Das Hirn austricksen

Neun Diät-Tricks, die wirklich funktionieren: So nehmen Sie leichter ab

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Diäten müssen durchgezogen werden, um zu wirken. Ebenso effektiv wie eine Ernährungsumstellung kann aber auch das Ändern bestimmter Gewohnheiten sein. Diese Diät-Tricks helfen.

München – Abnehmen ist am Jahresanfang oft das Ziel, denn die zusätzlichen Pfunde vom Weihnachts- und Silvesteressen müssen purzeln. Nach einigen Tagen oder Wochen macht sich dann Ernüchterung breit, wenn die Diät zu wenig Erfolge zeigt. Anstatt zu hungern oder Dinge zu essen, die wir überhaupt nicht mögen, können wir aber auch unser Gehirn austricksen. Denn oft ist es nicht Hunger, sondern lediglich Appetit, der uns mehr essen lässt. Diät-Tricks helfen dabei.

Neun Diät-Tricks, die wirklich funktionieren: So nehmen Sie besser ab

Das Ziel dieser Diät-Tricks ist es also, dem Gehirn zu vermitteln: „Ich bin satt“. Abgesehen davon sollten Sie für Ihre Gesundheit allgemein auf gesundes und kalorienarmes Frühstück* achten und möglichst oft auf Fast Food verzichten. Saisonale und frische Produkte sind die Lebensmittel der Wahl, dann ist auch der ein oder andere Snack drin.

Neun Diät-Tricks, die wirklich funktionieren: Das Gehirn austricksen

Um Gewohnheiten und Denkmuster aber vor alle Reaktionen zu ändern, dauert es etwas. Im Schnitt drei Wochen, aber irgendwann wird das neue Verhalten automatisch ablaufen. Versuchen Sie unsere Tricks einige Zeit, denn sie tun weder weh, noch müssen Sie dafür hungern.

Diese Diät-Tricks funktionieren wirklich:

  • Von kleinen Tellern essen: Ein simpler, aber effektiver Trick. Auf kleine Teller passt weniger Essen. Während wir bei großen Tellern manchmal aufessen, obwohl wir längst satt sind, sollte das mit kleinen Tellern nicht passieren. Hier können Sie sich auch Nachschlag genehmigen, vorausgesetzt, das Essen stapelt sich auf dem kleineren Teller nicht.
  • Vor dem Essen ein Glas Wasser trinken: Trinken Sie ein Glas Wasser vor dem Essen. Das füllt den Magen etwas, sodass Sie weniger essen als normal. Auch zwischen den Mahlzeiten kann Wasser den Heißhunger etwas mildern.
  • Am Essen riechen und Aromaöle: Intensive Gerüche wahrzunehmen, sorgt dafür, dass wir weniger essen. Riechen Sie also an Ihrem Essen, konzentrieren Sie sich auf einzelne Geruchskomponenten. Ebenfalls eine effektive Methode sind Aromaöle, denn Pfefferminz, grüner Apfel oder Banane helfen als Gerüche gegen Heißhunger.
  • Farbiges Essen und rote Teller: Das Auge isst bekanntlich mit. Anstatt also einfach Nudeln, Soße und Beilagen als Einheitsbrei auf den Teller zu klatschen, sollten Sie Ihr Essen bewusst und nach Farben anrichten. Denn hier geht es um Kontraste. Von leuchtenden Farben und kontrastreichem Essen nehmen wir weniger zu uns. Besonders hübsch sieht das beispielsweise in einem Glas aus. Füllen Sie beispielsweise Couscous abwechselnd mit verschiedenfarbigem Gemüse ein. Auch die Tellerfarbe spielt eine Rolle. So haben Studien gezeigt, dass rote Teller dazu führen, dass wir weniger essen im Vergleich zu blauen und weißen Tellern.
  • Zähne putzen: Das Abendessen ist vorbei und Minuten später sitzen Sie mit Snacks auf der Couch? Auch das muss nicht sein, wenn Sie nach dem Essen die Zähne putzen. Wir und unser Gehirn haben schon als Kinder gelernt, dass nach dem Zähneputzen nicht mehr gegessen wird. Oft hängt das auch mit dem Geschmack der Zahnpasta zusammen, zuckerfreie Bonbons mit Minzgeschmack können also ähnliche Effekte haben und den Appetit zügeln.
  • Öfter Suppe essen: Das Prinzip kennen wir aus dem Restaurant. Mit Suppe als Vorspeise sitzt man oft vor dem Hauptgericht und hat eigentlich kaum mehr Hunger. Wenn Sie zusätzlich eine kalorienarme oder gesunde Suppe wie eine Curry-Ingwer-Suppe oder eine Rote-Bete-Suppe wählen, kann das Hauptgericht klein ausfallen und Sie sind dennoch satt. Auch ohne viele Kalorien und große Mengen. Klare Brühe geht übrigens auch und ist vor allem im Büro praktisch in der Thermoskanne mitzunehmen.
  • Scharfes Essen gegen Heißhunger: Wer seine Gerichte scharf würzt, wird weniger essen und zudem nebenbei auch mehr trinken. Außerdem ist Schärfe gut für die Fettverbrennung und Chili im Winter wichtig für gute Durchblutung. Aber übertreiben Sie es nicht!
  • Einen Apfel essen: Dass Äpfel den Heißhunger reduzieren, ist bekannt. Essen Sie den Apfel kurz vor den Mahlzeiten, haben Sie weniger Hunger, denn der Blutzuckerspiegel wird stabilisiert. Gesund und lange lagerfähig sind Äpfel außerdem.
  • Langsam essen und genießen: Jeden Bissen 30 Mal kauen, hieß es früher oft. Ob Sie nun das tun oder einfach das Essen bewusst genießen und den Geruch wahrnehmen, die Konsistenz und den Geschmack, ist egal. Wichtig ist Entschleunigung. Schlingen Sie nicht schnell ein Sandwich zwischen zwei Meetings herunter, sondern nehmen Sie sich die Zeit dafür. Die berühmten 20 Minuten, nach denen wir satt sind, helfen zusätzlich dabei.

Ob diese kleinen Änderungen nun im Rahmen von Trend wie dem Veganuary oder Dry January stattfinden oder in eine Ernährungsumstellung wie Basenfasten oder Intervallfasten integriert werden, macht keinen Unterschied. Sorgen Sie aber dafür, dass Sie dennoch genügend Vitamine und Ballaststoffe aufnehmen. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © natashabreen via www.imago-image

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