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Grapefruit: Darum kann zu viel Saft schaden

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Von: Laura Knops

Zitrusfrüchte wie Grapefruits gelten aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts als sehr gesund. Wer Medikamente zu sich nimmt, sollte die Früchte allerdings nur in Maßen essen.

Hannover – Grapefruitsaft ist nicht nur lecker und erfrischend, sondern gilt auch als besonders gesund. Zu viel Saft sollten Gartenfreunde allerdings nicht trinken, sonst drohen gesundheitliche Probleme. Denn neben Vitaminen und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen enthalten Grapefruits Inhaltsstoffe, welche die körpereigenen Enzyme beeinflussen. Wie und für wen das gefährlich werden kann, erfahren Sie hier.

Grapefruit: Darum kann zu viel Saft schaden

Zitrusfrüchte wie Grapefruits, aber auch Pampelmusen und Pomelos sind reich an gesunden Nährstoffen. Die beliebten Früchte liefern neben Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen auch besonders viel Vitamin C – schon drei Grapefruits decken dabei den Tagesbedarf eines Erwachsenen. B-Vitamine und der Pflanzenfarbstoff Lykopin unterstützen zudem verschiedene Stoffwechselvorgänge und sollen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Wer allerdings bestimmte Medikamente einnehmen muss, sollte besser auf die leicht bitteren Zitrusfrüchte verzichten. Denn Grapefruits können zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln führen*, wie auch Merkur.de berichtet.

Grapefruit: Darum kann zu viel Saft schaden

Der Pflanzenstoff Naringin ist nicht nur für den bitteren Geschmack der Frucht verantwortlich, sondern scheint auch die Wirkung bestimmter Medikamente zu beeinflussen. Wer regelmäßig Arzneimittel zu sich nimmt, sollte daher bei frischen Grapefruits und deren Saft besser vorsichtig sein, erklärt Robert Hermann, Facharzt für Klinische Pharmakologie gegenüber dem Wissenschaftsmagazin Quarks.

Bei diesen Arzneimitteln können Grapefruits den Medikamentenwirkstoff nicht nur verringern, sondern auch deutlich erhöhen. Schuld daran ist ein körpereigenes Enzym (CYP 3A4), welches sich vor allem in Leber und Darmwand befindet. Nehmen Patienten Grapefruits zu sich, wird das Enzym gehemmt und der Abbau bestimmter Medikamente verlangsamt. Die Wirkstoffe können also nicht mehr optimal abgebaut werden.

Grapefruit: Darum kann zu viel Saft schaden

Laut Verbraucherzentrale wird bereits beim Verzehr üblicher Grapefruit-Mengen die Wirkung zahlreicher Arzneimittel deutlich verstärkt. Auch ein großer zeitlicher Abstand zwischen Verzehr und Einnahme der Medikamente verringert diesen Effekt nicht.

Schon eine Frucht oder ein Glas Grapefruitsaft kann nach Angaben der Experten zu gefährlichen Wechselwirkungen führen. Betroffen sind dabei unter anderem Medikamente wie:

Da Grapefruits kein notwendiger Bestandteil der Ernährung sind, sollten Patienten laut der Apothekenkammer Niedersachsen, die Medikamente einnehmen vorsichtshalber auf den Verzehr der Früchte verzichten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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