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Bohnen zubereiten: Richtige Vorbereitung und abwechslungsreiche Rezepte

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Von: Franziska Irrgeher

Bohnen mag nicht jeder, doch richtig zubereitet ergeben sie leckere Gerichte. Allerdings sollten Bohnen nicht roh gegessen werden. Vorbereitung ist also wichtig.

München – Frisch geerntete Bohnen aus dem eigenen Garten oder eventuell auch vom Balkon sind etwas Tolles. Doch wer sie essen will, muss sie kochen, denn roh sollten Bohnen nicht verzehrt werden. Mit der richtigen Vorbereitung in der Küche gelingen dann aber viele leckere Rezepte.

Bohnen zubereiten: Die richtige Vorbereitung und leckere Rezepte

Stangenbohnen, Buschbohnen und einige mehr wachsen meist ohne großen Pflegeaufwand im Garten oder notfalls sogar in Töpfen auf dem Balkon. Rund zwei bis drei Monate nach der Aussaat sind sie erntereif und damit bereit für die Verarbeitung. Daher ist der Erntezeitraum nicht genau definiert, es kommt auf den Termin der Aussaat und auf die Pflanze an, zudem bilden sich oft immer wieder neue Blüten. Um reife Bohnen zu erkennen, sollten Gartenfans sie einfach durchbrechen. Ist die Kante glatt und die Bohnen im Inneren sind kleiner als ein Zentimeter, dann sind sie erntebereit. Etwas anders sieht es bei dicken Bohnen aus, die sind reif, wenn die Samen auch von außen deutlich zu erahnen sind, auch die Verarbeitung ist bei diesen Bohnen ein wenig anders.

Junge grüne Bohnen schmecken meist besser als ältere, für die Ernte werden die Früchte einfach mit dem Finger abgeknipst. Und dann geht es an die Verarbeitung, denn rohe Bohnen sind giftig!

Zu sehen ist ein Holztisch, auf dem ein Tuch liegt. Darauf eine Schale mit geschnittenen grünen Bohnen und ein Teller mit ganzen Bohnen. Hinter der Schale ein Bündel mit Bohnen. (Symbolbild)
Grüne Bohnen sollten nie roh gegessen werden (Symbolbild). © Marcos Castillo/Imago

Bohnen zubereiten: So giftig sind rohe Bohnen

Wie die Verbraucherzentrale Bayer angibt, enthalten ungekochte grüne Bohnen Phasin, eine giftige Eiweißverbindung. Ernährungsexpertin Heidrun Schubert der Verbraucherzentrale erklärt, dass die Bohnen mindestens zehn Minuten gekocht werden müssen, damit das Protein größtenteils zerstört wird, gegarte Bohnen seien daher ungefährlich. Allerdings sei zu beachten, dass auch das Wasser Phasin enthalte, es sollte also weggeschüttet werden. Phasin, so die Verbraucherzentrale, sorge dafür, dass die roten Blutkörperchen zusammenkleben, die Folge ist ein behinderter Sauerstofftransport im Blut und Reaktionen wie Erbrechen, Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen. Bei Kindern reichen schon fünf oder mehr rohe Bohnen für Symptome aus. Daher gilt: Bohnen niemals roh essen und wenn es doch mal passiert ist, sollte die Person einige Zeit im Blick behalten werden.

Bohnen zubereiten: Die richtige Vorbereitung

Damit es aber gar nicht erst zu Vergiftungen oder leichten Symptomen kommt, sollten Bohnen immer gegart werden. Vorbereitend müssen die Bohnen aber zunächst geputzt werden. Dazu werden sie erst gewaschen, danach schneiden Gartenfans beide Enden ab und schneiden die Bohnen nach Bedarf noch klein. Manche Bohnen erfordern zudem das Abziehen der Fäden in der Mitte. Beim Kochen selbst gibt es einige Tricks, so kann Natron die schöne Farbe erhalten, Kräuter wie Fenchel oder Kümmel sorgen für weniger Blähungen.

Bohnen sollten mindestens zehn Minuten gegart werden, egal wie. Klassisch geht das beispielsweise im Topf mit Salzwasser, natürlich lassen sich Bohnen aber auch anbraten, dünsten oder dämpfen.

Und was macht man nun damit? Zugegeben, nur grüne Bohnen sind langweilig. Daher hätten wir da einige Rezeptideen:

Salate:

Bei Bohnensalat ist es vor allem wichtig, dass die Marinade gut durchziehen kann*.

Eintöpfe:

oder leichte Hauptgerichte:

Perfekt zu Bohnen passt natürlich Bohnenkraut. Wer möchte, kann Bohnen auch als Beilage zu Fleisch servieren, etwa in Speck eingewickelt und angebraten. Leckere vegane Gerichte abseits der Klassiker können beispielsweise als Pfannengericht mit Sesam zubereitet werden und auch zu Kartoffeln passen Bohnen wunderbar. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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