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Ernährung bei Adipositas: Warum es so wichtig ist, Gewicht am Bauch zu verlieren

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Adipositas ist in den westlichen Ländern auf dem Vormarsch. Mit diesen Tipps und Tricks gelingt die gesunde Ernährung und das Abnehmen schnell und effektiv.

  • Die richtige Ernährung bei Adipositas kann das Körpergewicht effektiv reduzieren
  • Adipositas kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen für den Körper haben
  • Mit ein paar wenigen Tipps ist das Traumgewicht in Reichweite

Bonn – Die Wohlstandskrankheit Adipositas, auch als Fettleibigkeit bekannt, stellt in immer mehr europäischen Ländern ein Problem dar. Die Kombination aus einem Mangel an Bewegung, Überfluss an Nahrung, Vorerkrankungen oder genetischer Veranlagung resultiert nicht selten in schwerem Übergewicht, das gravierende gesundheitliche Schäden zur Folge haben kann.

Vor allem bei Kindern stellt Fettleibigkeit ein großes Problem dar. Die kindliche Adipositas zieht körperliche Schwierigkeiten für das restliche Leben nach sich. Mit der richtigen Ernährung ist es allerdings nicht nur möglich, Adipositas wieder loszuwerden, sondern sie sogar früh genug vorzubeugen, sodass es gar nicht erst so weit kommt.  

Adipositas: BMI, Symptome & Co. – Das sollten Sie dazu wissen

Der Grad, ab dem die Grenze zu Adipositas überschritten wird, orientiert sich am Body-Mass-Index, den Sie auch online berechnen können. Liegt der BMI zwischen 30 und 35, so leiden Patienten unter Adipositas Grad 1 und tragen ein erhöhtes Risiko für Folgekrankheiten. Bei der Überschreitung eines BMI-Wertes von 35 wird Adipositas Grad 2 erreicht und der Risikofaktor steigt auf „hoch“ an.

Ab einem BMI von 40 wird von Adipositas Grad 3 gesprochen – in diesem Falle ist das Risiko von Folgeerkrankungen sehr hoch und es treten bereits offensichtliche Symptome wie Gelenksschmerzen und Kurzatmigkeit auf. Auf jeder dieser drei Stufen besteht für den menschlichen Körper eine erhöhte Gefahr für eine Vielzahl an Krankheiten, die nebst der Adipositas selbst das Leben schwer beeinträchtigen können.

Gesund abnehmen, um ein sorgenfreies, leichteres Leben zu führen, ist darum unabdingbar. Die Ursachen für Adipositas können vielfältig sein. Gewichtszunahme kann sowohl auf Vorerkrankungen als auch emotionales Ungleichgewicht zurückgeführt werden.

Diese Auslöser im Auge zu behalten, kann ebenfalls dazu beitragen, die Fettsucht in den Griff zu bekommen. Beim gezielten Abnehmen können Communities auf verschiedenen Online-Plattformen wie Instagram mit Motivation, Ratschlägen und Tipps helfen.

Ernährung bei Adipositas: Ursachen, Folgen und Vorbeugung

Liegt die Ursache von Adipositas in einer Vorerkrankung, wie Schilddrüsenunterfunktion oder Stoffwechselerkrankungen, ist die Vorbeugung beziehungsweise Bekämpfung von Übergewicht schwieriger. Auch hier ist es allerdings nicht unmöglich, Fettsucht zu bekämpfen. Es sollte lediglich ein Arzt konsultiert werden, der einen maßgeschneiderten Tagesplan für die Ernährung zusammenstellt.

Sind die Gründe für Adipositas hingegen „klassische“, wie Bewegungsmangel oder Überernährung, kann abnehmen mit einem Tagesplan für die Ernährung rasch und leicht gelingen, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit Sitz in Bonn.

Besonders bei Männern ist das Abnehmen am Bauch wichtig, da sich bei ihnen das Fett typischerweise um die Organe im Bauchraum herum anstaut, was das Risiko für Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Herzinfarkt besonders erhöht.

Aus diesem Grund ist es auch essenziell, das Übergewicht bei Kindern vorzubeugen – andernfalls können diese ein Leben lang mit den Folgen zu kämpfen haben. Mit einer Kombination aus der richtigen Ernährung und auch ein wenig Bewegung ist die Reduktion des Gewichtes keine Hexerei.

Ernährung bei Adipositas: Diese Lebensmittel sollten Sie meiden

Bei Adipositas sollte der Fokus auf fettarmer und zuckerarmer Ernährung liegen. Ein Tagesplan für die Ernährung kann beim Abnehmen sehr hilfreich sein, ist aber nicht zwingend notwendig, wenn ein paar gesunde Rezepte zur Verfügung stehen. Mit viel Gemüse, Obst, Eiweiß und Vollkornprodukten geht das Abnehmen wie von allein.

Stark reduzieren oder ganz weglassen sollte man allerdings diese Lebensmittel:

  • Frittierte Speisen
  • Weißbrot und generell Weizenprodukte
  • Fast Food
  • Süßigkeiten jeglicher Art (stattdessen ein Stück Obst naschen!)
  • Schmalz, Palmfett, Butter (lieber in Oliven- oder Rapsöl anbraten)
  • Alkohol und gezuckerte Softdrinks
  • Fettige Wurst- und Fleischsorten wie Speck (magerer Aufschnitt ist erlaubt)

Von einem Tag auf den anderen völlig zu verzichten, ist oftmals schwierig. Eine langsame, aber stetige Reduktion ungesunder Lebensmittel ist allerdings erfolgversprechend und über einen längeren Zeitraum hinweg effektiv – so kann Adipositas erfolgreich angegangen werden.  

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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