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Weniger Fleisch essen: So profitieren Gesundheit, Klima und Tierwohl vom Fleischverzicht

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Von: Laura Knops

Ein zu hoher Fleischkonsum schadet nicht nur der Umwelt und dem Tierwohl. Zu viel Fleisch- und Wurstwaren wirken sich auch negativ auf die Gesundheit aus.

Bonn – Immer mehr Menschen verzichten komplett auf Fleisch, rund sechs Millionen Deutsche leben vegetarisch. Auch insgesamt scheinen hierzulande immer weniger Fleisch- und Wurstwaren auf dem Teller zu landen. So war der Fleischkonsum im vergangenen Jahr so niedrig wie schon lange nicht mehr. Die Gründe für den Verzicht von Fleisch sind vielfältig: Ein zu hoher Fleischkonsum sowie die damit einhergehende Massentierhaltung belasten nicht nur Tierwohl und Umwelt. Wer zu viel Fleisch isst, schadet auch seiner Gesundheit.

Weniger Fleisch essen: So profitieren Gesundheit, Klima und Tierwohl vom Fleischverzicht

Obwohl der Fleischverzehrseit Beginn der Aufzeichnungen 1989 abzunehmen scheint, verzehrt jeder Deutsche mit durchschnittlich rund 60 Kilogramm jährlich immer noch deutlich mehr Fleisch, als gut für ihn ist. So rät die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) dazu, Fleisch- und Wurstwaren nur in Maßen – allerdings nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche – zu sich zu nehmen. Denn übermäßiger Fleischkonsum ist mindestens genauso schädlich für die Gesundheit wie eine zucker- und fettreiche Ernährung.

Längst ist klar: Wer zu viel Fleisch isst, leidet häufiger an Übergewicht, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem sehen Wissenschaftler und Mediziner einen engen Zusammenhang zwischen einem hohen Konsum von rotem Fleisch und Erkrankungen wie Diabetesund Darmkrebs.

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Weniger Fleisch essen: Gut für Klima und Tierwohl

Zu enge Ställe, kaum Tageslicht und ein kurzes Leben – Nutztiere wie Rinder, Schweine und Hühner verbringen meist ihr gesamtes Leben ohne viel Platz und Auslauf in einem Stall. Die Missstände in der Massentierhaltung verderben vielen Menschen daher die Lust am Fleischverzehr. Für wen die ethischen Gründe immer noch kein Argument sind, auf Fleisch zu verzichten, der sollte zumindest weniger Fleisch in Bio-Qualität konsumieren.

Langfristig weniger Fleisch essen: Das fordert auch das Umweltbundesamt. Denn die globale Viehhaltung belastet das Klima und trägt zum Treibhauseffekt bei. So ist die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie laut der Naturschutzorganisation WWF für rund 25 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich*. Zudem wird rund ein Drittel der Landfläche für Äcker und Weiden genutzt. Die Futtermittelproduktion trägt außerdem zum Verlust der weltweiten Artenvielfalt bei. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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