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Bucheckern: Deswegen sollten Sie die Früchte nicht roh essen

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Von: Anna Katharina Küsters

Bucheckern schmecken lecker und liefern dem Körper eine Menge gesundes Fett. Beim nächsten Spaziergang im Wald lohnt es sich, die Früchte zu sammeln.

Berlin – Kastanien und bunte Blätter gehören zum Herbst genauso dazu wie Kürbisse und schmuddeliges Wetter. Was viele Gärtnerinnen und Gärtner dabei jedoch vergessen, sind die Bucheckern. Die Früchte der Rotbuche dienen in Wäldern oftmals Wildschweinen als Futter, lassen sich aber genauso gut in der Herbst-Küche verarbeiten. Es lohnt sich also, beim nächsten Spaziergang genauer auf den Boden zu schauen und nach Bucheckern Ausschau zu halten.

Bucheckern: So lecker und nahrhaft sind die Früchte der Rotbuche

Der Geschmack von Bucheckern ist nussig-mild und die kleinen Früchte sind wahre Energielieferanten. Mit einem Fettgehalt von 40 Prozent waren sie laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) besonders in der Nachkriegszeit ein begehrtes Nahrungsmittel. Mittlerweile sind die kleinen, dreieckigen Nüsse etwas in Vergessenheit geraten. Dabei haben sie so viel zu bieten und es macht eine Menge Spaß, den nächsten Herbst-Spaziergang mit der Suche nach Bucheckern zu verbinden.

Die Nüsse sind recht klein, ihr Fruchtbehälter ist gerade mal fünf Zentimeter lang und die in ihm liegenden Früchte sind nicht größer als anderthalb Zentimeter. Ohne das Zutun des Menschen springt der Fruchtbehälter ab einem bestimmten Reifegrad der Früchte im September auf und verteilt so die Samen auf der Erde. Wer Bucheckern findet, kann sie meist aber auch leicht von Hand öffnen und direkt roh naschen. Zu viele rohe Früchte sollten Gartenfreunde sich aber nicht in den Mund stecken, denn im rohen Zustand enthalten die Bucheckern noch den schwach giftigen Stoff Fagin. Er kann bei zu hoher Dosierung Magenkrämpfe auslösen.

Bucheckern: Das steckt in den gesunden Nüssen

Neben einem hohen Fettanteil enthalten Bucheckern noch weitere gesunde Nährstoffe wie zum Beispiel:

Das enthaltene Fett ist unter anderem so gesund, da es sich laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hauptsächlich um ungesättigte Fettsäuren handelt. Diese sollen das Risiko, an einem Herzleiden zu erkranken, senken. Ballaststoffe sorgen daneben für eine rundum gut laufende Verdauung, Mineralstoffe und Vitamine für ein gesundes Immunsystem.

Zu sehen ist eine Hand, auf der sowohl geschälte als auch ungeschälte Bucheckern liegen (Symbolbild).
Roh sollten Gartenfreunde Bucheckern nur in Maßen essen (Symbolbild). © Imago

Bucheckern: So bereiten Sie die Früchte zu

Wer auf rohe Bucheckern lieber verzichten möchte, der hat viele Möglichkeiten, sie anders zuzubereiten. Der einfachste Weg ist wohl das Rösten. Dafür die Bucheckern einfach in einer Pfanne erhitzen und das nussige Aroma genießen. Gärtnerinnen und Gärtner, die sich das Schälen der Früchte erleichtern möchten, übergießen sie einfach mit kochendem Wasser – laut NABU lassen sie sich danach deutlich leichter schälen. Daneben sortieren sich die hohlen Früchte so schnell aus, denn sie schwimmen oben auf dem Wasser.

Experimentierfreudigere Köchinnen und Köche schroten die Nüsse und backen aus dem so entstandenen Mehl ihr eigenes Brot oder leckere Kekse. Auch als Salattopping für Herbst-Salate oder selbst gebackenen Nusskuchen ohne Mehl* und Nachspeisen bieten sich die Bucheckern an. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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