Wintergemüse als Bitterstoff-Lieferant

Bitterstoffe im Essen: Deswegen unterstützen sie unsere Abwehrkräfte

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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In vielen Kohlsorten stecken Bitterstoffe. Darüber sollten sich Gartenfreunde freuen, denn die machen uns bei regelmäßigem Verzehr gesünder und stärken unser Immunsystem.

Bonn – Viele Kinder verziehen bei bitterem Gemüse das Gesicht und lehnen das Essen ab. Gartenfreunde sollten das bitter schmeckende Gemüse aber regelmäßig mit auf den Speiseplan schreiben, denn es unterstützt die Gesundheit und hält Kinder und Erwachsene fit. Auch im Winter hält der Garten an Gemüse mit Bitterstoffen noch einiges bereit.

Bitterstoffe im Essen: Darum sind sie so gesund

In einigen Wintergemüse-Sorten stecken Bitterstoffe, die so ausgeprägt sind, dass sie beim Verzehr zu schmecken sind. Manche Gartenfreunde hält das davon ab, das Gemüse in ihre Gerichte zu integrieren oder überhaupt erst im eigenen Gemüsebeet anzupflanzen. Das sollten sie aber noch mal überdenken, denn die Bitterstoffe bringen für unseren Körper viele positive Eigenschaften mit sich. So wirken laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BMLE) und anderen Experten Bitterstoffe unter anderem positiv auf:

  • Verdauung
  • Produktion von Magen- und Gallensaft
  • Appetit
  • Durchblutung
  • Immunsystem
  • Leber und Galle*
  • Sie wirken antioxidativ
  • Sind gut gegen Übelkeit
  • Beeinflussen Blutzuckerspiegel positiv

Mehrmals die Woche ist ein selbst gekochtes Essen mit bitterstoffhaltigem Wintergemüse durchaus empfehlenswert. Die Pflanzen enthalten die Bitterstoffe übrigens, um sich gegen Bakterien und Fressfeinde zu schützen.

Beim Verzehr haben Menschen jedoch keinerlei Probleme und nehmen je nach Zubereitungsart unterschiedliche Bestandteile des Wintergemüses gut auf. So hilft es beispielsweise, das Gemüse in etwas Fett zu schwenken oder leicht zu garen. So nimmt der Körper mehr der fettlöslichen sekundären Pflanzenstoffe, zu denen auch die Bitterstoffe gehören, auf.

Bitterstoffe im Essen: Dieses Wintergemüse bringt besonders viel davon mit sich

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Verzehr jedes Wintergemüses für den Körper eine Wohltat ist. Manches Gemüse bringt im Winter aber eine besonders bittere Note mit sich. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Chicorée
  • Blumenkohl
  • Rosenkohl
  • Rotkohl
  • Weißkohl
  • Wirsing
  • Radicchio

Chicorée wird in der Küche wegen seines bitteren Geschmacks oft verschmäht. Doch Gartenfreunde sollten sich darüber freuen, denn die Sprossen helfen unserem Körper, sich gegen Krebs zu wehren und ein starkes Immunsystem aufzubauen. Auch Wirsing ist eine wahre Gesundmacher-Bombe unter den Kohlsorten. Gerade in der Winterzeit strotzt der Kohl bis ins letzte Blatt vor Vitamin C, Ballaststoffe, Mineralstoffen und eben Bitterstoffen. Daneben ist im Winter Grünkohl ein absoluter Liebling, denn der bittere Kohl braucht die Kälte, um zu reifen.

Neben einem eigenen Geschmack bringen viele Kohlsorten jedoch auch die Eigenschaft mit, aufzublähen. Wer dem aufgeblähten Gefühl nach dem Essen entgehen möchte, mischt am besten ein paar Gewürze wie Koriander, Kreuzkümmel oder Kardamom ins Essen. Sie beruhigen den Darm und schmecken zudem noch gut. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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