richtige Ernährung kann dabei helfen, Krankheiten vorzubeugen, langfristig hilft auch eine Ernährungsumstellung. Mit diesen Ernährungstipps bleiben Gesundheit und Fitness erhalten.

Bonn – Gesunde Ernährung ist das A und O, wenn es darum geht, die eigene Fitness zu erhalten oder das Traumgewicht zu erreichen. Essensgewohnheiten haben sowohl physische als auch psychische Auswirkungen und können so dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen oder gar zu heilen. Besonders bei chronischen Krankheiten gibt es oft strikte Diätvorgaben, an die es sich zu halten gilt – aber auch unabhängig davon existieren viele Tipps und Tricks, die zu einem gesünderen Lebensstil beitragen.

Ernährung ganz einfach umstellen und so gesünder leben

Sehr oft machen Menschen die Erfahrung, dass eine schnelle Diät zwar kurzfristig Erfolge bringt, dass das Gewicht aber langfristig zurückkommt und sie wieder am Anfang stehen. Das liegt daran, dass eine gelegentliche Änderung des Ernährungsstils über kurze Zeiträume wenig Erfolge bringt – eine langfristige Ernährungsumstellung ist hingegen effektiv. Das gilt auch für die Vorbeugung von Krankheiten durch Ernährung.

Natürlich ist eine gelegentliche „Sünde“ wie ein Stück Kuchen hier und da erlaubt (und sogar erwünscht, da Belohnungen dieser Art motivieren können!), gerade bei Unverträglichkeiten oder schwerwiegenden Krankheiten ist allerdings Vorsicht geboten. Gesunde Ernährung kann den Körper bei der Heilung unterstützen und die Lebensqualität steigern, wenn sie richtig angegangen wird.

Ernährung: So geht gesund Abnehmen

Das meistverfolgte Ziel bei einer Ernährungsumstellung ist das Abnehmen. Hierbei ist es allerdings nicht so einfach, schlichtweg weniger zu essen – oftmals kann Hungern den gegenteiligen Effekt haben. Bei zu geringer Essenszufuhr verbrennt der menschliche Körper weniger Kalorien, da er glaubt, sich in Not zu befinden. Darum speichert er so viel von der Nahrung ab, wie er nur kann, um Reserven anzulegen.

Effektives, gesundes Abnehmen ist darum vor allem durch ausgewogene Ernährung zu erreichen. Damit ist die abwechslungsreiche Abdeckung des Bedarfs sämtlicher Nährstoffe gemeint, nämlich Eiweiße, Fette, Mineralstoffe, Vitamine und Kohlenhydrate. Je nach Körpertyp, Allergien und Alter der jeweiligen Person unterscheidet sich dieser Bedarf selbstverständlich stark. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit Sitz in Bonn erläutert auf ihrer Website zehn Regeln für vollwertiges Trinken und Essen.

Ernährung: Richtlinien für mehr Gesundheit

Gewisse Richtlinien können bei der richtigen Ernährung helfen. Diese Tipps sind leicht zu befolgen:

Gesundes Essen kann auch gut schmecken und optisch ansprechend sein, wie viele Foodinstagrammer zeigen. Inspirationen (und auch Rezepte) gibt es dort also genug.

Richtige Ernährung: die Mischung macht´s! 

Wie in so vielen anderen Lebenssituationen gilt auch hier: Die richtige Mischung macht den Erfolg aus. Gesund kochen will gelernt sein, wer sich daran versucht, beugt späteren Problemen vor und reduziert aktuell bestehende Probleme.

Zivilisationskrankheiten, die durch den reichen Lebensstil in Industrieländern hervorgerufen werden, werden oft durch Überernährung und Bewegungsarmut verursacht. Zu viel Körpergewicht, wie beispielsweise bei Adipositas, hat eine Masse an körperlichen Beschwerden zur Folge – durch die richtige Ernährung können diese langfristig gemildert werden. 

Ernährung umstellen und Krankheiten lindern

Die heutigen Optionen zur Ernährungsumstellung sind schier endlos. Lebensstile wie Vegetarismus, Veganismus oder Fruganismus werden durch eine Fülle an Alternativprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt. Unverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder Zöliakie (Glutenintoleranz) werden längst dadurch abgefangen, dass es Unmengen an anderen Optionen gibt. Und auch Mängel werden mittlerweile durch gut abgestimmte Zusätze ausgeglichen – so wird etwa Eisenmangel, der vor allem Frauen betrifft, gelindert.

Mängel zu erkennen und darauf zu reagieren, ist essenziell für die Wahl der richtigen Ernährung, da der Körper so genau das bekommt, was er braucht. Dementsprechend fühlt sich der Mensch wohler und gesünder. Eine vollkommene Ernährungsumstellung sollte jedoch immer auch mit dem Hausarzt oder einem Spezialisten für Ernährungsmedizin abgeklärt werden, um bei einem Wechsel die Blutwerte und die allgemeine Gesundheit im Auge zu behalten.

Ernährung bei chronischen Krankheiten

Die Linderung und sogar Heilung chronischer Krankheiten kann durch die richtige Ernährung unterstützt werden. Je nach Krankheitsbild sind dabei selbstverständlich verschiedene Anforderungen zu erfüllen – von einer ausgewogenen Basis auszugehen ist aber immer möglich.

Bei der „Zuckerkrankheit“ Diabetes steht vor allem der Überblick über die Kohlenhydrate im Zentrum. Oftmals ist der Auslöser für Diabetes das Übergewicht – dem kann durch eine gesunde Ernährung vorgebeugt werden. Ist Diabetes allerdings angeboren, heißt das trotzdem nicht, dass auf alles verzichtet werden muss. Stattdessen sollte die Einnahme von Kohlenhydraten an das Bewegungsverhalten der Betroffenen angepasst werden.

Sehr ähnliche Grundkonzepte gelten für Bluthochdruck und Gastritis. Um das Risiko eines Herzinfarkts zu senken und die Entzündung des Magens zu lindern, sollten zuckerhaltige und fettige Lebensmittel sowie Alkohol vermieden und stattdessen auf Obst und Gemüse gesetzt werden.

Um hingegen Gicht vorzubeugen oder die Symptome zu mildern, empfehlen Mediziner vor allem die bereits erwähnte ausgewogene Ernährung. Zwar sollten tierische Lebensmittel mit hohem Purin-Anteil und auch Alkohol nur in geringen Mengen verzehrt werden, sie sind aber nicht völlig verboten.

Ernährung: Mängel ausgleichen

Betroffene der Krankheit Morbus Crohn leiden aufgrund der chronischen Entzündung des Darms oftmals unter Nährstoffmängeln. Aus diesem Grund ist eine vielseitige Ernährung angebracht – dabei sollten Patienten jedoch darauf achten, wenig Rohkost zu essen und leichte Speisen vorzuziehen, um den Bauch nicht zu reizen.

Rheuma- sowie Arthrose-Patienten sollten auf fettreiche Lebensmittel verzichten und den Fleisch-Konsum generell reduzieren. Stattdessen können Gemüse und pflanzliche Öle dabei helfen, die Symptome zu lindern.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann durch einen Mangel an Jod verursacht werden und daher durch ausreichend Einnahme dieses Nährstoffes vorgebeugt werden. Eine viel häufigere Ursache ist allerdings die Erkrankung Hashimoto Thyreoiditis. Diese erfordert vor allem die Einnahme von ausreichend Selen, Eisen, Zink und Vitamin D, um die Symptome zu mildern und den Heilungsprozess zu unterstützen.

Im Falle einer Krebserkrankung wird die Ernährung darauf abgestimmt, gegen Mängel anzukommen. Welche Nährstoffe hierfür notwendig sind und was empfohlen wird, ist ganz individuell, da es sowohl auf die Art des Krebses als auch auf den Körper des Patienten ankommt. Mithilfe der richtigen Ernährung kann der Körper aber ausreichend gestärkt werden, um besser gegen die Krankheit anzukämpfen.

Falsche Ernährung verursacht Krankheiten

In vielen Wohlstandsländern ist die Zivilisationskrankheit Adipositas ein echtes Problem – durch zu viel Nahrungszufuhr kann dem Körper schwer geschadet werden. Die falsche Ernährung verursacht Übergewicht, als Resultat tritt eine Reihe von Problemen wie Gelenksschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Gicht, Nierenversagen und noch vieles mehr auf.

Auch Akne kann durch ungesunde Ernährung begünstigt werden. Vor allem Milchprodukte, Kohlenhydrate und Zucker können in zu hohem Maße schlechte Auswirkungen auf das Hautbild haben.

Zu guter Letzt wird auch die Zöliakie durch die falsche Ernährung erzeugt – aufgrund der Glutenunverträglichkeit reagiert der Körper mit dieser Darmerkrankung, wenn Patienten Gluten zu sich nehmen. Der einzige Weg, dies zu vermeiden, ist konsequenter Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel.

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