Kein Fast-Food

Abnehmen: Diese beliebten Lebensmittel sollten gemieden werden

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Abnehmen ist ein Vorsatz, den viele im neuen Jahr haben. Damit das auch klappt, muss die Ernährung nachhaltig umgestellt werden. Einige Lebensmittel sind dann tabu.

Bonn – Im Januar steht für viele nach dem reichhaltigen Essen der vergangenen Feiertage eine Diät an. Eine kurze Umstellung der Ernährung bringt jedoch wenig. Besser klappt es, wenn Sie auf bestimmte Lebensmittel weitestgehend verzichten. Dazu gehören leider viele beliebte Gerichte und Snacks.

Abnehmen: Diese Lebensmittel sollten Sie unbedingt meiden

Im Grunde ist das Prinzip einfach: Wir sollten, wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen, fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag essen, wenn Fleisch, dann wenig und auch den Zuckerkonsum einschränken.

In der Praxis kommt an einem stressigen Tag dann aber die Pizza gelegener als ein Salat, ein Softdrink gibt schneller Energie als Wasser und der Milchkaffee gehört auch einfach dazu. Leider sind es gerade solche Lebensmittel, die Abnehmwillige für nachhaltige Erfolge reduzieren sollten.

Diese Lebensmittel sollten beim Abnehmen gemieden werden:

  • Softdrinks: Vor allem Kundenlieblinge wie Limonade und Cola stecken voller Zucker. Tatsächlich ist der Zuckergehalt sogar von Land zu Land unterschiedlich. Gerade die sogenannten Softdrinks, zu denen viele von uns gerne greifen, können langfristig aber Adipositas oder Übergewicht fördern. Trinken Sie lieber ungesüßten Tee oder Wasser, auch wenn es schwer fällt. Gelegentlich ein Softdrink ist natürlich kein Weltuntergang.
  • Eiscreme: Vor allem im Sommer ein beliebter Snack. Aber auch zu Hause haben viele Eiscreme im Gefrierfach, für emotionale Notfälle oder zur Aufmunterung. Das mag zwar wirken, den Serotoninspiegel erhöhen Nüsse aber genauso und sind deutlich gesünder. Anstatt des zuckerhaltiges Eises aus dem Laden können Sie zu Sorbet oder Eis aus Magerquark oder auf Joghurtbasis greifen, wenn es sein muss.
  • Pizza: Pizza ist lecker und nicht mal so ungesund, wenn Sie sie selbst machen. Handelt es sich aber um Tiefkühlprodukte, müsste man die Inhaltsstoffe nachlesen und das tut kaum jemand. Fest steht: Eine Pizza deckt einen Großteil der Kalorien für einen Tag bereits ab. Zudem enthalten Fertigprodukte oft billige Wurst, Zucker, viel Käse sowie raffiniertes Mehl. Besser für den Blutzuckerspiegel wäre beispielsweise selbst gemachte Pizza aus Vollkornmehl.
  • Kaffee mit Milch: Der ist schon beim Frühstück ein Problem. Zumindest für Menschen, die viel Kaffee trinken und in jede Tasse noch Milch geben oder gleich zu Latte Macchiato oder Cappuccino greifen. Noch schlimmer ist fertiger Kaffee aus dem Automaten oder dem Supermarkt, dem ist meist noch Zucker oder Geschmack zugesetzt. Schwarzer Kaffee oder auch Kaffee-Alternativen aus anderen Pflanzen wären die bessere Option. Ebenso eine Tasse Tee.
  • Fruchtsäfte (gekauft): Wir sprechen von sogenannten ACE-Säften und anderen fertig verfügbaren Fruchtsäften. Die enthalten oft reichlich Zucker, und der Fruchtanteil bei Säften aus dem normalen Getränkeregal ist oft auch nicht so hoch. Kaufen Sie lieber Direktsäfte oder pressen Sie die Früchte selbst.
  • Frittierte Lebensmittel: Fett ist ein Geschmacksträger, heißt es oft. Das mag stimmen, aber gesund ist es in großen Mengen nicht mehr. Das gilt vor allem für Frittiertes. Ob Pommes, Chips oder andere frittierte Lebensmittel: Sie nehmen damit viele Kalorien zu sich, gut für die Gesundheit sind die eigentlich gesunden Kartoffeln dann aber nicht mehr. Auch Übergewicht kann eine Folge von regelmäßigem Konsum sein. Stattdessen bieten sich beispielsweise gekochte Kartoffeln an.
  • Weißbrot: Weißmehl hat nicht viele Nährstoffe, zudem machen Weißmehlprodukte nur kurzzeitig satt. Mehr Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine hat dagegen Vollkornmehl, greifen Sie also lieber darauf zurück.
  • Gebäck: Ein beliebter Snack sind Gebäckstücke vom Bäcker nebenan. Vor allem in der Arbeit muss es manchmal schnell gehen, und so ein süßes Teil ist schneller verzehrt als der Salat. Gebäck enthält aber neben Kalorien auch oft viel Zucker und Fett. Abgesehen von gelegentlicher Obstfüllung ist der tatsächliche Nutzen außer schneller Energie also gering. Ebenfalls problematisch: Die teils enthaltenen Transfette können langfristig Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. Lange satt macht Gebäck leider auch nicht.
  • Schokoriegel und Energieriegel: Bei Schokoriegeln dürfte das Problem auf der Hand liegen, denn sie enthalten meist viel Zucker. Fett ist auch nicht wenig drin und viele Kalorien haben Schokoriegel auch. Energieriegel sind nicht immer die bessere Wahl, denn auch darin kann Zucker, Fett und Pestizide enthalten sein. Nüsse in Maßen oder ab und an ein Stück dunkle Schokolade sind gesündere Alternativen.
  • Alkohol: Das Getränk hat an sich schon ein paar Kalorien. Das weitaus größere Problem ist aber, dass Alkohol gelegentlich Heißhunger auf Fettiges auslöst. Wer also regelmäßig trinkt und im Delirium dann fettige Speisen isst, nimmt auf Dauer zu. Der Januar ist also der perfekte Monat, um testweise ein paar Wochen komplett auf Alkohol zu verzichten.

Bei allem gilt: Die Menge macht das Gift. Ein Mal pro Woche Pizza, wenn die restliche Ernährung gesund ist, ist weniger problematisch. Gehen Sie dagegen jeden Morgen zum Bäcker und essen eine Apfeltasche, mittags etwas Frittiertes und trinken dazu den ganzen Tag Milchkaffee, sollten Sie die Ernährung schrittweise umstellen. Ein Tag mit gesunden Lebensmitteln ist ein Anfang und kann dann auf die anderen Wochentage ausgeweitet werden.

Und beim Frühstück können Abnehmwillige schon anfangen, denn viele ungesunde Lebensmittel sind dort enthalten. Wer dann noch Lust auf weitere Diäten oder Ernährungsumstellung hat, kann beim Dry January oder Vaganuary mitmachen, auch Intervallfasten ist eine Option, oder Sie stellen die Gewohnheiten beim Abendessen um. Auf leckeres Brot müssen Sie deshalb nicht verzichten, Cloud Bread ist beispielsweise eine tolle Low-Carb-Alternative*. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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