Entgiftung zum Trinken

Detox-Tee selbst machen: Vorteile der Tees – und diese Bestandteile gibt es

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Detox-Tees sollen dem Körper helfen, Schadstoffe auszuscheiden. Aber klappt die Entgiftung wirklich so einfach? Leckere Detox-Tees lassen sich jedenfalls gut selbst machen.

München – Detox ist kein neuer Trend, sondern schon einige Zeit ein wichtiger Bestandteil gesunder Ernährung. Dabei geht es darum, dem Körper bei der Entgiftung zu helfen. Aber kann Tee alleine dazu wirklich beitragen? Selbst gemacht ist Detox-Tee jedenfalls schnell.

Detox-Tee selbst machen: Das bringen die Tees und so geht es

Kann Tee entgiftend wirken? Aufgrund der geringen Konzentration im Wasser wohl eher nicht direkt. Anregen aber auf jeden Fall, denn jede Sorte wirkt auf bestimmte Organe. Tee wirkt zum einen harntreibend, zum anderen kurbelt er den Stoffwechsel an und hilft so beim Ausscheiden diverser Abfallprodukte. Detox-Tees sind daher auch begleitend zu gelegentlichen 1-Tages-Diäten eine gute Idee. Vorsichtig sollten Frauen mit oralen Kontrazeptiva wie der Pille sein, denn einige im Handel erhältliche Detox-Tees können stark abführend wirken.

Anwender mit Diabetes oder anderen Krankheiten sollten sich vorab über die Bestanteile informieren. Einige wirken auf den Blutzuckerspiegel oder die Leber.

Detox-Tees sind aus verschiedenen Bestandteilen zusammengestellt, die eine positive Wirkung auf einen bestimmten Bereich unseres Organismus haben. Je nach Hersteller wird daraus dann eine individuelle Mischung aus hilfreichen Kräutern und mehr.

Die Inhaltsstoffe von Detox-Tees und ihre Wirkung:

  • Grüner Tee: Wirkt Antioxidativ.
  • Minze/Melisse: Wirken beruhigend und entblähend.
  • Ingwer: Soll die Verdauung anregen, zudem ist Ingwer als Shot und Tee in der Erkältungszeit gesund.
  • Mateblätter: Hemmen den Hunger, regen den Stoffwechsel an und wirken entwässernd.
  • Zitronengras: Kann antioxidativ wirken, ebenso entzündungshemmend und gleicht Cholesterin- und Blutzuckerspiegel aus.
  • Brennnessel: Regt den Stoffwechsel an, wirkt harntreibend und wird außerdem gerne bei Blasenbeschwerden eingesetzt. Kann blutreinigend wirken.
  • Mariendistel: Die ist gut für die Leber, hilft bei deren Regeneration und wirkt auf das Nervensystem beruhigend.
  • Löwenzahn: Die verkannte Gartenpflanze wirkt antibakteriell, blutreinigend und kann den Blutzuckerspiegel regulieren.

Aus diesen Zutaten können Pflanzenfans auch selbst einen Detox-Tee machen, das Ganze sollte aber richtig geplant sein.

Detox-Tee selbst machen: So planen Sie eine Entgiftungswoche

Um das Ganze auch richtig anzugehen, sollten sich Detox-Fans eine Woche Zeit nehmen und währenddessen Alkohol, Süßigkeiten und Kaffee weglassen. Milchprodukte und Fleisch in Maßen sind in Ordnung, die basischen Lebensmittel sollten aber die Mehrheit bilden. Gut geeignet sind daher Dry-January und Veganuary für eine Detox-Kur. Nüsse, Gemüse oder Obst können auch zwischen den Mahlzeiten als Snacks verzehrt werden, eine gesunde Ernährung gehört also für den Detox-Zeitraum mit dazu. Zusätzlich hilft Bewegung und viel trinken.

Mit der richtigen Anleitung können Detox-Fans auch gezielt Organe wie die Leber entgiften*.

Detox-Tee selbst machen: So wird der Tee zubereitet

Für den Detox-Tee sammeln Pflanzenfans die Zutaten entweder draußen, im eigenen Garten oder kaufen sie als getrocknete Kräuter. Einige Bestandteile sollte aber vor der Blüte geerntet werden, dazu zählen Löwenzahn, Melisse sowie Minze. Um sichere Lebensmittel zu erhalten, müssen die Pflanzen drei Tage oder länger gut trocknen.

Dann wird der Tee individuell zusammengestellt. Fragen Sie bei Unsicherheiten lieber bei einem Experten nach, da die Tees in größeren Mengen durchaus durchschlagende Wirkung haben können. Der Kräuterladen stellt auf Wunsch sicher auch Mischungen samt Zubereitungs-Anweisungen her. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © IMAGO / agefotostock

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