Alternative zu Alu- und Plastikfolie

Bienenwachstücher: Deswegen sind sie teilweise gesundheitlich bedenklich

  • Laura Knops
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Als Alternative zu Alu- und Plastikfolie erfreuen sich Bienenwachstücher immer größerer Beliebtheit. Doch ganz unbedenklich sind die bunten Tücher laut Bundesinstituts für Risikobewertung nicht.

München – Wer einen nachhaltigen Lebensstil anstrebt, will unnötigen Müll meist konsequent vermeiden. Auch zu Hause sind Verpackungsmaterialien daher tabu. Zum Glück gibt es praktische Alternativen. Besonders beliebt sind dabei Bienenwachstücher, die anstelle von Alu- und Plastikfolie zum Einpacken und Abdecken verschiedener Lebensmittel verwendet werden. Doch auch die praktischen Tücher können laut Bundesinstitut für Risikobewertung problematische Substanzen enthalten. Was Gartenfreunde bei Bienenwachstücher beachten sollten, erfahren Sie hier.

Bienenwachstücher: Deswegen sind sie teilweise gesundheitlich bedenklich

Bunte Bienenwachstücher sind in vielen Haushalten mittlerweile eine beliebte Alternative zu Alu- und Plastikfolie. Und das nicht ohne Grund: So wird für die Herstellung von Aluminium ein enorm großer Energieaufwand benötigt, in Plastikfolie steckt zudem Erdöl. Wissenschaftler vermuten zudem bereits seit einiger Zeit, dass bedenkliche Substanzen bei Kontakt in Lebensmittel übergehen können.

Wer eine nachhaltigere Verpackungsmöglichkeit sucht, kommt nicht um die Bienenwachstücher herum. Die bunten Stofftücher sind mit einer wasserabweisenden Wachsschicht überzogen und können daher immer wieder verwendet werden. Diese lassen sich zudem ganz einfach selber herstellen*.

Bienenwachstücher: Bundesinstitut für Risikobewertung untersucht die Alternative

Ganz unbedenklich sind die Bienenwachstücher allerdings nicht, wie eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ergab. So enthalten die Tücher ebenfalls gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind.

Besonders problematisch ist laut Experten die Verwendung von Druckfarbe, welche den Textilien ihre bunte Farbe verleiht. Doch auch Mineralölbestandteile und Pestizide im Wachs* konnten das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) feststellen. In der Laboruntersuchung entdeckten die Experten zudem Pflanzenschutzmittel und neurotoxische Substanzen, welche Imker zur Bekämpfung der Varroamilbe in Bienenstöcken einsetzen.

Bienenwachstücher: Nur eingeschränkt empfehlenswert

Kritisch sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zudem die Verwendung von Jojobaöl, welches die Geschmeidigkeit der Tücher verbessern soll. Gelangt es über die Nahrung in den Körper, kann es eine toxische Wirkung haben.

Grundsätzlich müssen Gartenfreunde allerdings nicht auf die praktischen Bienenwachstücher verzichten. So gelten die Tücher bei trockenen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse als unbedenklich. Fettige Nahrungsmittel sollten Verbraucher allerdings besser in wieder verwendbaren und verschließbaren Edestahlboxen aufbewahren. Dazu zählen:

  • Wurst
  • Käse
  • Kuchen
  • Gebäck
  • rohes Fleisch
  • Fisch

Bei diesen Produkten ist es wahrscheinlicher, dass sich problematische Inhaltsstoffe aus den Bienenwachstüchern lösen. Im Kühlschrank reicht zudem meist eine Schüssel, die mit einem Tuch abgedeckt wird. *Merkur.de und ruhr24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Frank Sorge / Imago

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