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Brokkoli im Winter: Deswegen sollten Sie viel von dem Gemüse essen

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Von: Anna Katharina Küsters

Brokkoli ist nicht jedem suspekt, der Kohl schmeckt aber lecker und ist überaus gesund. Besonders für Augen und Haare bringt er viele Vorteile.

Münster – Im Winter ist es oft nicht leicht, noch frisches Gemüse zu bekommen. Brokkoli bildet da eine Ausnahme, denn das grüne Kohlgemüse lässt sich auch im November noch frisch ernten. Damit haben Gartenfreunde eine wertvolle Vitamin-C-Quelle in ihrem Gemüsebeet, denn Brokkoli steckt sogar Zitronen locker in die Tasche, wenn es um den wertvollen Inhaltsstoff geht.

Brokkoli im Winter: Deswegen unterstützt das Gemüse Ihre Augen

Der Herbst ist neben dem Sommer wohl die ertragreichste Erntesaison. Doch auch der darauffolgende Winter hat noch mehr zu bieten, als viele vielleicht denken. Unter anderem lässt sich bis in den November hinein noch leckerer frischer Brokkoli ernten. Brokkoli gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist eng verwandt mit Blumenkohl. Seinen Ursprung hat der Kohl wahrscheinlich im nördlichen und östlichen Mittelmeerraum und sein Potenzial wurde hierzulande lange unterschätzt. Laut der Landwirtschaftskammer NRW kam das Gemüse erst in den 1970er-Jahren in Deutschland auf die Teller und in die Töpfe. Seitdem ist Brokkoli aber nicht mehr wegzudenken aus der deutschen Küche.

Zu sehen ist eine Metallschüssel, die mit Brokkoli gefüllt ist und auf einem Holztisch steht (Symbolbild).
Brokkoli liefert viel Folsäure (Symbolbild). © Imago

Brokkoli im Winter: Das steckt drin

Brokkoli liefert zwar kein Fett, kaum Eiweiß und wenig Energie, kann dafür aber mit einem hohen Vitamin-Anteil auftrumpfen. So enthält Brokkoli beispielsweise folgende gesunde Inhaltsstoffe:

Besonders der Anteil an Vitamin C ist bei Brokkoli erwähnenswert. Wer nur 100 Gramm isst, nimmt dabei schon 115 Milligramm Vitamin C zu sich. Zum Vergleich: In 100 Gramm Zitrone stecken gerade mal 53 Milligramm. Im Winter hilft Brokkoli also bestens, den Vitamin-Haushalt auf Vordermann zu bringen, auch wenn Gartenfreunde nur wenig davon essen.

Das enthaltene Betacarotin in Brokkoli unterstützt außerdem die Sehkraft. Auch dabei ist Brokkoli Spitzenlieferant, denn in 100 Gramm stecken 850 Mikrogramm Betacarotin. Betacarotin kann der Körper leicht in Vitamin A umwandeln, was wiederum die Augen und Haut fit hält. Bei Hautproblemen ist Brokkoli also ebenfalls eine gute Wahl. Denn die Haut bekommt nicht nur einen Frische-Kick, sondern ist durch Brokkoli auch besser geschützt vor schädlichen UV-Strahlen*.

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Damit ist es aber noch nicht getan. Denn auch den Zellen im Körper kommt Brokkoli sehr gelegen. Die im Gemüse enthaltene Folsäure sorgt dafür, dass die Zellteilung und die Zellen an sich reibungslos funktionieren. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) ist Folsäure besonders für Frauen mit Kinderwunsch extrem wichtig. Brokkoli liefert 111 Mikrogramm Folsäure pro 100 Gramm. Besonders lecker schmecken beispielsweise Gemüsemuffins mit Brokkoli. Essbar sind übrigens alle Teile des Brokkolis, sogar die grünen Blätter, die manchmal aus dem Kopf des Gemüses herauswachsen.

Brokkoli im Winter: So wächst der Kohl im Garten am besten

Das Praktische an Brokkoli ist, dass er ein recht pflegeleichtes Gemüse ist und Gärtnerinnen und Gärtner ihn problemlos im eigenen Garten anpflanzen können. Folgende Kriterien sollte der Standort des Brokkolis erfüllen:

Der Anbau des Starkzehrers gelingt am besten mit einer Vorzucht. Dafür bereiten Gartenfans Anzuchtschalen mit spezieller Anzuchterde vor und säen das Saatgut zwischen Januar und März darin aus. Das Ganze muss dann geschützt drinnen oder im Gewächshaus keimen, denn bis kräftige, kleine Jungpflanzen entstanden sind, kann es bis zu 30 Tage dauern. Das Pikieren nach der Keimung ist für Brokkoli wichtig, die keimenden Pflänzchen sollten Gärtnerinnen und Gärtner in einzelne Töpfe umpflanzen. Ab April dürfen die Jungpflanzen dann mit extra Schutz wie einer Vliesabdeckung ins Beet. Dabei braucht jede Brokkolipflanze etwa 50 Zentimeter Platz bis zur nächsten Pflanze. Eine Kompostdüngung und eine Extraportion Algenkalk helfen den empfindlichen Pflanzen beim Anwurzeln.

Wer sich die Arbeit nicht machen möchte, wartet einfach bis in den Mai. Dann lässt sich das Saatgut auch direkt ins Beet geben. Späte Sorten, sogenannter Winter-Brokkoli, können zwischen August und September ins Beet und sind dann im April reif. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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